svn commit: r48931 - in head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook: basics security

Bjoern Heidotting <[email protected]>
Newsgroups gmane.os.freebsd.devel.cvs.doc
Message-ID <[email protected]>
Author: bhd
Date: Wed Jun 15 18:15:07 2016
New Revision: 48931
URL: https://svnweb.freebsd.org/changeset/doc/48931

Log:
  Update to r44718:
  
  Move 4.3.3 Limiting Users to a subsection of 14.13 Resource Limits.

Modified:
  head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml
  head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml

Modified: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml
==============================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml	Wed Jun 15 15:19:32 2016	(r48930)
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/basics/chapter.xml	Wed Jun 15 18:15:07 2016	(r48931)
@@ -5,7 +5,7 @@
 
      $FreeBSD$
      $FreeBSDde$
-     basiert auf: r44695
+     basiert auf: r44718
 -->
 <chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0" xml:id="basics">
   <title>Grundlagen des UNIX Betriebssystems</title>
@@ -1017,329 +1017,6 @@ passwd: done</screen>
       </sect3>
     </sect2>
 
-    <sect2 xml:id="users-limiting">
-      <title>Benutzer einschränken</title>
-
-      <indexterm><primary>Benutzer einschränken</primary></indexterm>
-      <indexterm>
-	<primary>Accounts</primary>
-	<secondary>einschränken</secondary>
-      </indexterm>
-
-      <para>&os; bietet dem Systemadministrator mehrere
-	Möglichkeiten die System-Ressourcen, die ein einzelner
-	Benutzer verwenden kann, einzuschränken.  Diese Limitierungen
-	sind in zwei Kategorien eingeteilt: Festplattenkontingente und
-	andere Ressourcenbeschränkungen.</para>
-
-      <indexterm><primary>Quotas</primary></indexterm>
-      <indexterm>
-	<primary>Benutzer einschränken</primary>
-	<secondary>Quotas</secondary>
-      </indexterm>
-      <indexterm><primary>Festplatten Quotas</primary></indexterm>
-
-      <para>Festplatten-Kontingente schränken den Plattenplatz, der
-	einem Benutzer zur Verfügung steht, ein.  Sie bieten zudem,
-	ohne aufwändige Berechnung, einen schnellen Überblick
-	über den verbrauchten Plattenplatz.  Kontingente werden im
-	<xref linkend="quotas"/> diskutiert.</para>
-
-      <para>Die anderen Ressourcenbeschränkungen umfassen die
-	Begrenzung von CPU, Speicher und weitere Ressourcen, die ein
-	Benutzer verbrauchen kann.</para>
-
-      <indexterm>
-	<primary><filename>/etc/login.conf</filename></primary>
-      </indexterm>
-
-      <para>Login-Klassen werden in
-	<filename>/etc/login.conf</filename> und sind in
-	&man.login.conf.5; im Detail beschrieben.n.  Jeder Benutzer
-	wird einer Login-Klasse zugewiesen (standardmäßig
-	<literal>default</literal>) und jede Login-Klasse ist mit
-	einem Satz von Login-Fähigkeiten verbunden.  Eine
-	Login-Fähigkeit ist ein
-	<literal><replaceable>Name</replaceable>=<replaceable>Wert</replaceable></literal>
-	Paar, in dem <replaceable>Name</replaceable> die Fähigkeit
-	bezeichnet und <replaceable>Wert</replaceable> ein beliebiger
-	Text ist, der in Abhänigkeit von
-	<replaceable>Name</replaceable> entsprechend verarbeitet wird.
-	Login-Klassen und -Fähigkeiten zu definieren ist ziemlich
-	einfach und wird auch in &man.login.conf.5;
-	beschrieben.</para>
-
-      <note>
-	<para>&os; liest die Konfiguration aus
-	  <filename>/etc/login.conf</filename> normalerweise nicht
-	  direkt, sondern nur über die Datenbank
-	  <filename>/etc/login.conf.db</filename>, da diese eine
-	  schnellere Abfrage erlaubt.  Wenn
-	  <filename>/etc/login.conf</filename> verändert wurde, muss
-	  die <filename>/etc/login.conf.db</filename> mit dem
-	  folgenden Kommando aktualisiert werden:</para>
-
-	<screen>&prompt.root; <userinput>cap_mkdb /etc/login.conf</userinput></screen>
-      </note>
-
-      <para>Ressourcenbeschränkungen unterscheiden sich von normalen
-	Login-Fähigkeiten zweifach.  Erstens gibt es für jede
-	Beschränkung ein aktuelles und ein maximales Limit.  Das
-	aktuelle Limit kann vom Benutzer oder einer Anwendung beliebig
-	bis zum maximalen Limit verändert werden.  Letzteres kann
-	der Benutzer nur heruntersetzen.  Zweitens gelten die meisten
-	Ressourcenbeschränkungen für jeden vom Benutzer gestarteten
-	Prozess, nicht für den Benutzer selbst.  Beachten Sie jedoch,
