BMCR 2009.02.48, Thomas Gaertner, Untersuchungen zur Gestaltung

Bryn Mawr Reviews <[email protected]> Thu, 26 Feb 2009 08:52:09 -0500 (EST)
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Thomas Gaertner, Untersuchungen zur Gestaltung und zum historischen
Stoff der Johannis Coripps. Untersuchungen zur antiken Literatur und
Geschichte, Bd. 90.  Berlin:  De Gruyter, 2008.  Pp. 136.  ISBN
9783110201079.  $86.00.

Reviewed by Silvio Baer, Universitaet Zuerich
([email protected])
Word count:  1805 words
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Nachdem Nordafrika (Africa) seit 429[[1]] von den Vandalen beherrscht
worden, aber nach dem Ende der letzten Vandalenkoenige Hildimer und
Geilamir 534, waehrend der Regierungszeit Justinians (527-565), wieder
unter ostroemische Herrschaft gelangt war, kam es in den Jahren 546/548
zu Aufstaenden maurischer Nomadenstaemme, die von Justinians General
Johannes Troglita erfolgreich niedergeschlagen wurden. Prokop hat diese
Aufstaende in seiner Darstellung von Justinians Rueckeroberungen
ehemals roemischer Territorien als minder bedeutende
Nebenkriegsereignisse eher stiefmuetterlich behandelt (vgl. bellum
Vandalicum 2.28.45-52). Dagegen bietet der afrikanische Dichter Flavius
Cresconius Corippus in seinem Epos Johannis eine ausgedehnte
literarische Schilderung ebendieser Geschehnisse im Umfang von ca.
4.700 lateinischen Hexametern in acht Buechern. Darin wird der magister
militum Johannes als 'grosser Held' gefeiert, der Africa von
barbarischen Rebellen befreit und wieder zur roemischen Provinz gemacht
hat. Dabei stellt sich der Dichter unverkennbar in die Tradition der
Vergil'schen Aeneis: Johannes wird zu einem 'zweiten Aeneas', Justinian
zu einem 'zweiten Augustus', und Coripp selber laesst als 'zweiter
Vergil' die klassische roemische Nationalepik in christlicher
Verbraemung wieder auferstehen.[[2]]

Trotz ihrer offensichtlichen Bedeutung sowohl als historische 'Quelle'
wie auch als literarisches Kunstwerk der spaeten roemischen bzw.
fruehen byzantinischen Zeit -- Heinz Hofmann hat Coripp den "letzten
grossen Vertreter roem[ischer] Epik"[[3]] genannt -- gehoert die
Johannis zu den in Forschung und Rezeption nur wenig praesenten Texten
dieser Epoche. Nicht nur ist das Epos abgesehen von Einzelkommentaren
zu den ersten drei Buechern[[4]] in seiner Gesamtheit unkommentiert
geblieben und auch monographisch wenig behandelt,[[5]] sondern auch
eine deutsche Uebersetzung existiert bis dato nicht -- wer die Johannis
nicht im lateinischen Original lesen kann oder will, muss auf die
englische Fassung von Shea (1998) ausweichen[[6]] --, und desgleichen
tut auch eine neue kritische Edition not.[[7]] Thomas Gaertner (in der
Folge 'G.') hat sich zum Ziel gesetzt, diese erheblichen
Forschungsdesiderate systematisch aufzuarbeiten: Mit seinen
Untersuchungen zur Gestaltung und zum historischen Stoff der Johannis
Coripps (im Folgenden 'Untersuchungen') hat er gewissermassen die
'Prolegomena' eines auf drei Baende angelegten Projekts vorgelegt, sind
doch als zweiter Band eine komplette Neuedition des Texts mit deutscher
Erstuebersetzung und als dritter Band schliesslich ein quellen- und
textkritischer Gesamtkommentar, der "intertextuelle Imitationsforschung
und herkoemmliche Textkritik zu einer fruchtbaren Symbiose zu fuehren"
gedenkt,[[8]] vorgesehen (wobei die Baende 1 und 3 zugleich des
Verfassers ueberarbeitete Habilitationsschrift, angenommen an der
Universitaet zu Koeln im Jahre 2002, darstellen).

