Re: pandoc / InDesign / InCopy
"Wolfgang Hugemann" (via tex-d-l Mailing List) <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.comp.tex.german |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
> Es sind vor allem die Abbildungen, die Probleme bereiten. Ich habe jetzt
> die Idee, einfach in LaTeX meinen (via \newcommand definierten) Befehl
> lahmzulegen, mit dem ich \includegraphics gekapselt habe. Wenn's
> funktioniert, wäre das für mich das Einfachste.
Ich kann jetzt berichten: Es hat funktioniert. Ich habe den Eindruck,
dass pandoc die im Document-Header definierten Makros einfach durch den
entsprechenden LaTeX-Quellcode ersetzt, ähnlich wie es der
C-Präprozessor tun würde.
Ich hatte meine \includegraphics Anweisungen alle in Makros (definiert
via \newcommand) gekapselt und diese Definitionen dann einfach durch
Leerbefehle {} ausgetauscht.
Ich habe mich ein wenig mehr über pandoc und Haskell informiert und dann
einen Blick auf den entsprechenden Code geworfen:
https://hackage.haskell.org/package/pandoc-3.1.6.2/docs/src/Text.Pandoc.Readers.LaTeX.Macro.html.
Ich verstehe nur ansatzweise, was dort geschieht, aber der erste
Kommentar {-# LANGUAGE OverloadedStrings #-} besagt es ja im Prinzip
bereits.
Pandoc ist offenbar hauptsächlich für die Konvertierung von Text
gedacht, und ICML (InCopy Markup Language, ein XML-Derivat) enthält das,
was sich bei InDesign typischerweise in einem einzelnen Textrahmen befindet.
Gleichungen werden wohl prinzipiell auch konvertiert, aber mit dem
AMSmath-Befehl \text (den ich massig verwende, um Indizes aufrecht zu
setzen) konnte pandoc nichts anfangen. Die Gleichungen extrahiere ich
aber eh mittels des Packages preview; die werden dann als PDFs ins
InDesign-Dokument montiert.
Kurzum: Pandoc ist offenbar sehr leistungsfähig, wenn es um textuell
beschriebene Elemente geht.
Ich fand den Markdown-Editor PanWriter nützlich, der via pandoc andere
Formate einliest und ausgibt. Der gibt auch Warnungen aus, mit denen
sich pandoc im cmd-Fenster eher zurückhielt -- lag aber vielleicht auch
an den von mir verwendeten Optionen.
Von Markdown gibt es offenbar etliche Varianten, und eventuell lässt
sich durch die Vorgabe, welches Markdown-Derivat intern zu verwenden
ist, noch einiges reißen.
Gruß aus Münster
Wolfgang Hugemann
--
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