-	dass diese Unterschiede durch das spezifische Einlesen der
-	Limits und nicht durch das System der Login-Fähigkeiten
-	entstehen (das heißt, Ressourcenbeschränkungen sind
-	<emphasis>keine</emphasis> Login-Fähigkeiten).</para>
-
-      <para>Hier befinden sich die am häufigsten benutzten
-	Ressourcenbeschränkungen.  Der Rest kann zusammen mit den
-	anderen Login-Fähigkeiten in &man.login.conf.5; gefunden
-	werden:</para>
-
-      <variablelist>
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>coredumpsize</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>coredumpsize</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>coredumpsize</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Das Limit der Größe einer core-Datei, die von einem
-	      Programm generiert wird, unterliegt aus offensichtlichen
-	      Gründen anderen Limits der Festplattenbenutzung, zum
-	      Beispiel <literal>filesize</literal> oder
-	      Festplattenkontingenten.  Es wird aber trotzdem oft als
-	      weniger harte Methode zur Kontrolle des
-	      Festplattenplatz-Verbrauchs verwendet: Da Benutzer die
-	      core-Dateien nicht selbst erstellen und sie oft nicht
-	      löschen, kann sie diese Option davor retten, dass kein
-	      Festplattenspeicher mehr zur Verfügung steht, sollte ein
-	      großes Programm abstürzen.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>cputime</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>cputime</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>cputime</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Die maximale Rechenzeit, die ein Prozess eines
-	      Benutzers verbrauchen darf.  Überschreitet der Prozess
-	      diesen Wert, wird er vom Kernel beendet.</para>
-
-	    <note>
-	      <para>Die Rechen<emphasis>zeit</emphasis> wird
-		limitiert, nicht die prozentuale Prozessorenbenutzung,
-		wie es in einigen Feldern in &man.top.1; und
-		&man.ps.1; dargestellt wird.</para>
-	    </note>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>filesize</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>filesize</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>filesize</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Hiermit lässt sich die maximale Größe einer Datei
-	      bestimmen, die der Benutzer besitzen darf.  Im Gegensatz
-	      zu <link linkend="quotas">Festplattenkontingenten</link>
-	      ist diese Beschränkung nur für jede einzelne Datei
-	      gültig und nicht für den Platz, den alle Dateien eines
-	      Benutzers verwenden.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>maxproc</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>maxproc</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>maxproc</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Das ist die maximale Anzahl von Prozessen, die ein
-	      Benutzer starten darf, und beinhaltet sowohl
-	      Vordergrund- als auch Hintergrundprozesse.  Natürlich
-	      darf dieser Wert nicht höher sein als das System-Limit,
-	      das in <varname>kern.maxproc</varname> angegeben ist.
-	      Vergessen Sie auch nicht, dass ein zu kleiner Wert den
-	      Benutzer in seiner Produktivität einschränken könnte; es
-	      ist oft nützlich, mehrfach eingeloggt zu sein, oder
-	      <foreignphrase>Pipelines</foreignphrase>
-		<footnote>
-		  <para><foreignphrase>Pipeline</foreignphrase> =
-		    <emphasis>Leitung</emphasis>.
-		    Mit <foreignphrase>Pipes</foreignphrase> sind
-		    Verbindungen zwischen zwei Sockets in meistens
-		    zwei verschiedenen Prozessen gemeint.</para>
-		</footnote>
-	      zu verwenden.  Ein paar Aufgaben, wie die Kompilierung
-	      eines großen Programms, starten mehrere Prozesse.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>memorylocked</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>memorylocked</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>memorylocked</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Dieses Limit gibt an, wie viel virtueller Speicher
-	      von einem Prozess maximal im Arbeitsspeicher festgesetzt
-	      werden kann (siehe auch &man.mlock.2;).  Ein paar
-	      systemkritische Programme, wie &man.amd.8;, verhindern
-	      damit einen Systemzusammenbruch, der auftreten könnte,
