Re: Gnome3 Set speichern und wieder laden
Martin Steigerwald <[email protected]> Sun, 17 May 2026 12:14:18 +0200
| Newsgroups | gmane.linux.debian.user.german |
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| Message-ID | <23112658.EfDdHjke4D@laptop> |
Grüß Dich Klaus, grüßt euch. Klaus Klose - 17.05.26, 10:37:55 CEST: > > Ich habe diese geniale Funktionalität bislang nur bei Plasma gesehen. > > Xfce kann das schon lange. > Jedenfalls nutze ich solche Funktionen, also den Inhalt meiner letzten > Arbeitssitzung wieder herstellen nach einer neuen Anmeldung, schon seit > mehr als 15 Jahren. > Ich bin allerdings nicht so mit Debian vertraut. > > In wie weit das allerdings den Wünschen der TE nahe kommt? Was ich mit dieser genialen Funktionalität meinte war nicht, den Inhalt einer kompletten Arbeitssitzung zu speichern und wieder her zu stellen. Das kann Plasma schon sehr lange und es klappt immer noch – minus wer weiß wie gut es derzeit in Wayland klappt; in X11 klappt es jedoch auf jeden Fall. Wie ist das bei XFCE? Klappt das auch mit Wayland? Ich dachte, da ist erst kürzlich ein Protokoll für Wayland dazugekommen, was Plasma ich glaube ab 6.6 nutzt. Und gehen zumindest XFCE-Programme auch mit den entsprechend geöffneten Dokumenten an der richtigen Position auf? Aktivitäten vor Plasma 6.5 waren mehr wie spezifische Arbeitssitzungen innerhalb der Benutzer-globalen Arbeitssitzung. Das lief am Beispiel meinen Anteil am Buch weiter schreiben so: 1. Ich öffne die Aktivität für das Buch aus einer laufenden Sitzung heraus. 2. Ich wechsle auf die Aktivität mit einer Leiste, die ich mir selbst zusammen geklickt hab. 3. Ich finde ziemlich weitgehend alles wieder so vor, wie ich es verlassen habe. Inklusive geöffnete Dateien im Texteditor Kate mit exakter Position der Schreibmarke in der aktuell bearbeiteten Datei. Oder in Okular geöffneten PDF-Dateien mit exakt der Position innerhalb jedes Dokuments, als ich zuletzt die Aktivität stoppte und damit speicherte. Auch die Fensterpositionen und -größen stimmten unter X11 in der Regel. 4. Ich arbeite ein wenig weiter am Text, erstelle Bildschirmfotos usw. usf. 5. Ich schließe die Aktivität wieder und Plasma speichert den Zustand aller Programme darin. All dies während die globale Benutzer-Sitzung läuft. Und das schöne daran: Ich konnte das für andere Aktivitäten auch haben. Das machte den Fokus-Wechsel so einfach. Zumal verschiedene KDE-Programme wie die Schnellstart-Eingabezeile KRunner, der Dokumenten-Betrachter Okular, der Dateimanager Dolphin usw. sich auch in einem gewissen Maß an die Aktivität anpassen können. Zum Beispiel in Bezug auf zuletzt geöffnete Dateien usw. Ich konnte sogar während der aktuellen globalen Plasma-Sitzung eine Aktivität mehrmals starten und stoppen, etwa falls mir nach dem Schreiben noch etwas eingefallen ist. Schnell nochmal die Buch-Aktivität aufgemacht. Den Einfall schnell niedergeschrieben und wieder zu damit. Beim Stopp einer Aktivität verschwindet die komplett. Das heißt ich hatte immer nur das an Anwendungen offen, was ich gerade brauchte. Aus den Augen aus den Sinn. Wirklich prima für Kontextwechsel. Aktivitäten gibt es weiterhin in Plasma, nur dieses Speichern des aktuellen Zustand *innerhalb* einer Aktivität und das Beenden der Aktivität danach, das gibt es leider nicht mehr. Es laufen mittlerweile immer alle definierten Aktivitäten gleichzeitig. Das hat mich beim Wechsel damals auch sehr irritiert, weil bei der ersten Anmeldung mit Plasma 6.5 plötzlich alle Aktivitäten auf einmal aufgingen. Ich hatte circa 20 davon. Ich hatte bis auf einige wenige Aktivitäten, die ich immer offen hatte, nur das offen, woran ich gerade arbeitete. Ich denke, jede gescheite Desktop-Umgebung sollte zumindest global die Benutzer-Sitzung speichern und wiederherstellen können. Ich weiß allerdings nicht, inwiefern diese Funktionalität bei GNOME 3 der „Benutzer-bloß-nicht-überfrachten-mit-Einstellmöglichkeiten”-Mentalität¹ zum Opfer gefallen ist. Wer GNOME 3 nutzt möge uns bitte aufklären darüber. In Plasma gibt es für die Benutzer-globale Sitzung zudem zwei Möglichkeiten: Sitzung beim Beenden speichern oder Sitzung auf explizite Aufforderung speichern. Ich nutze mittlerweile die zweite Möglichkeit, um einen Standard-Zustand nach dem Neustart zu definieren. Denn ich möchte nicht, dass Plasma immer alles aufmacht, was ich beim letzten Herunterfahren vielleicht vergessen hab, wieder zu zu machen. Aber wie geschrieben, mit Wayland hatte das bei meinem letzten Test nicht gescheit funktioniert. Vielleicht funktioniert es mit Plasma 6.6 mittlerweile, aber ich habe das noch nicht ausprobiert. [1] Das meine ich gar nicht mal abwertend. Die Vielfalt an Einstellungen in KDE kann schon auch überfordernd wirken. Ich sehe es als Freiheit, anzupassen, was ich möchte, und so zu lassen, was ohne Anpassungen für mich funktioniert. Aber die Suchfunktion in den Systemeinstellungen gibt es nicht ohne Grund. Nett finde ich auch die Funktion, geänderte Einstellungen markieren zu lassen. Das weiß glaub auch kaum jemand, dass das möglich ist. Da sehe ich optisch gleich, wo ich was angepasst habe. Ciao, -- Martin