Re: SSH-Login schlägt fehl, Out-of-Filehandels, Out-of-Inodes ?
Lars Herrmann <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.linux.redhat.general.german |
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Am So, den 30.05.2004 schrieb Frank Schneider um 21:17: > Hallo, > > ich habe derzeit eine Testmaschine für ein bestimmtes Produkt > (E-Mail-Virenscanner) am Laufen, diese bekommt per Script so um die 80.000 > E-Mails pro Tag, die sie dann scannen muß. Jede zu scannende E-Mail wird auf > dem Filesystem (ein einziges) abgelegt und dann dort untersucht. Nach der > Untersuchung wird das E-Mail-File gelöscht. > > Das ganze läuft unter RedHat 8.0 (hat mit dem Test zu tun), und alle 5-6 Tage > (oder round about 500.000 E-Mails/Files) habe ich einen seltsamen Effekt: Das riecht nach Filehandles. Was steht denn in /proc/sys/fs/file-nr ? Siehe Doku in /usr/src/linux-2.4/Documentation/filesystems/proc.txt Gruss Lars > > Die Maschine läßt mich nicht mehr per SSH kontakten, es gibt einen Fehler beim > Key-Exchange, und auch an der Konsole ist kein Login möglich: Nach dem > Eintippen von "root" und dem (richtigen!) Passwort bekommt man keine Shell > gestartet, sondern das System wirft einen auf das Anmeldefenster (Text, > Runlevel 3) zurück. > > Das tollste ist jedoch, die Virenscanner-Applikation läuft noch und die > Maschine antwortet auch noch auf Ping, etc...total "tot" ist die Kiste also > nicht. > > Einmal trat der Effekt auf, während ich per SSH eingeloggt war, da kam dann > auf jeden beliebigen Befehl in der Shell nur die lapidare Antwort: > "bash: could not fork(), resource temporarily unavailable" > > Während der Effekt besteht, wirft auch das Webinterface der Applikation > ähnliche Fehlermeldungen von wegen "kann File nicht öffnen, Ressource nicht > verfügbar, etc." > > Gelöst werden kann das Problem nur durch einen harten Reboot, dann werden die > Platten gecheckt, und dann gehts weiter....für 5 Tage ;) > > Meine Frage wäre nun, da jede gescannte E-Mail zu einem File auf dieser > Maschine wird, kann es sein, das der Maschine nach einiger Zeit die > Filehandels ausgehen ? > Oder kann es ein out-of-inodes-Problem sein ? > /proc/sys/fs/file-max steht auf irgendwas über 200.000... > > Derzeit läuft auf der Kiste alles auf einem einzigen Filesystem, es wäre also > durchaus möglich, das die Virenscan-Applikation so exzessiv Filehandels oder > auch Inodes "verbraucht", das der Rest des Systems (da keine getrennte > Partition) beeinträchtigt wird und jeder Versuch, eine Applikation (bash, > z.B.) zu starten, abgebügelt wird...nach einem Reboot geht alles wieder, > daher muß es irgendwas sein, das sich durch einen solchen "behebt". > > Solong.. > mfg Frank. -- Lars Herrmann <[email protected]>