-	      wenn sie aus dem Speicher genommen werden.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>memoryuse</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>memoryuse</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>memoryuse</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Bezeichnet den maximalen Speicher, den ein Prozess
-	      benutzen darf und beinhaltet sowohl Arbeitsspeicher-,
-	      als auch Swap- Benutzung.  Es ist kein allübergreifendes
-	      Limit für den Speicherverbrauch, aber ein guter
-	      Anfang.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>openfiles</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>openfiles</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>openfiles</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Mit diesem Limit lässt sich die maximale Anzahl
-	      der von einem Prozess des Benutzers geöffneten Dateien
-	      festlegen.  In &os; werden Dateien auch verwendet, um
-	      Sockets und <foreignphrase>IPC</foreignphrase>-Kanäle
-	      <footnote>
-		<para><foreignphrase>IPC</foreignphrase> steht für
-		  <foreignphrase>Interprocess
-		    Communication</foreignphrase>.</para>
-	      </footnote>
-	      darzustellen.  Setzen Sie es deshalb nicht zu niedrig.
-	      Das System-Limit ist im <varname>kern.maxfiles</varname>
-	      &man.sysctl.8; definiert.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>sbsize</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <indexterm><primary>sbsize</primary></indexterm>
-	    <indexterm>
-	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
-	      <secondary>sbsize</secondary>
-	    </indexterm>
-
-	    <para>Dieses Limit beschränkt den Netzwerk-Speicher und
-	      damit die mbufs, die ein Benutzer verbrauchen darf.  Es
-	      stammt aus einer Antwort auf einen DoS-Angriff, bei dem
-	      viele Netzwerk-Sockets geöffnet wurden, kann aber
-	      generell dazu benutzt werden Netzwerk-Verbindungen zu
-	      beschränken.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-
-	<varlistentry>
-	  <term><literal>stacksize</literal></term>
-
-	  <listitem>
-	    <para>Das ist die maximale Größe, auf die der Stack eines
-	      Prozesses heranwachsen darf.  Das allein ist natürlich
-	      nicht genug, um den Speicher zu beschränken, den ein
-	      Programm verwenden darf.  Es sollte deshalb in
-	      Verbindung mit anderen Limits gesetzt werden.</para>
-	  </listitem>
-	</varlistentry>
-      </variablelist>
-
-      <para>Beim Setzen von Ressourcenbeschränkungen sind noch andere
-	Dinge zu beachten.  Nachfolgend ein paar generelle Tipps,
-	Empfehlungen und verschiedene Kommentare.</para>
-
-      <itemizedlist>
-	<listitem>
-	  <para>Von <filename>/etc/rc</filename> beim Hochfahren des
-	    Systems gestartete Prozesse werden der
-	    <literal>daemon</literal> Login-Klasse zugewiesen.</para>
-	</listitem>
-
-	<listitem>
-	  <para>Obwohl das mitgelieferte
-	    <filename>/etc/login.conf</filename> eine Quelle von
-	    vernünftigen Limits darstellt, können nur Sie, der
-	    Administrator, wissen, was für Ihr System angebracht ist.
-	    Ein Limit zu hoch anzusetzen könnte Ihr System für
-	    Missbrauch öffnen, und ein zu niedriges Limit der
-	    Produktivität einen Riegel vorschieben.</para>
-	</listitem>
-
-	<listitem>
-	  <para>Benutzer des <application>&xorg;</application> sollten
-	    wahrscheinlich mehr Ressourcen zugeteilt bekommen als
-	    andere Benutzer.  <application>&xorg;</application>
-	    beansprucht selbst schon eine Menge Ressourcen, verleitet
-	    die Benutzer aber auch, mehrere Programme gleichzeitig
-	    laufen zu lassen.</para>
-	</listitem>
-
-	<listitem>
-	  <para>Bedenken Sie, dass viele Limits für einzelne Prozesse
-	    gelten und nicht für den Benutzer selbst.  Setzt man zum
-	    Beispiel <varname>openfiles</varname> auf 50, kann jeder
-	    Prozess des Benutzers bis zu 50 Dateien öffnen.  Dadurch
-	    ist die maximale Anzahl von Dateien, die von einem
-	    Benutzer geöffnet werden können,
-	    <literal>openfiles</literal> mal
-	    <literal>maxproc</literal>.  Das gilt auch für den
-	    Speicherverbrauch.</para>
-	</listitem>
-      </itemizedlist>
-
-      <para>Weitere Informationen über Ressourcenbeschränkungen,
-	Login-Klassen und -Fähigkeiten finden Sie in &man.cap.mkdb.1;,
-	&man.getrlimit.2; und &man.login.conf.5;.</para>
-    </sect2>
-
     <sect2 xml:id="users-groups">
       <title>Gruppen</title>
 

