Re: unicode Caracter in kile darstellen

"Ralf Steinle" (via tex-d-l Mailing List) <[email protected]> Tue, 9 Sep 2025 17:59:38 +0200
Newsgroups gmane.comp.tex.german
Message-ID <[email protected]>
Am Tue, 09 Sep 2025 16:36:51 +0200
schrieb "Axel Berger" (via tex-d-l Mailing List)
<[email protected]>:

> Ja, ein einfacher Texteditor ohne UTF und ohne jedes Highlighting 
> ist weniger bequem, aber dafür schränkt er nicht ein und schafft
> keine Abhängigkeiten.

> Es gab mal eine Zeit, da erkannte man TeXies in Newsgroups daran,
> da\ss{} sie konsequent reines US-ASCII schrieben. Mir hat das immer
> schon imponiert.

Vor allem aber war es nervig zu lesen. Da war es mir immer lieber,
jemand schrieb ae/oe/ue und ss statt Umlaut/ß. Ich bin doch kein
TeX-Parser, sondern ein Mensch.

Die (IT-)Welt hat sich weitergedreht. UTF-8 gibt es seit 1992 und hat
sich aus Gründen durchgesetzt. 

Nur noch mal zum Goutieren: Das ist 33 Jahre her. Das war noch vor
Windows 95, Linux hatte gerade das Nest verlassen und 8 Megabyte RAM
waren in etwa das Höchste. Apple verkaufte den Mac Classic mit System
7, Ich hatte gerade 2 Jahre vorher mit LaTeX auf dem Atari ST mit
LindnerTeX angefangen (Schnarch!). Das World Wide Web gab's auch noch
nicht und in den Newgroups hingen eigentlich fast nur Nerds und
Mathe/Physik/Informatik-Studies rum.  

Das war eine interessante Zeit, aber es war halt nichts standardisiert.
Und dem trauerst du nach? 

Jeder gebräuchliche Editor (sogar vi, Emacs und nano :) beherrscht seit
Jahren UTF-8. Also ist das auch keine Abhängigkeit, sondern einfach der
Normalfall.  Vielleicht sollte man sich doch mal überwinden, die
Legacy-Software durch was eingermaßen Aktuelles zu ersetzen. Zum
Beispiel durch einen Mailclient, der die Kodierung erkennt und die
Sonderzeichen beim Quoten nicht zerschießt.

Beste Grüße
 Ralf

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