Re: Kernelquellen

Andreas Prieß <[email protected]> Wed, 12 Oct 2016 11:40:56 +0200
Newsgroups gmane.linux.gentoo.user.german
Organization metaphysis.de
Message-ID <[email protected]>
Hallo allerseits,

On 10.10.2016 23:26, Sebastian wrote:
>> wahrscheinlich ist das Useflag symlink für sys-kernel/gentoo-sources
>> gesetzt. Wenn dieses aktiviert ist wird der Symlink /usr/src/linux
>> jeweils immer auf den aktuellsten Kernel verlinken. Daher einfach
>> dieses Useflag deaktivieren sollte reichen.
>
> ich habe gesucht wo das gesetzt ist aber nicht gefunden.
> in make.conf und portage.use steht es nicht.

ein USE-Flag kann auch direkt im ebuild oder in einer eclass per default 
gesetzt sein. Im ebuild stünde dann sowas wie

IUSE="foo bar +symlink -baz"

Damit wäre dann symlink gesetzt solange es nicht irgendwo wieder 
deaktiviert wird.

Wo das für den Kernel gesetzt wird, ist mir aber auch gerade nicht klar, 
selbst ein

grep -R '+symlink' /usr/portage

findet da nichts für den Kernel.

>> ich will hier nicht jeden Kernel immer gleich neu Bauen wenn ein neuer
>> Kernel
>> erscheint. Leider habe ich mein System beim Aufsetzen nach anleitung so
>> eingerichtet das die neuesten Kernelquellen immer verlinkt werden. wo
>> kann ich
>> das abstellen.
>>
>> Da ich mit Virtualbox arbeite bekomme ich sonst bei aktualisierung
>> dessen eine
>> Fehlermeldung weil die Quellen nicht mehr vorhanden sind.
>>
>> Kann ich es Automatisieren das nur von Aktuellstem und vom Aktivem
>> Kernel die
>> Quellen vorgehalten werden?

Pakete, die man direkt, also nicht als Abhängigkeit installiert haben 
möchte, stehen in /var/lib/portage/world

Dort kann man bestimmte Pakete auch mit Versionsnummer eintragen, die 
bleiben dann installiert, auch wenn die aktuelle Version dann schon 
höher liegt. (Bei Paketen mit Slots kann dann die aktuelle Version 
gleichzeitig installiert sein.)

emerge --ask --noreplace =sys-kernel/gentoo-sources-4.4.6

trägt dann zum Beispiel was in world ein?

grep kernel /var/lib/portage/world

ergibt unter anderem "sys-kernel/gentoo-sources:4.4.6", damit bleibt 
dann die Version im Slot 4.4.6 erhalten. Ein Update könnte es da nur 
innerhalb des Slots geben, zum Beispiel auf 4.4.6-r1 oder sowas.

Mehr zu den ganzen Details in "man portage" und der Doku auf gentoo.org :-)

Grüße
Andreas