Modified: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml
==============================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml	Wed Jun 15 15:19:32 2016	(r48930)
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml	Wed Jun 15 18:15:07 2016	(r48931)
@@ -5,7 +5,7 @@
 
      $FreeBSD$
      $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/security/chapter.xml,v 1.178 2012/04/30 17:07:41 bcr Exp $
-     basiert auf: r44630
+     basiert auf: r44718
 -->
 <chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0" xml:id="security">
   <info><title>Sicherheit</title>
@@ -103,8 +103,9 @@
       </listitem>
 
       <listitem>
-	<para>Wissen, wie Sie die Ressourcen-Datenbank benutzt, um die
-	  Ressourcen für Benutzer zu steuern.</para>
+	<para>Wissen, wie Sie Login-Klassen oder die
+	  Ressourcen-Datenbank benutzen, um die Ressourcen für
+	  Benutzer zu steuern.</para>
       </listitem>
     </itemizedlist>
 
@@ -3791,6 +3792,332 @@ UWWemqWuz3lAZuORQ9KX
       Ressourcen über die Kommandozeile oder über eine
       Konfigurationsdatei zu steuern.</para>
 
+    <para>In diesem Abschnitt werden beide Methoden
+      vorgestellt.</para>
+
+    <sect2 xml:id="users-limiting">
+      <title>Login-Klassen</title>
+
+      <indexterm><primary>Benutzer einschränken</primary></indexterm>
+      <indexterm>
+	<primary>Accounts</primary>
+	<secondary>einschränken</secondary>
+      </indexterm>
+
+      <para>&os; bietet dem Systemadministrator mehrere
+	Möglichkeiten die System-Ressourcen, die ein einzelner
+	Benutzer verwenden kann, einzuschränken.  Diese Limitierungen
+	sind in zwei Kategorien eingeteilt: Festplattenkontingente und
+	andere Ressourcenbeschränkungen.</para>
+
+      <indexterm><primary>Quotas</primary></indexterm>
+      <indexterm>
+	<primary>Benutzer einschränken</primary>
+	<secondary>Quotas</secondary>
+      </indexterm>
+      <indexterm><primary>Festplatten Quotas</primary></indexterm>
+
+      <para>Festplatten-Kontingente schränken den Plattenplatz, der
+	einem Benutzer zur Verfügung steht, ein.  Sie bieten zudem,
+	ohne aufwändige Berechnung, einen schnellen Überblick
+	über den verbrauchten Plattenplatz.  Kontingente werden im
+	<xref linkend="quotas"/> diskutiert.</para>
+
+      <para>Die anderen Ressourcenbeschränkungen umfassen die
+	Begrenzung von CPU, Speicher und weitere Ressourcen, die ein
+	Benutzer verbrauchen kann.</para>
+
+      <indexterm>
+	<primary><filename>/etc/login.conf</filename></primary>
+      </indexterm>
+
+      <para>Login-Klassen werden in
+	<filename>/etc/login.conf</filename> und sind in
+	&man.login.conf.5; im Detail beschrieben.n.  Jeder Benutzer
+	wird einer Login-Klasse zugewiesen (standardmäßig
+	<literal>default</literal>) und jede Login-Klasse ist mit
+	einem Satz von Login-Fähigkeiten verbunden.  Eine
+	Login-Fähigkeit ist ein
+	<literal><replaceable>Name</replaceable>=<replaceable>Wert</replaceable></literal>
+	Paar, in dem <replaceable>Name</replaceable> die Fähigkeit
+	bezeichnet und <replaceable>Wert</replaceable> ein beliebiger
+	Text ist, der in Abhänigkeit von
+	<replaceable>Name</replaceable> entsprechend verarbeitet wird.