G.s Untersuchungen gliedern sich in zwei Hauptkapitel mit fuenf bzw.
drei Unterkapiteln; eingeleitet wird die Arbeit von ein paar Seiten
methodischer Vorbemerkungen (S. 1-8), abgeschlossen von einem auf die
Coripp-Literatur beschraenkten Literaturverzeichnis (S. 129-136). Im
ersten, 'diachronistischen' Hauptkapitel (S. 9-57), das m.E. unpraezise
als "Einleitung" ueberschrieben ist,[[9]] wird den intertextuellen
Vorlaeufern und Verbindungslinien der Johannis nachgegangen, wird also
der Platz von Coripps Epos im Strome der (paganen wie
biblisch-christlichen) Literaturgeschichte ausgelotet, waehrend das
zweite, 'synchronistische' ("Die Formung des historischen Stoffs in der
Johannis", S. 58-127) Coripps Geschichtsbild und -darstellung mit der
Parallelueberlieferung Prokops vergleicht und selbige als von unserem
Dichter fuer seine Zwecke umgestaltete und adaptierte partielle
'Quelle' der Johannis zu erweisen sucht.

Das erste Hauptkapitel beginnt mit einer ausfuehrlichen
Inhaltsparaphrase, in welcher -- in Vorwegnahme der Hauptergebnisse des
Kommentars -- die wichtigsten intertextuellen Vorbilder und Bezugstexte
bereits genannt werden ("a. Die stoffliche Strukturierung der Johannis
und die wichtigsten intertextuellen Verbindungslinien", S. 9-25). In
Anknuepfung daran wird einerseits die Johannis im Bezugssystem der
lateinisch-epischen Tradition verortet ("b. Literarischer Bezugsrahmen
und Gattungszugehoerigkeit der Johannis", S. 26-32), womit sich G. von
der von Hofmann (1988) vertretenen These, Coripps Epos gehoere zu einer
zur institutionalisierten Rezitation bestimmten "neue[n] Gattung fuer
die historisch-panegyrischen Texte der nicht-christlichen Epik der
lateinischen Spaetantike",[[10]] absetzt, und andererseits der
praegende Einfluss der Aeneis (und, an zweiter Stelle, auch der
Pharsalia Lucans) auf Szenenkomposition und narrative Struktur des
Coripp'schen Epos aufgezeigt ("c. Die Bedeutung antiker Vorbilder fuer
die Grossgliederung der Johannis", S. 33-40). Auf den beiden folgenden
Seiten werden sodann einige literarisch-epische Vorbilder, welche der
Charakterisierung des Protagonisten Johannes Troglita als christlicher
Figur dienen, angerissen ("d. Die Funktion klassischer Vorbilder in
Hinblick auf die Ethopoiie des epischen Helden", S. 41-42). Leider ist
dieses Kapitelchen jedoch viel zu kurz und zu kursorisch geraten --
falls dieser Aspekt tatsaechlich nur zwei Textseiten hergibt, so waere
eine anderweitige Eingliederung (sei es ins vorangegangene Unterkapitel
c., sei es in den Kommentar) m.E. sinnvoller gewesen. Von grosser
Wichtigkeit sind dagegen G.s Ausfuehrungen zur "besondere[n] Funktion
von Anspielungen auf christliche Dichtungen" (e., S. 43-51): Hat man
frueher die Bedeutung biblisch-christlicher Poesie fuer Coripp oft
unterschaetzt oder zuweilen gar negiert, so betont G. deren permanente
Einfluesse in formaler wie inhaltlicher Hinsicht. Dabei dient "[d]ie
christliche Grundhaltung Coripps ... vor allem als ein Medium zur
werthaften Kolorierung des beschriebenen Geschehens" (S. 47), das
Christentum und seine literarischen Erzeugnisse sind Mittel zur
Darstellung einer schwarz-weissen Weltsicht. Aus diesem Grund lehnt G.
auch die Auffassung Hofmanns (1989) von Coripp als 'patristischem'
Autor[[11]] (m.E. zu Recht) ab, denn anders als bei den Kirchenvaetern
ist "[d]as Christentum ... bei Coripp eben nicht Endzweck, sondern
argumentatives Instrument" (S. 48). Mit ein paar Beispielen zu Gebrauch
und Funktion intratextueller Selbstzitate und Querverweise innerhalb
des Epos ("f. Funktion corippischer Selbstzitate in Hinblick auf
Sinngebung und Aufbau der Johannis", S. 52-57) schliesst das erste
Hauptkapitel.

