Debian-Server nach Einbruch wieder hergestellt
Gerfried Fuchs <[email protected]> Fri, 14 Jul 2006 04:07:45 -0500
| Newsgroups | gmane.linux.debian.user.news.german |
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| Message-ID | <[email protected]> |
------------------------------------------------------------------------ Das Debian-Projekt http://www.debian.org/ Debian-Server nach Einbruch wieder hergestellt [email protected] 13. Juli 2006 http://www.debian.org/News/2005/20060713 ------------------------------------------------------------------------ Debian-Server nach Einbruch wieder hergestellt Ein zentraler Debian-Server wurde nach einer Kompromittierung neu installiert und die Dienste wieder hergestellt. Am 12. Juli wurde der Rechner gluck.debian.org unter Verwendung einer lokalen Verwundbarkeit im Linux-Kernel kompromittiert. Der Einbrecher hatte durch ein kompromittiertes Entwickler-Konto Zugriff auf den Server erlangt. Die betroffenen und vor=FCbergehend nicht verf=FCgbaren Dienste sind: cvs= , ddtp, lintian, people, popcon, planet, ports, release. Details ------- Zumindest ein Entwickler-Konto wurde vor einiger Zeit kompromittiert und von einem Angreifer dazu verwendet, um Zugriff auf den Debian-Server zu erlangen. Eine k=FCrzlich entdeckte lokale Root-Verwundbarkeit im Linux-Kernel wurde dann ausgenutzt, um Root-Zugriff auf dem Rechner zu erlangen. Um 02:43 UTC am 12. Juli gingen verd=E4chtige E-Mails ein und haben die Debian-Admins alarmiert. Die folgenden Untersuchungen haben ergeben, dass ein Entwickler-Konto kompromittiert wurde und dass eine lokale Kernel-Verwundbarkeit ausgenutzt wurde, um Root-Berechtigungen zu erlangen. Um 04:30 UTC am 12. Juli wurde gluck vom Netz genommen und von vertrauensw=FCrdigen Medien gebootet. Andere Debian-Server wurden f=FCr weitere Untersuchungen, ob sie ebenfalls kompromittiert wurden, gesperrt. Sie werden auf einen reparierten kernel aktualisiert, bevor sie wieder entsperrt werden. Wegen des kurzen Fensters zwischen des Ausnutzens der Kernel-Schw=E4che und der Entdeckung durch die Debian-Admins hatte der Angreifer nicht die Zeit/Lust, viel Schaden anzurichten. Das einzig offensichtlich kompromittierte Programm war /bin/ping. Das kompromittierte Konto hatte keinen Zugriff auf die eingeschr=E4nkten Debian-Rechner. Daher gab es weder f=FCr das regul=E4re als auch f=FCr da= s Sicherheits-Archiv eine M=F6glichkeit, kompromittiert zu werden. Eine Untersuchung der Entwickler-Passw=F6rter enth=FCllte eine Anzahl von schwachen Passw=F6rtern, deren Konten daraufhin gesperrt wurden. Die Stati der Maschinen sind hier zu finden: <http://db.debian.org/machines.cgi> Kernel-Verwundbarkeit --------------------- Die Kernel-Verwundbarkeit, die f=FCr diesen Einbruch ausgenutzt wurde, wird als CVE-2006-2451 bezeichnet. Sie ist nur im Linux-Kernel 2.6.13 bis zu Versionen vor 2.6.17.4 und 2.6.16 vor 1.6.16.24 vorhanden. Der Fehler erlaubt es einem lokalen Benutzer, Root-Berechtigungen =FCber das PR_SET_DUMPABLE-Argument der prctl-Funktion und einer dadurch in einem Verzeichnis erstellten core-Dump-Datei, auf das der Benutzer keine Berechtigungen hat, zu erangen. Das aktuelle stabile Release, Debian GNU/Linux 3.1 alias =BBsarge=AB, enth=E4lt Linux 2.6.8 und ist daher von diesem Problem nicht betroffen. Die kompromittierten Rechner verwendeten Linux 2.6.16.18. Falls Sie Linux 2.6.13 bis zu einer Version vor 2.6.17.4 verwenden, oder Linux 2.6.16 bis zu einer Version vor 2.6.16.24 verwenden, aktualisieren Sie ihren Rechner bitte unverz=FCglich. =DCber Debian ----------- Debian GNU/Linux ist ein Freies Betriebssystem, das von mehr als tausend Freiwilligen aus der ganzen Welt erstellt wird, die =FCber das Internet zusammenarbeiten. Debians Hingabe f=FCr Freie Software, seine gemeinn=FCt= zige Natur und sein offenes Entwicklungsmodell macht es einzigartig unter den GNU/Linux-Distributionen. Die Kernst=E4rken des Debian-Projekts sind seine Basis aus Freiwilligen, seine Hingabe f=FCr Debians Gesellschaftsvertrag und sein Einsatz, das best m=F6gliche Betriebssystem zu bieten. --=20 To UNSUBSCRIBE, email to [email protected] with a subject of "unsubscribe". Trouble? Contact [email protected]= .org