+	Login-Klassen und -Fähigkeiten zu definieren ist ziemlich
+	einfach und wird auch in &man.login.conf.5;
+	beschrieben.</para>
+
+      <note>
+	<para>&os; liest die Konfiguration aus
+	  <filename>/etc/login.conf</filename> normalerweise nicht
+	  direkt, sondern nur über die Datenbank
+	  <filename>/etc/login.conf.db</filename>, da diese eine
+	  schnellere Abfrage erlaubt.  Wenn
+	  <filename>/etc/login.conf</filename> verändert wurde, muss
+	  die <filename>/etc/login.conf.db</filename> mit dem
+	  folgenden Kommando aktualisiert werden:</para>
+
+	<screen>&prompt.root; <userinput>cap_mkdb /etc/login.conf</userinput></screen>
+      </note>
+
+      <para>Ressourcenbeschränkungen unterscheiden sich von normalen
+	Login-Fähigkeiten zweifach.  Erstens gibt es für jede
+	Beschränkung ein aktuelles und ein maximales Limit.  Das
+	aktuelle Limit kann vom Benutzer oder einer Anwendung beliebig
+	bis zum maximalen Limit verändert werden.  Letzteres kann
+	der Benutzer nur heruntersetzen.  Zweitens gelten die meisten
+	Ressourcenbeschränkungen für jeden vom Benutzer gestarteten
+	Prozess, nicht für den Benutzer selbst.  Beachten Sie jedoch,
+	dass diese Unterschiede durch das spezifische Einlesen der
+	Limits und nicht durch das System der Login-Fähigkeiten
+	entstehen (das heißt, Ressourcenbeschränkungen sind
+	<emphasis>keine</emphasis> Login-Fähigkeiten).</para>
+
+      <para>Hier befinden sich die am häufigsten benutzten
+	Ressourcenbeschränkungen.  Der Rest kann zusammen mit den
+	anderen Login-Fähigkeiten in &man.login.conf.5; gefunden
+	werden:</para>
+
+      <variablelist>
+	<varlistentry>
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+	    </indexterm>
+
+	    <para>Das Limit der Größe einer core-Datei, die von einem
+	      Programm generiert wird, unterliegt aus offensichtlichen
+	      Gründen anderen Limits der Festplattenbenutzung, zum
+	      Beispiel <literal>filesize</literal> oder
+	      Festplattenkontingenten.  Es wird aber trotzdem oft als
+	      weniger harte Methode zur Kontrolle des
+	      Festplattenplatz-Verbrauchs verwendet: Da Benutzer die
+	      core-Dateien nicht selbst erstellen und sie oft nicht
+	      löschen, kann sie diese Option davor retten, dass kein
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+
+	    <para>Die maximale Rechenzeit, die ein Prozess eines
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+	      diesen Wert, wird er vom Kernel beendet.</para>
+
+	    <note>
+	      <para>Die Rechen<emphasis>zeit</emphasis> wird
+		limitiert, nicht die prozentuale Prozessorenbenutzung,
+		wie es in einigen Feldern in &man.top.1; und
+		&man.ps.1; dargestellt wird.</para>
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+	  </listitem>
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+
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+	    <para>Hiermit lässt sich die maximale Größe einer Datei
+	      bestimmen, die der Benutzer besitzen darf.  Im Gegensatz
+	      zu <link linkend="quotas">Festplattenkontingenten</link>
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+	    <para>Das ist die maximale Anzahl von Prozessen, die ein
