Re: Hardware-Frage

Michael Renner <[email protected]>
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Hey Andreas,

Ich fasse zusammen:

Aktuell: 24GB RAM, 4 SAS RAID10, 200GiB DB Size + paar GiB/Tag, SR für RO-queries
Avisiert: 128GB RAM, 8 SAS RAID10, 2 SSD WAL, SR wie gehabt


Dein Ziel sollte sein, dass das Working Set der Datenbank immer in den page cache & shared_buffers des Servers passt ("Memory backed architecture") - das hat zum Ziel dass die Blockdevices (abseits von Kaltstartszenarien) großflächig nurmehr zum schreiben verwendet werden.

Ein verdoppeln der SAS-Disken wird nur einen marginalen Performance-Zuwachs bringen - das erhöhen des RAM wird die größten Änderungen bringen IMO.


Meine Checkliste ist typischerweise:

*) Mehr RAM!
*) Verifizieren das battery backed write cache für spinning Rust aktiviert ist
*) Verifizieren dass die Platten vernünftige Responsezeiten haben (kaputte Disks, Vibrationen, etc)
*) Trennen von OLTP und DWH-style queries (Bessere Verwendung des Workingsets)
*) Partitionieren der heavy append&read Tables um write/read lokalität zu erhöhen
*) synchronous_commit off? (Bei hohem Commit-Durchsatz und überschaubaren durability-Anforderungen)
*) DB auf SSDs (Momentan noch ein bisschen abenteuerlich, greg smith hat da IIRC mehr infos zu)

Und bevor ihr zum basteln Anfang - sinnvolle OS- (BIO-Layer!!) [1] und PG Daten sammeln (Munin, Cacti, etc.)

Bottom line: Mit der skizzierten Hardware werdet ihr für einige Zeit lang gut fahren, für exakte Prognosen braucht man eine bessere Datenbasis ;)

lg,
Michael

[1] https://workbench.amd.co.at/munin/amd.co.at/kolkhoz.amd.co.at/index.html#disk zB - du willst etwas das IOPS vernünftig aufzeichnet
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