[ffii] Studie: Microsoft als Jobmotor
Hartmut Pilch <[email protected]> Wed, 10 Dec 2003 15:27:19 +0100 (CET)
| Newsgroups | gmane.org.ffii.neues |
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FFII-Nachrichten -- zur sofortigen Freigabe -- Weiterverbreitung erwuenscht +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ Bei Heise war heute zu lesen: Studie: Microsoft als Jobmotor http://www.heise.de/newsticker/data/tol-10.12.03-002/ Das Muenster Institute of Computational Economics (MICE) an der Universität Münster hatte im Auftrag von Microsoft Deutschland errechnet, dass sich bei den untersuchten Partnerunternehmen 11,2 Milliarden Euro Umsatz auf die Verbindung mit Microsoft zurückführen lassen. Damit könnten jedem Euro Umsatz von Microsoft selbst rund 7,5 Euro Umsatz bei den Partnern zugerechnet werden. Generell liege der Umsatz der Microsoft-Partner über dem Durchschnitt auf dem IT-Markt. S. hierzu auch http://mice.uni-muenster.de/mers/mers4-OpenSource_de.pdf http://mice.uni-muenster.de/mers/mers3-EconomicImpact_de.pdf In diesen Traktaten findet man an einigen Stellen unvermittelte und unbelegte Behauptungen über den wichtigen Beitrag, den Patente für eine florierende Softwarebranche angeblich leisten. So z.B. S. 31 des erstgenannten Traktats. Auch darüber hinaus bemühen sich die Autoren, in ihrem Text allerlei Aussagen der MS-PR mit Wissenschaftlichkeit zu verzieren, ohne sie ernsthaft einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen. Der Anspruch, mit solchen Methoden zur "Versachlichung der Debatte" oder gegen deren "Emotionalität" etwas beitragen zu wollen, ist uns von GI-Presseerklärungen bekannt. Der Hauptautor Dr. Stefan Kooths war mehrmals Landtagskandidat der FDP in NRW, s. http://mice.uni-muenster.de/team/kooths/ltw2000/index.htm Unter http://swpat.ffii.org/log/neues/ finden sich auch weitere Beispiele einer verstärkten Kampagne für Softwarepatente, die sich, ähnlich wie die Kooths-Studie (und die PR von Microsoft/SCO) bemüht, sich auf "Opensource-Software" einzuschießen und die bekannten mit der Nicht-Exklusivität verbundenen Nachteile vorzuwerfen, um dann zu suggerieren, hier wolle jemand einen (natürlich nur durch Patente verkörperten) Kapitalismus abschaffen. -- Hartmut Pilch, FFII e.V. und Eurolinux-Allianz +49-89-18979927 290.000 Stimmen 2000 Firmen gegen Logikpatente http://noepatents.org/ Innovation statt Patentinflation http://swpat.ffii.org/ _______________________________________________ Nachrichtenverteiler neues (un)subscribe via http://petition.ffii.org/ [email protected] http://lists.ffii.org/mailman/listinfo/neues