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+	      Vordergrund- als auch Hintergrundprozesse.  Natürlich
+	      darf dieser Wert nicht höher sein als das System-Limit,
+	      das in <varname>kern.maxproc</varname> angegeben ist.
+	      Vergessen Sie auch nicht, dass ein zu kleiner Wert den
+	      Benutzer in seiner Produktivität einschränken könnte; es
+	      ist oft nützlich, mehrfach eingeloggt zu sein, oder
+	      <foreignphrase>Pipelines</foreignphrase>
+		<footnote>
+		  <para><foreignphrase>Pipeline</foreignphrase> =
+		    <emphasis>Leitung</emphasis>.
+		    Mit <foreignphrase>Pipes</foreignphrase> sind
+		    Verbindungen zwischen zwei Sockets in meistens
+		    zwei verschiedenen Prozessen gemeint.</para>
+		</footnote>
+	      zu verwenden.  Ein paar Aufgaben, wie die Kompilierung
+	      eines großen Programms, starten mehrere Prozesse.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+
+	<varlistentry>
+	  <term><literal>memorylocked</literal></term>
+
+	  <listitem>
+	    <indexterm><primary>memorylocked</primary></indexterm>
+	    <indexterm>
+	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
+	      <secondary>memorylocked</secondary>
+	    </indexterm>
+
+	    <para>Dieses Limit gibt an, wie viel virtueller Speicher
+	      von einem Prozess maximal im Arbeitsspeicher festgesetzt
+	      werden kann (siehe auch &man.mlock.2;).  Ein paar
+	      systemkritische Programme, wie &man.amd.8;, verhindern
+	      damit einen Systemzusammenbruch, der auftreten könnte,
+	      wenn sie aus dem Speicher genommen werden.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+
+	<varlistentry>
+	  <term><literal>memoryuse</literal></term>
+
+	  <listitem>
+	    <indexterm><primary>memoryuse</primary></indexterm>
+	    <indexterm>
+	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
+	      <secondary>memoryuse</secondary>
+	    </indexterm>
+
+	    <para>Bezeichnet den maximalen Speicher, den ein Prozess
+	      benutzen darf und beinhaltet sowohl Arbeitsspeicher-,
+	      als auch Swap- Benutzung.  Es ist kein allübergreifendes
+	      Limit für den Speicherverbrauch, aber ein guter
+	      Anfang.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+
+	<varlistentry>
+	  <term><literal>openfiles</literal></term>
+
+	  <listitem>
+	    <indexterm><primary>openfiles</primary></indexterm>
+	    <indexterm>
+	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
+	      <secondary>openfiles</secondary>
+	    </indexterm>
+
+	    <para>Mit diesem Limit lässt sich die maximale Anzahl
+	      der von einem Prozess des Benutzers geöffneten Dateien
+	      festlegen.  In &os; werden Dateien auch verwendet, um
+	      Sockets und <foreignphrase>IPC</foreignphrase>-Kanäle
+	      <footnote>
+		<para><foreignphrase>IPC</foreignphrase> steht für
+		  <foreignphrase>Interprocess
+		    Communication</foreignphrase>.</para>
+	      </footnote>
+	      darzustellen.  Setzen Sie es deshalb nicht zu niedrig.
+	      Das System-Limit ist im <varname>kern.maxfiles</varname>
+	      &man.sysctl.8; definiert.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+