Analog zur Inhaltsuebersicht, die G. an den Anfang des
literarisch-intertextuellen Teils gestellt hat, eroeffnet er den
historischen Teil mit einem chronologischen "Ueberblick ueber die
Phasen der in der Johannis beruehrten historischen Handlung", beginnend
mit der Herrschaft des Vandalenkoenigs Thrasamund (seit 496) und endend
mit Johannes Troglitas Sieg gegen die aufstaendischen Mauren (546/548),
sowie einem "Vorausblick auf die grundsaetzlichen Tendenzen der
corippischen Erzaehlweise" (a., S. 58-65), deren Hauptcharakteristikum
darin besteht, dass die Kriegshandlungen, die vor dem Feldzug des
Johannes stattgefunden haben, dem afrikanischen Tribunen Liberatus in
Form einer epischen Rueckblende, als metadiegetische Binnenerzaehlung,
in den Mund gelegt sind (Joh. 3.41-4.246). Da zu dieser frueheren
Kriegsphase, nicht jedoch zu den Kampagnen des Johannes, die ja die
eigentliche histoire der Johannis darstellen, eine ausfuehrliche
Prokop'sche Parallelueberlieferung existiert, draengt sich fuer den
historischen Teil ein Vergleich zwischen der Coripp'schen
Liberatus-Erzaehlung und den Schilderungen im bellum Vandalicum auf.
Als erstes Exemplum wird die "Rolle des Antalas in der ersten
Johannis-Haelfte im Vergleich zur Darstellung bei Prokop" (b., S.
66-96) extensiv untersucht. Es zeigt sich, dass der Berberfuehrer
Antalas von Coripp in tendenzioeser Weise zum anti-byzantinischen
Erzfeind schlechthin ("das personifizierte Unglueck von Afrika", S. 66)
stilisiert und somit als Gegenfigur zur 'Leuchtgestalt' des Johannes
konstruiert wird, waehrend Prokop einen viel differenzierteren Antalas
zeichnet, der waehrend des ersten Maurenaufstands 535 noch loyal
gegenueber Ostrom war (vgl. bell. Vand. 2.12.30) und erst spaeter die
Seite wechselte. Hauptzielsetzung Coripps ist, so G. (S. 64), "eine Art
von Schwarz-Weiss-Malerei, die die unter Johannes gegebenen ...
Gegebenheiten ... zur Grundlage der poetischen Sinngebung erhebt und in
die Perspektive der historischen Vergangenheit zurueckprojiziert. Aufs
Ganze betrachtet liegt der Gestaltungsweise Coripps vor allem das
typisch epische Bestreben zugrunde, die Komplexitaet des Geschehens auf
das Wirken einzelner prominenter Personen zu reduzieren, naemlich das
des Antalas auf maurischer und das des Johannes auf roemischer Seite."

Das letzte Unterkapitel analysiert sodann die "Corippische und
prokopische Erzaehlweise im detaillierten Vergleich: Verlust und
Wiedereinnahme von Hadrumetum und die Entscheidungsschlacht zwischen
Johannes Sisiniolu und Stutias" (c., S. 97-127). Zusammengefasst ist
G.s These die, dass sich anhand eines Vergleichs der Darstellungen der
beiden Ereignisse bei Coripp und bei Prokop[[12]] eine Abhaengigkeit
des Dichters vom Historiker postulieren lasse ("diejenige
Johannispartie, wo sich der Einfluss der Paralleldarstellung des
Historikers Prokop ... am nachhaltigsten zeigt", S. 97), dass jener
aber seine 'Quelle' mit aehnlichen Absichten wie bei der tendenzioesen
Negativzeichnung des Antalas ummodelliert habe, d.h. dergestalt
verfahren sei, dass die Byzantiner grundsaetzlich in ein moeglichst
gutes, deren Gegner aber in ein schlechtes Licht gerueckt wuerden.

