Re: kmail - hab nur ich diese Probleme?
Alex Schuster <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.linux.gentoo.user.german |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
Frank Steinmetzger writes: > On Tue, May 08, 2012 at 06:28:02PM +0200, Alex Schuster wrote: > > Bernd Wurst schreibt: > > > > > Am 08.05.2012 17:14, schrieb Alex Schuster: > > > >> Schade, daß ich unter kde nun zu Thunderbird wechseln muß - Arno > > > > Ich nehme Claws, und kenne viele die das auch tun. > > > > > > Claws ist halt das andere Ende der Skala was "Look and Feel" > > > angeht. :) > > > > > > Drag & Drop und KDE-Integration bei Claws geht nicht wesentlich > > > besser als bei mutt... > > Ich habe im letzten Herbst den Wechsel zu Mutt gemacht und bin seit dem > da geblieben, u.a. weil ich im letzten Jahr auch der Vim-Userschaft > beitrat. (Als ich noch jung war und ein Windowsnutzer, habe ich > Thunderbird genutzt, ich war seit ner späten 0.x dabei. Jahrelange war > dort das Mostly-Crystal-Theme im Einsatz, um KDE-Atmosphäre zu > verbreiten). > > Bei mir war der Wechselgrund der, daß das Laden von Ordnern entweder > garnicht abschloss oder ewig und drei Tage dauerte. Und wenn ich doch > mal ne Liste von Mails angezeigt bekam und ich auf eine Mail klickte, > bekam ich deren Inhalt nicht zu Gesicht, nur „Nachricht wird geladen“. > Eine Weile lang habe ich mutt bereits mit offlineimap benutzt, weil > meine wichtigen Mails über ein Imap- Konto gehen, der Rest über > Pop-Konten. So haben sich über viele Wochen tausende ungelesene Mails > in den Mailinglisten angesammelt. > > Ich hoffte ja noch auf Besserung. Aber irgendwann hatte ich die Nase > voll. Und als dann noch Berichte über massiven Datenverlust in > gentoo.user auftauchten, war's das. > > Nachdem ich also diese 15000 Mails überflogen und auf 4000 eingedampft > hatte, habe ich meine KMail-Mails alle gelöscht, und auf einmal war KDE > 30 Sekunden eher fertig mit Laden nach dem Anmelden (ca. 50% der > Gesamtladezeit). > > Sehr schade, das alles, ich war ein begeisterter KDEPIM-Fan seit > KDE-3-Zeiten. Ich habe nur KMail benutzt, seit KDE 4 auch Akregator und KNode, den Rest selten mal. KNode vergisst oft, welche Postings schon gelesen sind, ab und zu gibt es auch ein Display-Problem, bei dem Icons riesig dargestellt werden. Ein kurzer Wechsel auf ein anderes Thema hilft da. Und Akregator zeigt meist kein Flash. Zudem fehlen die Vor-/Zurück-Knöpfe im Browser, zumindest wenn Webkit als Engine benutzt wird, aber bei KHTML wird mehr Kram nicht angezeigt. Gerade wollte ich das nochmal verifizieren, und Kontact startete nach dem Beenden nicht neu. Weil der Prozess noch lief. Klar, den kann man killen, und dann geht es wieder, aber das sind halt so die Sachen, die ständig passieren, und mich schon gar nicht mehr wundern. Kontact stürzt auch täglich ab, vermutlich meist wegen dem Akregator. > > Ach, ich frage mich seit Jahren, warum ich überhaupt KDE einsetze, > > aber ich komme doch nicht davon weg. > > Erstens weil es noch viele andere tolle KDE-Programme gibt, die andere > DEs nicht oder nur in Form inadäquater Alternativen bieten (KMyMoney, > Kile, k3b, KIO, Digikam, Frescobaldi, Okular, yakuake, für die > nicht-Vim/Emacsler die Editorkomponente). Klar, aber die kann man auch außerhalb der Plasma-Desktops einsetzen. KMymoney nutze ich auch, das hat jahrelang verhindert, dass ich mich einfach aus dem KDE ausloggen konnte, es crashte dabei. Nicht schlimm, aber normale User erwarten wohl einfach, dass ein Rechner sich runterfährt, wenn man ihm sagt, er soll sich runterfahren. Digikam ist auch toll. CDs brenne ich kaum noch, aber wenn dann geht k3b prima. Yakuake, stimmt, habe ich installiert, aber noch nie gestartet. Nett. > Zweitens weil es in der Linuxwelt einfach keine Alternative gibt. Mir > gefällt z.B. XFCE sehr gut, obwohl ich sonst eher GTK-Hasser bin; es > ist schön schnell und folgt traditionellen Paradigmen. Leider ist es > aber auch ungeschliffen und es mangelt stellenweise an Komfort. > Ich habe sogar mit Gnome 2 Frieden geschlossen, doch Gnome 3 ist so > dermaßen anders (und für einen eingefleischten KDEler schlicht zu > beschränkt), dass einfach die Vergleichsgrundlage fehlt. Mir würden vor allem viele nette Features von KWin und Plasma fehlen. Fensterregeln, d.h. einge Programme gehen immer dort auf, wo ich sie haben will. Oder mplayer startet ohne Rahmen, immer im Vordergrund und auf allen Desktops. Angeblich kann Gnome 3 das nicht. Ich gruppiere auch gerne Fenster, das will ich auch nicht mehr missen. Ach, und es ist schon alles sehr chic und hübsch. Es sollte nur so langsam mal stabil funktionieren. Ich habe täglich Abstürze, und kämpfe mit kleinen Problemchen, die alle nicht so schlimm sind, aber in der Masse doch sehr nerven. Offen gesagt wäre es mir peinlich, wenn mir Leute hier länger über die Schulter gucken würden, ständig läuft was nicht so wie es soll. Ich habe mir Dinge angewöhnt wie grundsätzlich vor dem Abschicken einer KMail-Mail oder eines Postings in Konqueror den Text ins Clipboard zu packen, weil die Applikation ja dabei abstürzen könnte. Vor dem Speichern der Session wird ein Backup gemacht. Der Speicherplatzanzeige in Dolphin vertraue ich nicht, die updatet sich oft nicht einmal wenn ich Dateien mit Dolphin selbst lösche. Wieso kann das nicht einfach funktionieren. Oder es werden manchmal noch Dateien eines Ordners angezeigt, den ich gerade mit Dolphin selbst ungemountet habe. Aber immerhin kann ich Dolphin nun mal benutzen, bis vor kurzem gab es da Probleme im Modus mit geteilten Fenstern und Dragdrop-Aktionen, über Jahre. Und so weiter und so weiter. Wonko