+	<varlistentry>
+	  <term><literal>sbsize</literal></term>
+
+	  <listitem>
+	    <indexterm><primary>sbsize</primary></indexterm>
+	    <indexterm>
+	      <primary>Benutzer einschränken</primary>
+	      <secondary>sbsize</secondary>
+	    </indexterm>
+
+	    <para>Dieses Limit beschränkt den Netzwerk-Speicher und
+	      damit die mbufs, die ein Benutzer verbrauchen darf.  Es
+	      stammt aus einer Antwort auf einen DoS-Angriff, bei dem
+	      viele Netzwerk-Sockets geöffnet wurden, kann aber
+	      generell dazu benutzt werden Netzwerk-Verbindungen zu
+	      beschränken.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+
+	<varlistentry>
+	  <term><literal>stacksize</literal></term>
+
+	  <listitem>
+	    <para>Das ist die maximale Größe, auf die der Stack eines
+	      Prozesses heranwachsen darf.  Das allein ist natürlich
+	      nicht genug, um den Speicher zu beschränken, den ein
+	      Programm verwenden darf.  Es sollte deshalb in
+	      Verbindung mit anderen Limits gesetzt werden.</para>
+	  </listitem>
+	</varlistentry>
+      </variablelist>
+
+      <para>Beim Setzen von Ressourcenbeschränkungen sind noch andere
+	Dinge zu beachten.  Nachfolgend ein paar generelle Tipps,
+	Empfehlungen und verschiedene Kommentare.</para>
+
+      <itemizedlist>
+	<listitem>
+	  <para>Von <filename>/etc/rc</filename> beim Hochfahren des
+	    Systems gestartete Prozesse werden der
+	    <literal>daemon</literal> Login-Klasse zugewiesen.</para>
+	</listitem>
+
+	<listitem>
+	  <para>Obwohl das mitgelieferte
+	    <filename>/etc/login.conf</filename> eine Quelle von
+	    vernünftigen Limits darstellt, können nur Sie, der
+	    Administrator, wissen, was für Ihr System angebracht ist.
+	    Ein Limit zu hoch anzusetzen könnte Ihr System für
+	    Missbrauch öffnen, und ein zu niedriges Limit der
+	    Produktivität einen Riegel vorschieben.</para>
+	</listitem>
+
+	<listitem>
+	  <para>Benutzer von <application>&xorg;</application> sollten
+	    wahrscheinlich mehr Ressourcen zugeteilt bekommen als
+	    andere Benutzer.  <application>&xorg;</application>
+	    beansprucht selbst schon eine Menge Ressourcen, verleitet
+	    die Benutzer aber auch, mehrere Programme gleichzeitig
+	    laufen zu lassen.</para>
+	</listitem>
+
+	<listitem>
+	  <para>Bedenken Sie, dass viele Limits für einzelne Prozesse
+	    gelten und nicht für den Benutzer selbst.  Setzt man zum
+	    Beispiel <varname>openfiles</varname> auf 50, kann jeder
+	    Prozess des Benutzers bis zu 50 Dateien öffnen.  Dadurch
+	    ist die maximale Anzahl von Dateien, die von einem
+	    Benutzer geöffnet werden können,
+	    <literal>openfiles</literal> mal
+	    <literal>maxproc</literal>.  Das gilt auch für den
+	    Speicherverbrauch.</para>
+	</listitem>
+      </itemizedlist>
+
+      <para>Weitere Informationen über Ressourcenbeschränkungen,
+	Login-Klassen und -Fähigkeiten finden Sie in &man.cap.mkdb.1;,
+	&man.getrlimit.2; und &man.login.conf.5;.</para>
+    </sect2>
+
     <sect2>
       <title>Einschränkung von Ressourcen aktivieren und
 	konfigurieren</title>

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