Re: Programmiersprachen
Philipp Otte <[email protected]>
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Am Fr, 2004-12-31 um 01.14 schrieb Bodo Kaelberer:
> Abend!
>
>
> > Der Vorteil an C(++) ist, dass viele Sprachen sich daran anlehnen,
> > wie z.B. Java. Meiner Meinung nach ist es eine sehr gelungene
> > Sprache, die aber wie alle natürlich auch ihre Fehler hat. Außerdem
> > gibt es mit dem gcc einen sehr guten OpenSource-Compiler, was z.B.
> > bei Java noch nicht existiert! Außerdem wirst Du zu fast jeder
> > Bibliothek, wie z.B. GUIs, C(++)-Bindings finden und musst also das
> > Rad nicht dauernd neu erfinden!
>
> Einem offenkundigen Neuling C++ als Einstieg zu empfehlen, halte ich
> so sinnvoll wie Martin Schmidt in Form zu bringen, indem man ihn aus
> dem Hubschrauber abwirft.
> Bei Perl sieht's nicht viel anders aus.
Tja, dann überleg doch mal, warum ich Klammern um ++ gesetzt hab.
Also ich finde, dass C einen guten, wenngleich vielleicht auch etwas
anspruchsvolleren Einstieg ermöglichen würde.
C++ ist natürlich dann schon wieder etwas anderes. Würde ich am Anfang
erstmal lassen.
Aber ich verstehe nicht, warum hier von vielen Java empfohlen wird. Mein
Gründe:
- Es ist zwingend objektorientiert, was den Einstieg meiner Meinung nach
nicht erleichtert
- Es C++ doch sehr ähnlich
- Es ist finde ich zum Selbststudium nicht so geeignet. An den meisten
FHs und Unis wird es gelehrt, wir mussten es selbst lernen und ich sehe
die Probleme, die bei uns sehr viele damit hatten.
- Es ist eben keine saubere Sprache, denn es gibt dummer- und
inkonsequenterweise doch Zeiger. Ich glaube eine Sprache in der
Datentypen durch call-by-value, aber Objekte durch call-by-reference
behandelt werden, kann nicht sauber sein und ich würde allein schon
deshalb entweder eine Sprache empfehlen, die nur mit call-by-value
arbeitet oder die offen mit Zeigern umgeht. Außerdem bricht sie mit
ihren static-Methoden auch die OO. Diesen Konzeptfehler sieht man z.B.
an der Klasse Math.
Wenn es darum geht, dass eine möglichst einfache, zeigerfreie Sprache
genutzt werden soll, würde ich BASIC vorschlagen. Sicher nicht das
tollste, aber es zeigt einem schon mal, was prozedurale Programmierung
ist.
Wenn es was besseres als BASIC sein soll und auch Zeiger dabei sein
dürfen, wären meine Empfehlungen Pascal oder C.
Mit beiden hättest Du erst einmal eine prozedurale Sprache, in der Du
anfangs auch gut ohne Zeiger auskommst. Und Du hast bei beiden die
Möglichkeit, später objektorientiert zu programmieren.
Bei Pascal will ich noch sagen, dass das schließlich auch in Schulen
öfters gelehrt wird, weil es nun einmal schon eine gute Hochsprache ist,
aber einfach auch noch nicht so "kompliziert", wie C, ist.
Falls Du Dich aber doch für Java entscheiden solltest, dann les Dir
möglichst schon sehr früh Texte über Objektorientierung durch. Das wird
das Verständnis glaub ich verbessern.
philipp
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