Re: tar: can't translate pathname "..." to UTF-8
Polytropon <[email protected]> Sun, 30 Jul 2017 18:26:31 +0200
| Newsgroups | gmane.os.freebsd.questions.german |
|---|---|
| Organization | EDVAX |
| Message-ID | <[email protected]> |
On Sun, 30 Jul 2017 18:08:00 +0200, Marc Santhoff wrote: > On So, 2017-07-30 at 16:55 +0200, Polytropon wrote: > > On Sun, 30 Jul 2017 04:15:00 +0200, Marc Santhoff wrote: > > > Moin, > > > > > > die Fehlermeldung im Subjekt bekomme ich auf einem frischen 10er System. > > > Es handelt sich um draufkopierte Dateinamen mit Umlauten. > > > > Das UFS-Dateisystem ist grundsätzlich Umlaut-agnostisch, d. h. es > > kümmert sich nicht um Zeichencodierungen, sondern übernimmt die > > Bytes so, wie sie sind. > > OK. > > > Wenn ich mir die Meldung, die Du im Betreff zitierst, genau ansehe, > > dann habe ich eine Idee, kann aber sein, daà ich da auf dem Holzweg > > bin: Ist "..." eine Auslassung, oder soll das eine Ellipsis sein? > > Vielleicht will tar die zu "Punkt Punkt Punkt" umwandeln, was aber > > nicht geht, da der Punkt ja ein Sonderzeichen mit spezieller Pfad- > > bedeutung ist. Aber da steht ja "to UTF-8", nicht "from", also sehe > > ich da wahrscheinlich was, was gar nicht da ist, aber man weià ja > > nie. UTF-8 ist halt nicht trivial. :-) > > > > Ist > > > > tar: can't translate pathname "..." to UTF-8 > > > > der _tatsächliche_ Meldungstext? > > Nein, das ist aus dem Gedächtnis rezitiert der ungefähre Text. Die > Auslassungpunkte stehen für einen kompletten Pfad mit Dateinamen. Der > Dateiname enthält typische, deutsche Sonderzeichen, also Umlaute, > Esszett. Sorry for confusion... ;) Gut, also keine Ellipsis. :-) > > > Oder vielleicht /etc/profile als Stratdatei der sh? > > > > Das gilt aber nur für die sh. Wenn Du csh benutzt, muà die Angabe > > in .cshrc (lokal) oder /etc/csh.cshrc (global) stehen. > > Klar, ist bekannt. Auch die Unterschiede zwischen den Shells. Systemjobs > benutzen zumindest was FreeBSD angeht doch aber hoffentlich alle sh? Sie benutzen die Shell, die in /etc/crontab festgelegt ist. Systemseitig - das ist richtig - ist es /bin/sh. > Was anderes ist mir noch nicht begegnet, sind ja auch Warnungen iirc im > Handbuch. Wenn man von /bin/sh auf /usr/local/bin/bash "umschaltet" und denkt: Na ach, das ist doch dasselbe!, dann kann man unangenehme Ãberraschungen erleben. :-) > Das ist das Problem, kein login sondern ein cronjob. Und es macht > (bisher) nur tar, genauer bsdtar Ãrger. Irgendwo las ich, libarchive > hätte die Funktionen dafür, vielleicht sollte ich mal gtar installieren > und damit testen. Fragt sich, welche Nebenwirkungen das hat. > > Für jeden tar-job immer gleich die Umgebungsvariablen vorweg setzen > geht, aber ich vergesse das garantiert. Du könntest einen "Wrapper" dafür schreiben, der von /bin/sh aufgerufen wird, aber eventuell zusätzliche Umgebungsvariablen setzt - tar wird dann als Unterprozeà gestartet und "erbt" die Einstellungen. > > > Mir ist nicht klar, wie dem Ssystem mitgeteilt wird, welche locale es > > > für Dateinamen grundsätzlich benutzen soll. > > > > Keine, denn dem System ist das prinzipiell egal. Nur die Darstellung > > kann eben leiden, A-Tilde ein Viertel umgedrehtes Fragezeichen. :-) > > OK, also passiert die Umsetzung an der Konsole oder eben durch die > tools. Genau. Es kommen mehrere Faktoren zusammen, wenn man will, daà ein Dateiname mit Umlauten und Eszett korrekt angezeigt wird. > > PS. > > > > Dumme Frage: Alle Welt benutzt UTF-8 und propagiert das auch so > > als den aktuellen Standard. Warum benutzt Du ISO-8859-15? Ich > > selbst benutze ISO-8859-1, weil ich knauserig bin und keine zwei > > Byte für einen popeligen Umlaut verschwenden will... ;-) > > Hmm. Ich administriere nicht täglich und ich brauche ein laufendes > System. Der Server, den ich grade auÃer Betrieb genommen habe, war ein > P1/166MHz unter FreeBSD7. Es gibt gewisse Widrstände gegen > veränderung. :D "Never touch a running system" - hier gibt es noch einen internen Server mit FreeBSD 4.4 glaube ich... ich _weiÃ_ es nicht einmal, weil das Teil seit Jahren, ach, was sag' ich, seit Jahrzehnten genau das macht, was es soll, und dadurch "unsichtbar" bleibt. :-) > Ich befürchte Umstellungsprobleme, obwohl die mittlerweile schon eine > Weile vorbei sein könnten. Vor allem: Ãberraschungen kann es in zwei Dimensionen geben: Erstens die Dateinamen ISO-8859-1/15 <-> UTF-8, und bei Textdateien auch die Dateiinhalte. Aber viele moderne Editoren können das "intern umschalten", so daà es nicht in einer Suchen-und-Ersetzen-Orgie enden muÃ. :-) > Und den (eigentlich überflüssigen) Aufwand, > alle Dateinamen zu ändern, mag ich ohne handfesten Grund einfach nicht > leisten. Da ich vor vielen Jahren in Multi-OS-Umgebungen arbeiten muÃte und sich da bekanntlich der kleinste gemeinssame Nenner durchsetzt, nutze ich noch immer die Regel: keine Umlaute, keine Sonderzeichen, keine Leerzeichen. Das spart einem zumindest hier Umstellungsprobleme. Und mit "Suchen & Ersetzen" kann man Umlaute, Eszett und Leerzeichen erzeugen, wenn man das unbedingt haben will. Und chinesische Schrift- zeichen natürlich auch. :-) -- Polytropon Magdeburg, Germany Happy FreeBSD user since 4.0 Andra moi ennepe, Mousa, ... To Unsubscribe: send mail to [email protected] with "unsubscribe de-bsd-questions" in the body of the message