Re: Frage zum Header in pdf - Dokumenten
"Markus Kohm" (via tex-d-l Mailing List) <[email protected]> Fri, 30 Jan 2026 09:38:50 +0100
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This is a multi-part message in MIME format... ------------=_1769762342-41082-154 Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/plain; charset="utf-8" Am Donnerstag, 29. Januar 2026, 19:59 schrieb Karsten Hilbert: > Meist wird behauptet, da=C3=9F durch hinreichend explizites > Programmieren die Wartbarkeit von Code steigt. Code-Wartung bei LaTeX-Dokumenten? Seien wir ehrlich: Kaum jemand schaut se= ine=20 Dokumentpr=C3=A4ambel je wieder an, solange es kein Problem gibt. Wenn es e= ines=20 gibt, macht der ganze =C3=BCberfl=C3=BCssige Code, die Wartung auch nicht l= eichter. Das=20 gilt umso mehr, wenn er nicht kommentiert ist oder die Kommentare sogar in = die=20 Irre f=C3=BChren. Weil das Ausmisten dann Arbeit macht und derjenige, der d= as=20 Problem beheben soll, vielleicht auch kein echter Experte ist, sondern sich= =20 L=C3=B6sungen zusammengoogeln muss, wird stattdessen auch gerne mal ein Wor= karound=20 dazu gebastelt (im Beispiel h=C3=A4tte sojemand auf die Idee kommen k=C3=B6= nnen, ein=20 "unicode=3Dtrue" direkt vor pdftitle dazu zu pfriemeln oder vielleicht soga= r ein=20 weiteres \hypersetup mit dieser und den zuvor problematischen Einstellungen= =20 irgendwo sp=C3=A4ter). Mit der Zeit wird es dann immer schlimmer und von=20 Wartbarkeit kann irgendwann keine Rede mehr sein. Es gibt sehr gute Beispiele, bei denen die Wartung durch Beschr=C3=A4nkung = auf das=20 Notwendige Vorteile hat. Wie oft habe ich schon LaTeX-Dateien gesehen, bei= =20 denen aus historischen Gr=C3=BCnden noch Option "dvips" an allen Ecken und = Enden=20 mitgeschleppt wird, obwohl inzwischen pdfLaTeX verwendet wird, und die Leut= e=20 sich dann wundern, dass es nicht funktioniert. Wie oft habe ich schon LaTeX- Dateien gesehen, bei denen aus historischen Gr=C3=BCnden noch Option "pdfte= x" an=20 allen Ecken und Enden mitgeschleppt wird, obwohl inzwischen LuaLaTeX verwen= det=20 wird, und die Leute sich wundern, dass es nicht funktioniert. Wie oft habe = ich=20 schon LaTeX-Dateien gesehen, bei denen es ein Mischmasch aus Backend-Option= en=20 gibt und man sich wundern muss, dass das angeblich gestern noch funktionier= t=20 hat, obwohl seit gestern ganz bestimmt nichts ge=C3=A4ndert wurde. Voreinstellungen werden meist auch nicht ohne Grund ge=C3=A4ndert und in de= r Regel=20 wird das kommuniziert. Teilweise sind sie aus guten Grund von =C3=A4u=C3=9F= eren=20 Umst=C3=A4nden abh=C3=A4ngig, die sich =C3=A4ndern k=C3=B6nnen und auf die = Paketautoren dann aus=20 guten Grund reagieren, damit der Anwender eben nichts selbst Anpassungen=20 vornehmen muss. Das gilt =C3=BCbrigens auch f=C3=BCr die unicode-Voreinstel= lung von=20 hyperref. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die sogar mehrfach angepasst= =20 (erst abh=C3=A4ngig von der Engine und dann generell). Ich finde sogar noch alte Dokumente, bei denen pagesize specials f=C3=BCr d= vips=20 explizit enthalten sind. Gl=C3=BCcklicherweise machen die meist keinen =C3= =84rger, weil=20 pdfLaTeX und LuaLaTeX sie ohnehin nicht verwenden. Mehr =C3=84rger machen=20 Dokumente, bei denen der Autor selbst \pdfoutput irgendwo in der Pr=C3=A4am= bel=20 umstellt, weil er vor Jahrzehnten mal dachte, explizit ist besser. Explizite Einstellungen m=C3=B6gen gut sein f=C3=BCr Leute, die wissen, was= sie tun und=20 =C3=84nderungen bei den Voraussetzungen auch mitverfolgen. F=C3=BCr andere = ist es oft=20 besser, so wenig wie n=C3=B6tig einzustellen. Man sollte keinesfalls den Aufwand f=C3=BCr die Wartung von =C3=BCberfl=C3= =BCssigem Code=20 untersch=C3=A4tzen. Gru=C3=9F Markus ------------=_1769762342-41082-154 Content-Type: text/plain; charset="UTF-8" Content-Disposition: inline Content-Transfer-Encoding: 8bit MIME-Version: 1.0 -- FAQ: http://texfragen.de/ Durchsuchbares Archiv: https://www.listserv.dfn.de/sympa/arc/tex-d-l Unsubscribe/Verwaltung: https://www.listserv.dfn.de/sympa/info/tex-d-l ------------=_1769762342-41082-154--