Summarisch betrachtet, mag G.s These von der 'epischen Transformation'
und der tendenzioesen Dualisierung des historischen Stoffes, der
Ereigniszusammenhaenge und der menschlichen Charaktere zum Zwecke der
Glorifizierung des Johannes bzw. (indirekt) des Justinian und, damit
einhergehend, der Legitimierung des ostroemischen Hegemonialanspruchs
vor den maurischen Barbaren absolut zu ueberzeugen. Gewisse
Fragezeichen waeren dagegen bei der Bewertung der 'Quellenhaftigkeit'
von Prokops Geschichtswerk zu setzen. Obzwar einzelne woertliche
Reminiszenzen eine (punktuelle?) direkte Abhaengigkeit nahelegen moegen
(vgl. z.B. S. 108 und 112) und eine solche chronologisch durchaus als
moeglich zu erachten ist (vgl. S. 112-113 mit Anm. 156-158), bleiben
m.E. einige Fragen unbeantwortet, bzw. werden neue aufgeworfen: So
waere beispielsweise zu ueberlegen, ob wir, falls wir von der
postulierten Coripp'schen 'Umgestaltung' der Prokop'schen 'Quelle'
tatsaechlich ausgehen wollen, diese nicht auch als gezieltes
Anschreiben des Epikers gegen den Historiker lesen und darin eine
poetologische Stellungnahme sehen koennten. Ferner waere bei der
Bewertung der 'Objektivitaet' Prokops vielleicht ein wenig mehr
Vorsicht geboten gewesen, kann doch die Darstellung aus der Feder eines
Historikers theoretisch von ebensolcher Tendenziositaet und/oder
Selektivitaet gepraegt sein wie die eines Dichters -- dies zeigt sich
ja nicht zuletzt auch genau darin, dass die Niederschlagung der
maurischen Nomadenaufstaende, die Haupthandlung der Johannis, von
Prokop nur sehr kursorisch abgehandelt wird (bell. Vand. 2.28.45-52;
s.o.).[[13]] G. scheint der Versuchung, den Text des Historikers als
'objektiv', den des Epikers als 'subjektiv' zu lesen, zuweilen nolens
volens erlegen zu sein, was sich etwa aus einer problematischen
Behauptung wie der, dem Feldherrn Belisarius komme "objektiv die
groesste historische Bedeutung" (S. 64) zu, oder dem Versuch, "eine
kurze Biographie des Antalas ... unter Heranziehung der oben gewonnenen
Ergebnisse, aber unter Weglassung der corippischen Werturteile" (S. 94)
zu entwerfen, ersehen laesst.

Raum fuer weitere Untersuchungen und Ueberlegungen ist also gegeben --
zumal es sich bei der Johannis um einen leider wenig 'kanonischen',
aber umso faszinierenderen Text aus einer wichtigen geschichtlichen
Epoche handelt, dessen Studium fuer alle Disziplinen der
Altertumswissenschaften lohnt. G. hat mit seiner Monographie der
Coripp-Forschung wichtige Impulse gegeben und neue Denkraeume
eroeffnet. Wir koennen gespannt sein auf die Baende 2 und 3.

Kleinigkeiten:

Einige vom Inhalt des Buches unabhaengige Kritikpunkte seien
abschliessend genannt: (1.) Gerade angesichts der vergleichsweise
geringen, aber durchaus vorhandenen wissenschaftlichen Rezeption haette
man sich einen (wenigstens selektiven) Forschungsueberblick als
'Vorspann' dringend gewuenscht. (2.) Desgleichen stellt die Tatsache,
dass das Buch ueber keinerlei Indizes verfuegt, ein Manko dar -- es ist
zu hoffen, dass die Schlagwort- und Stellenverzeichnisse des zu
erscheinenden Kommentars auch die Untersuchungen inkludieren werden.
(3.) G.s Entscheidung, Originalzitate unuebersetzt zu lassen, ist zwar
angesichts deren (besonders in der zweiten Buchhaelfte) hoher Zahl als
aus oekonomischer Sicht durchaus verstaendlich zu werten und mag mit
Blick auf die angekuendigte Johannis-Uebersetzung auch sinnvoll sein,
doch haette zumindest den nicht wenigen griechischen Passagen eine
Verdeutschung beigefuegt werden sollen, da das Buch auch Lesern, die
nicht ueber eine fluessige Lesekompetenz in beiden Sprachen verfuegen,
zugaenglich sein sollte. (4.) Schliesslich irritieren, aus rein
formaler Sicht, die streckenweise inflationaer verwendeten Sperrungen
zur Worthervorhebung, die -- so mein Empfinden -- die Ruhe des
Schriftbilds stoeren, sowie einige exorbitant lange Fussnoten, die an
die Unsitten gewisser 'Waelzer' des 19. Jhs. erinnern (vgl. z.B. S.
27-29 Fn. 25 und 27-29; S. 35-36 Fn. 43 und 44; S. 71-72 Fn. 84; S. 74
Fn. 89; S. 82 Fn. 101; S. 84 Fn. 110).


