Re: Sinnvoller Workflow Objekte Inventar Namen

Thomas Kaegi <[email protected]>
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Hallo Jochen

Frage 1:

Es wird empfohlen die Objekte in einem Dokument im Inventar strukturiert abzulegen und mit Namen zu versehen. Macht Ihr das immer oder nur manchmal?

Ich mache es meistens. Vor allem mache ich es, wenn ein Dokument viele Komponenten hat, die unterschiedliche Funktionen haben. In deinem Fall - wenn ich ihn denn richtig verstanden habe - hätte ich die Namengebung ziemlich am Anfang gemacht, für die Tagestext-Komponenten nach Erstellung des ersten Textes (also vor dem Kopieren auf der ersten Layoutseite), für die restlichen nach Abschluss der Gestaltung der ersten Seite. So wären automatisch beim Kopieren der Layoutseiten Kopien der entsprechenden Komponenten mit dem richtigen Namen entstanden.

Frage 2:

Im Layout kann ich zwar auf die jeweiligen Textcontainer klicken und sehe bei Objekt > Namen > Phönix.

Unten bei Inhalt steht z.B. Text 1 Kopie 36. OK, das ist der Name des Objekts im Inventar. Der Name bei Objekt hat nichts mit dem Namen im Inventar zu tun? Wozu das dann?

Vorab: Phönix ist der Name, den RagTime dem Textcontainer auf der Seite eines neuen Dokumentes automatisch gibt. Achtung: Dieser Container ist mit einer Pipeline zum automatischen Erzeugen von neuen Seiten ausgestattet. Das ist für deine Anwendung im Kalender eher störend. Du hättest deshalb die Pipeline zuerst kappen sollen.

Zu den verschiedenen Arten von Namen: Es ist tatsächlich etwas verwirrend, dass RagTime 3 (nicht nur 2!) verschiedene Arten von Namen kennt.

1. Der Name der Komponente (im Inventar) wird in Formeln benutzt, insbesondere natürlich der Name von Rechenblättern, um von anderen Komponenten aus auf Zellen in diesem Rechenblatt Bezug nehmen zu können. Diese Namen stehen dann in den Formeln als Teil der Referenz, gefolgt von einem Ausrufezeichen. Ausserdem können diese Namen auch noch in AppleScripts benützt werden, nicht nur für Referenzen, sondern z.B. auch um eine bestimmte Komponente als Fenster zu öffnen. Jede Komponente hat zwingend einen Namen.

2. Der Name des Layoutobjekts wird in der Objektkoordinatenpalette und ebenso in der Information über den Container angezeigt. Layoutobjekte müssen nicht zwingend einen Namen haben. Aber es wäre in deinem Fall ebenfalls vorteilhaft gewesen, wenn du diese Namen gleich am Anfang (vor dem Anlegen von Kopien) vergeben hättest. So hätten die gleichen Objekte auf allen Seiten gleich geheissen und du hättest eine Änderung auf einer Seite (z.B. eine Verschiebung) mit dem Befehl "Objekte abgleichen…" (im Menü Zeichnung) auf den anderen Seiten nachvollziehen können. Für diesen Befehl ist diese Art Namen Voraussetzung. - Ich vermute allerdings, du hättest sowieso für dein Projekt besser ein Stammlayout machen sollen - was den erwähnten Befehl nicht nur überflüssig macht, sondern auch ausschliesst. Siehe Kommentar ganz am Schluss.

3. Die dritte Art Namen ist völlig fakultativ. Du kannst einer Textstelle, einer Rechenblattzelle oder einem Rechenblattbereich einen Namen geben (Menü Fenster/Hilfsmittel/Namen), der dann in Formeln als Referenz benutzt werden kann.

Frage 3:

Wie erstellt ihr denn ein Dokument? Man muss dann jedes mal bei einem neuen Objekt direkt den Namen im Inventar vergeben, denn sonst hat man später ein Haufen Komponenten im Inventar und die Zuordnung wird mühselig. Oder macht Ihr das gar nicht? Oder kann ich da was einfacher zuordnen. Ich habe ja 365 Textkomponenten im Inventar.

Zum Teil habe ich deine Frage oben schon beantwortet: Wenn Namen vergeben (1. und 2. Art), dann vor dem Vervielfachen. - Nein, es gibt keine Art, die vielen Komponenten im Inventar nachträglich einfach umzubenennen.

Deine Schlussfrage:

Die Kalendererstellung ist nur eine Übung. Wie hätte man es sinnvoller gemacht? Jede Seite mit Januar, Februar … benannt? (Das habe ich gemacht) Auf jeder Seite einen Bildcontainer angelegt? (das habe ich gemacht) Die Monate als Rechenblatt angelegt? Pro Seite eines oder für den ganzen Kalender eines?

Wie bereits angetönt: Ich hätte eine Stammseite gemacht, in welcher für alle Objekte nur je ein leerer Rahmen platziert werden müsste. Mit der Stammseite kann jede Lyoutänderung auf der Stammseite gemacht werden und wird auf den abhängigen Layoutseiten sofort nachvollzogen. Den Monatsnamen hätte ich wohl als grafischen Text (Werkzeug "A") mit einer Formel im Stammlayout erzeugt:

SetzeDatum(2014;Seite;1)

und dem so berechneten Datum ein Werteformat "Monat" zugeordnet, das mit "MMMM" definiert ist. Dein Konzept mit den Tages-Textcontainern habe ich nicht verstanden und kann deshalb auch nicht sagen, wie ich das in deinem Fall angepackt hätte. Tendenziell wohl eher als ein Rechenblatt pro Monat mit je einer Zelle pro Tag, alle auf der gleichen Rechenblattzeile - oder nur ein einziges Rechenblatt, über alle Layoutseiten mit einer Pipeline verbunden, pro Monat je eine Rechenblattzeile.

Gruss, Thomas

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