Re: chroot

Alexander Dalloz <[email protected]>
Newsgroups gmane.linux.redhat.general.german
Message-ID <[email protected]>
Am Di, den 02.03.2004 schrieb Bernd Tannenbaum um 15:08:
> Hallo auch,
> 
> Am Dienstag, 2. März 2004 13:59 schrieb Jörg Linnenkohl:
> > Hallo Liste,
> >
> > leider bin ich kein Sysadmin-Held, daher frage ich lieber nach,
> > ehe ich etwas kaputt mache.
> >
> > Ich habe einen User-Account, den ich auf ein spezielles Verzeichnis
> > einschränken möchte. Ein eingeloggter User soll sich nur hier
> > bewegen können.
> >
> > Ich dachte immer, sowas macht man mit chroot(), aber die manpage
> > sagt mir nicht viel. Wie kann ich also ein solches Verhalten
> > einrichten?
> 
> Falls sich der user auf der Maschiene selbst einloggt, hätte ich da ne 
> Anleitung. Aber sei gewarnt, das ist etwas komplizierter. 
> Falls sich der User nur remote einloggt, z.B. über ssh, so kann ssh 
> selbst das gewährleisten. 
> 
> Die Anleitung ist was älter, hat aber bei mir unter Suse damals zum 
> Erfolg geführt.
> 
> ############################################
> Anleitung:
> Prinzip der "chroot-Umgebung":
> Mit dem Befehl chroot unter linux kann einem eingeloggten User ein 
> falsches root-Verzeichnis vorgespielt werden. Man setzt bsp. das 
> Home-Verzeichnis eines users über chroot als root-Verzeichnis. In 
> diesem Fall endet der Verzeichnisbaum hier, das Home-Verzeichnis wird 
> als "/" angezeigt und man kann nicht mehr in eine höhere Ebene 
> wechseln. Nachteil daran ist, dass das Betriebssystem diese Illusion 
> ebenfalls für wahr nimmt und daher keine Befehle, 
> Konfigurationsdateien, Libraries etc. mehr findet, die sich alle im 
> wirklichen Hauptpfad befinden. Will man also einem User die 
> Möglichkeit geben, in seiner neuen Umgebung Befehle wie "ls" oder 
> "rm" auszuführen, müssen diese Befehle samt Bibliotheken in den neuen 
> Pfad kopiert bzw. dort neu kompiliert werden. Daher muß man innerhalb 
> der chroot-Umgebung noch mal einen kleinen Verzeichnisbaum 
> installieren, in dem alle gewünschten Funktionalitäten implementiert 
> sind. Hat man dies getan, muß der Login-Vorgang noch so verändert 
> werden, dass beim Einloggen die chroot-Umgebung aktiviert wird. So 
> kann man einen User in einen Käfig sperren, den er nicht verlassen 
> kann und stellt ihm nur genau die Befehle und Programme zur 
> Verfügung, die man noch einmal extra für ihn in seiner Umgebung 
> implementiert hat.

[ schnipp Anleitung ]

Ein User mit hinreichendem Know How kommt da raus. Hinweise, wie das
geht, findet man per google. Also als Warnung: das sudo/chroot
"Gefrickel" ist nicht wirklich sicher.

Für echte jails/chroots bräuchte man kernel basierte Erweiterungen und
policy Strukturen wie grsecurity oder SELinux.

> Viel Glück,
> Bernd

Alexander


-- 
Alexander Dalloz | Enger, Germany | GPG key 1024D/ED695653 1999-07-13
Fedora GNU/Linux Core 1 (Yarrow) on Athlon CPU kernel 2.4.22-1.2174.nptl
Sirendipity 16:34:28 up 11 days, 18:08, load average: 2.09, 1.44, 1.07 
                   [ Γνωθι σ'αυτον - gnothi seauton ]
lmpx.com only provides a reader for public news (NNTP) servers. It is not affiliated with the servers or forums shown here and is not responsible for the content of articles, which is written by their respective authors.