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Notes:


1.   Saemtliche Jahreszahlen beziehen sich auf die Zeit nach Christus.

2.   Zum literarisch-politischen Programm der Johannis vgl. in erster
Linie deren distichische praefatio; zur Vergil-Nachfolge Coripps insb.
praef. 15-16: Aeneam superat melior virtute Iohannes, / sed non
Vergilio carmina digna cano.

3.   Heinz Hofmann, Art. "Corippus, Flavius Cresconius", in: DNP 3
(1997) 165-166, Sp. 165. Dagegen hat man in frueherer Zeit die Johannis
i.d.R. als historische und v.a. als ethnographische Quelle zwar
anerkannt, nicht jedoch ihren Status als vollgueltiges literarisches
Werk; vgl. z.B. Franz Skutsch, Art. "Corippus", in: RE IV (1900)
1236-1246, Sp. 1238-1239: "[S]teht das poetische Interesse erst in
zweiter oder dritter Linie; videtur historiam composuisse, non poema...
[D]ie Johannis aber ist nicht nur wertvoll durch ihren Bericht vom
Untergang des Vandalenreiches und vom maurischen Kriege, sie bietet
eine Schilderung von Land und Leuten, wie sie eben nur einem
eingeborenen Beobachter, der seine Eindruecke gewissenhaft wiedergiebt,
moeglich ist."

4.   1. Buch: Maria Assunta Vinchesi, Flavii Cresconii Corippi
Iohannidos liber primus. Introduzione, testo critico, traduzione e
commento, Neapel (1983) -- 2. Buch: Vincent Zarini, Berbe\res ou
barbares? Recherches sur le livre second de la Johannide de Corippe,
Nancy (1997) -- 3. Buch: Chiara O. Tommasi Moreschini, Iohannidos liber
III, Florenz (2001).

5.   Zwei Monographien sind in juengerer Zeit erschienen: Jean Urban
Andres, Das Goettliche in der 'Iohannis' des Corippus. Antike
Goetterwelt und christliche Gottesvorstellung im Widerstreit?, Trier
(1997) -- Vincent Zarini, Rhe/torique, poe/tique, spiritualite/: La
technique e/pique de Corippe dans la Johannide, Turnhout (2003).

6.   George W. Shea, The Iohannis or De Bellis Libycis of Flavius
Cresconius Corippus, Lewiston, Queenston, Lampeter (1998).

7.   Die bis heute massgebende Edition ist die von Jacob Diggle & F. R.
D. Goodyear, Flavii Cresconii Corippi Iohannidos seu de Bellis Libycis
libri VIII, Cambridge (1970). Zu den Problemen dieser Ausgabe vgl. v.a.
Jean Urban Andres, Concordantia in Flavii Corippi Ioannida, Hildesheim
u.a. (1993) 594-615; vgl. ferner die Rezensionen von D. R. Shackleton
Bailey (Gnomon 43 [1971] 516-519), A. Hudson-Williams (CR 22 [1972]
219-221) und J. Delz (MH 29 [1972] 294).

8.   So G.s Ankuendigung in seinem Vorwort, S. 7.

9.   Die Ueberschrift "Einleitung" ruehrt wohl daher, dass das erste
Hauptkapitel als 'Einleitung' zu dem zu erscheinenden Gesamtkommentar
gedacht ist (in diesem Sinne G. im Vorwort, S. 5).

10.   Heinz Hofmann, "Ueberlegungen zu einer Theorie der
nichtchristlichen Epik der lateinischen Spaetantike", in: Philologus
132 (1988) 101-159, S. 133.

11.   Heinz Hofmann, "Corippus as a Patristic Author?", in: VChr 43
(1989) 361-377.

12.   Zum Kampf um das von maurischen Freischaerlern besetzte
Hadrumetum/Justinianopolis im Jahre 544 vgl. Joh. 4.8-81; zur fatalen
Schlacht zwischen dem byzantinischen General Johannes Sisiniolu und dem
maurischen Insurgenten Stutias im darauffolgenden Jahr vgl. Joh.
4.103-218; zu Prokops Parallelueberlieferung beider Begebenheiten vgl.
bell. Vand. 2.23ff.

13.   Wollen wir das Gedankenspiel vom Coripp'schen unwriting der
Prokop'schen 'Quelle' weiterspinnen, so waere auch dieser Aspekt zu
beruecksichtigen.