Off-Topic Netzwerk-Problem(chen), hat jemand eine Idee?
"Manfred Haertel, DB3HM" <[email protected]> Wed, 20 May 2026 18:52:44 +0200
| Newsgroups | gmane.linux.suse.general.german |
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| Message-ID | <[email protected]> |
Hier sind ja auch immer wieder Netzwerk-Spezis unterwegs. Ich kratze mich bei einem aktuellen Problem(chen) grade am Kopf, weil ich es nicht verstehe. Hat jemand eine Idee? Das Netzwerk-Setup ist einfach: Es gibt ein WLAN-Netz mit etwas mehr als einer Handvoll Knoten, welche sich in einen WLAN-Repeater einbuchen, der aber aus guten Gründen auf Layer 3 arbeitet. Hinter dem WLAN-Repeater ist dann noch ein WLAN-Router, der die eigentliche Verbindung ins Internet herstellt. Also: Clients --- WLAN-Repeater --- WLAN-Router --- Internet Ist nun der eigentliche WLAN-Router weg, sehen sich alle WLAN-Clients (fast alles Linux-Systeme), die am WLAN-Repeater hängen noch gegenseitig - sie haben nur kein Internet mehr. So weit, so gut. Es gibt aber eine kuriose Ausnahme! Ein einziger Knoten stellt kurz nach dem "Ausfall" des WLAN-Routers seine Arbeit "grundlos" komplett ein. Er antwortet nicht einmal mehr auf ARP-Anfragen und ist daher auch nicht mehr anpingbar! Ist nun der WLAN-Router wieder da, dauert es einige Sekunden, dann arbeitet der Knoten wieder normal weiter. Gute Frage also: Woher kann dieser Knoten überhaupt wissen, dass der WLAN-Router weg ist, wenn sogar noch ein Routing-Abstand über den WLAN-Repeater dazwischen ist? Da er überhaupt nicht mit dem Internet kommuniziert, kann er das nicht aktiv über einen misslungenen oder gelungenen Connect feststellen. Er muss es also aus dem empfangenen Netzwerk-Traffic ableiten. Und die Info kann eigentlich nur vom WLAN-Repeater kommen. Der fragliche Knoten ist leider ein Embedded System, auf dem man sich nicht einloggen kann und schon gar keinen Netzwerk-Trace machen kann. Es gibt auch kein zugängliches Log. Es handelt sich der MAC-Adresse nach um ein System mit einem Espressif-Chip (wie beim Arduino). Der WLAN-Repeater ist eine Fritzbox, da kann ich einen Trace machen. Und in dem fällt tatsächlich zu den Zeitpunkten, wo der WLAN-Router ausfällt bzw. wieder kommt, was ins Auge. Er schickt nämlich zu beiden Zeitpunkten ein ICMPv6 Router Advertisement Paket zur Client-Seite. Das tut er auch im laufenden Betrieb in regelmäßigen Abständen, aber zu dem Zeitpunkt, wo sich der Status auf der WAN-Seite des WLAN-Repeaters verändert, macht er es anscheinend ereignisgesteuert. Auf das Router Advertisement reagieren auch die meisten Clients mit einem ICMPv6 Multicast-Listener-Report, der fragliche allerdings nicht. Dennoch wird er das Advertisement bekommen haben. Ich kann aber in den beiden Router Advertisements zum Beginn und zum Ende des Problems keinen Unterschied erkennen, aus dem der Client herleiten könnte, dass das Internet weg ist oder eben nicht mehr. Weitere Broadcasts sehe ich zu den beiden Zeitpunkten nicht. Hat jemand irgendeine Idee, wie ich das Problem weiter eingrenzen kann oder vielleicht sogar gegensteuern kann? -- Manfred Härtel, DB3HM mailto:[email protected] http://rz-home.de/mhaertel