Re: Leap 16.0 - Neuinstallation - Die schlechteste SUSE aller Zeiten

Michael Behrens <[email protected]> Sun, 19 Jul 2026 09:02:32 +0200
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Message-ID <[email protected]>

Am 19.07.26 um 03:32 schrieb Bodo Wlaka:
> ...
> 
> Ich hab jedoch das Problem, dass das booten hängt.
> Ich boote ganz normal mit dem Standard-Entrag und komme in den rescue mode.
> Ich tippe das root-pw ein doch es geht nicht.
> 

Wie Bernd schon geschrieben hat: versuch mal, selinux abzuschalten. Erst mal beim Booten so, wie er es beschreibt.

Wenn das hilft und das System bootet, kannst du in

/etc/selinux/config

die Zeile

SELINUX=enforcing

in

SELINUX=permissive

ändern. Das schaltet dann selinux nicht komplett ab, sondern in den permissive mode, in dem man herausfinden kann, was da schief läuft.


Hintergrund:

Leap 16.0 habe ich vor ein paar Monaten nach mehreren Tests verworfen, obwohl das natürlich auch hier der Nachfolger von Leap 15.6 hätte sein 
sollen. (Mein erstes S.U.S.E Linux kam noch mit Buch und CDs, war das Version 6? Jedenfalls im vorigen Jahrhundert...) Fast habe ich den 
Eindruck, dass SUSE die Leap-Nutzer vergraulen möchte.

Nach über drei Jahren Test auf mehreren Hardware-Maschinen und auch VMs habe ich mich dann für Tumbleweed entschieden, obwohl das im Testzeitraum 
auch von apparmor auf selinux umgestellt wurde. Aber beim Testen keine diesbezüglichen Auffälligkeiten zeigte. Die zeigten sich, na klar, dann 
erst beim Umstellen meiner "Produktiv"-Maschine letzte Woche:

- Tumbleweed-Neuinstallation auf einer leeren nvme-SSD, alles prima.

- Einbinden des auf HDD vorliegenden Filesystems mit den Home Directories und den Daten, mit "restorecon..." vorbereitet.

- Geht erst mal erstaunlich gut, ein paar Problemchen mit alten Konfigurationen für neue Programmversionen, aber das hatte ich ja vorher geübt 
und so erwartet.

- Wo liegen denn nun die Text- und Graphikkonsolen? Huch, letztere neuerdings auf Ctrl-Alt-F2. Nach 33 Jahren Ctrl-Alt-F7, das geht schwer aus 
den Fingern.

Test mit lightdm statt sddm. Sieh da, wieder auf Ctrl-Alt-F7.

Irgendwann dann, ohne dass ich einen Anlass nennen könnte (vielleicht ein 'zypper dup'?), funktioniert der Login nicht mehr über lightdm, aber 
über sddm schon. Testweise wieder das Home Directory auf der SSD eingestellt: da funktioniert's auch mit lightdm.

Und dann fiel mir ein, dass ich mich in den letzten 20 Berufsjahren mehrfach mit solch absurden Fehlern hatte herumschlagen müssen, und zwar bei 
RHEL und CentOS, die schon immer selinux verwendeten. Und das war dann auch jedes mal schuld.

Da hab ich dann, wie oben beschrieben, selinux in den permissive mode geschaltet, seitdem geht auch der Login mit lightdm wieder...

Das war erst vorgestern, mal sehen, ob ich 'enforcing' jemals wieder einschalte. Oder eher versuche, wieder apparmor zu aktivieren.

-- 

Viele Grüße

Michael