Re: Verständnisfrage, System neu aufsetzen
Martin Burnicki <[email protected]> Mon, 22 Jun 2026 22:28:22 +0200
| Newsgroups | gmane.linux.suse.general.german |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
Am 22.06.26 um 19:51 schrieb Manfred Keller: > > > Am 22.06.26 um 06:41 schrieb Manfred Keller: >> Hallo in die Runde, >> >> ich bin gerade dabei, mein bisheriges System neu aufzusetzen. Und wenn >> ich neu sage, dann meine ich auch neu. Alte Struktur komplett löschen >> und Festplatte neu formatieren. >> [ ... ] > > ich antworte auf meine Ausgangsmail. > > Vielen Dank euch allen für die Antworten. Ich habe jetzt so in etwa eine > Vorstellung, wie ich meine neue Aufteilung gestalten will. > > 1. Root mit BTRFS > 2. Home und Daten auf separaten ext4 Partitionen Ich würde das ruhig als ein BTRFS mit einem Subvolume für home und ein weiteres (zusätzlich angelegtes) für Daten machen. Dann hat man eine schöne logische Trennung, aber es kann nicht passieren, dass wie bei festen ext4-Partitionen die eine unerwartet schnell voll wird und die andere noch übermäßig Platz hat. Auch bei ext4 kann man > Natürlich weiß ich, dass BTRFS oder RAID kein Backup ersetzt. Das war > aber überhaupt nicht die Frage. Die Frage war, ob es Sinn macht, die > Daten ebenfalls auf ein Subvolume zu legen. Aber so wie ich das hier > lese, macht das keinen Sinn, daher nicht mehr in der Pipeline. > > Mir ist bekannt, dass Suse BTRFS schon lange als Standard Konfiguration > anbietet. Ich hatte bisher aber nicht das Bedürfnis, dieses zu testen, > da ich meine Konfiguration nicht zerstören wollte. Nun hat sich das aber > geändert, da Windows wegfallen soll. Und da Tumbleweed, im Gegensatz zu > Leap, zumindest durch die neueren Software Pakete theoretisch Probleme > durch fehlerhafte Updates bekommen könnte, soll nun der Schwenk zu BTRFS > mit Snapshots erfolgen. Daher finde ich die Frage nach der Stabilität > legitim. > > Folgende Fragen hätte ich aber noch: > > 1. Ist es möglich, BTRFS nachträglich zu ändern? Z. B. Größe oder > Aufteilung? Ja. Man kann aber auch einfach eine Partition für / mit BTRFS anlegen und die weitere Unterteilung mit Subvolumes. Bei mehreren ext4-Partitionen muss man vorher die Partitionsgrößen festlegen, und es passieren kann, dass die eine Partition unerwartet schnell voll wird und die andere noch übermäßig viel Platz hat. Dann kann man zwar unter Umständen auch mit geeigneten Tools die Partitionierung nachträglich anpassen, aber nur unter bestimmten Umständen, und die Fehlerwahrscheinlichkeit ist relativ hoch.aber Der Vorteil von Subvolumes dagegen ist, dass sie sich logisch auch wie getrennte Partitionen verhalten, die aber einfach individuell und unterschiedlich bei Bedarf wachsen können, solange noch Plattenplatz frei ist. Meiner Meinung nach ist dies ein Riesenvorteil gegenüber mehreren ext4-Partitionen. Ich habe bei der Installation einfach zunächst den Partitionierungs-Vorschlag des Installers mit BTRFS akzeptiert, und erst nachträglich das vorhin genannte zusätzliche Subvolume für Daten angelegt. Man kann dann einfach die Unterverzeichnisse, die man vom normalen home getrennt haben möchte, mit "mv" oder einem Dateimanager dorthin verschieben. > 2. Da das System vor jedem (?) Update den aktuellen Stand speichert, wie > viel Platz benötigt das? Bzw. was passiert, wenn die Platte voll läuft? Ich meine mich zu erinnern, dass es da tatsächlich vor langer Zeit ein Problem bei SuSE gab, dass immer mehr Snapshots angelegt wurden bis der Plattenplatz knapp wurde. Das ist aber gegessen, und heute wird die Zahl der Snapshots auf eine bestimmte Anzahl begrenzt, wobei die Ältesten dann gelöscht werden. Also kein Problem. > 3. Bremsen diese Sicherungen das System aus? Da ich den Rechner nicht > täglich benötige, wäre es zumindest lästig, wenn man vor jedem Update > warten müsste. Nein, durch die Art und Weise, wie das Filesystem und die Snapshots funktionieren, gibt es keine merkliche Verzögerung. > 4. Gibt es eine gute deutschsprachige Doku? Bei diesem Thema habe ich tatsächlich sehr gute Erfahrung mit KI gemacht. Wenn man exakte Fragen stellt, bekommt man auch exakte Antworten zu dem Thema. Gruß, Martin.
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