Re: Umstellung auf UEFI
Marc Santhoff <[email protected]> Mon, 05 Nov 2018 14:23:38 +0100
| Newsgroups | gmane.os.freebsd.questions.german |
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| Message-ID | <[email protected]> |
On Mon, 2018-11-05 at 13:50 +0100, Oliver Fromme wrote: > Marc Santhoff wrote: > > On Fri, 2018-11-02 at 10:12 +0100, Oliver Fromme wrote: > > > Eine recht brauchbare Übersicht findest Du hier: > > > http://www.wonkity.com/~wblock/docs/html/disksetup.html > > > Es gibt auch eine Wiki-Seite: > > > https://wiki.freebsd.org/UEFI > > > Beide sind nicht ganz aktuell, aber die wesentlichen Sachen > > > sind noch gültig. > > > > 1. Name des boot loaders > > > > In der Anleitung auf wonkity.com steht ein andere Name für den Lader auf der > > CSM als im Wiki. Aus den Namen für die Verzeichnisse und der Aussage, man > > könne eine Umgebungsvariable dafür setzen, schließe ich, daß der schon exakt > > sein muß. > > > > Also, muß es > > > > # cp /boot/loader.efi /mnt/EFI/BOOT/BOOTX64.efi > > > > oder > > > > # cp /boot/boot1.efi /mnt/EFI/BOOT/ > > > > heißen? > > Ersteres: /EFI/BOOT/BOOTX64.EFI ist der Standard-Name des > sogenannten Fallback-Bootloaders. Du kannst auch einfach > mit dd(1) das Image /boot/boot1.efifat auf die ESP bügeln. > Das ist ein fertiges FAT-Image, das boot1 unter dem Namen > /EFI/BOOT/BOOTX64.EFI enthält. OK > Hier noch ein bisschen Hintergrundinfo, die Du für den Anfang > nicht unbedingt brauchst: ;-) > > Normalerweise ist es so gedacht, dass unter /EFI für jedes > Betriebssystem ein Unterverzeichnis angelegt wird, in dem > sich der/die zugehörigen Bootloader (und ggf. weitere Dateien) > befinden. Man könnte z.B. folgende Struktur haben: > > /EFI/MICROSOFT/... > /EFI/UBUNTU/... > /EFI/FREEBSD/... > > Der Haken an der Sache ist, dass die ganzen Loader mit Hilfe > von UEFI-Variablen registriert werden müssen. Unter FreeBSD > geht das z.B. so: > > efibootmgr -c -d /dev/ada0 -p 1 -l /EFI/FREEBSD/BOOTX64.EFI -L "Mein > FreeBSD" > efibootmgr -a 0002 > > Siehe die Manpage efibootmgr(8). Die kannte ich noch überhaupt nicht. Dokumentation ist momentan nicht so aktuell, zumindest im "handbook" war ich nicht wirklich fündig geworden. Das ändert sich sicherlich noch. > Wenn das UEFI-BIOS keinen gültigen Boot-Eintrag hat, dann > sucht es nach dem Fallback-Bootloader, und der hat den > Namen /EFI/BOOT/BOOTX64.EFI. Das erleichtert den ganzen > Setup etwas. Ein Nachteil davon ist, dass man dann keine > Dual-Boot-Konfiguration machen kann, da Windows dort sein > eigenes Zeug draufschreibt. > > > 2. Auf wonkity wird erst eine Partition vom Typ "freebsd-boot" erstellt, und > > zwar mit 512k Größe (p1) und dann eine zweite vom Typ "efi" mit 492k Größe > > (p2). > > > > Dann wird p2 mit einem MSDOS-Dateisystem versehen. Im Wiki steht es wieder > > andersherum, da kommt die "efi" CFS zuerst, dann "freeebsd-ufs". > > > > Ist die Reihenfolge wichtig oder kann die nach Laune wählen? > > Da ist ihm vielleicht ein Tippfehler unterlaufen, dass er p1 > und p2 verwechselt hat. Aber die Reihenfolge spielt keine Rolle. > Üblich ist, dass die ESP zuerst kommt, aber notwendig ist das > nicht. OK > > Und muß die Freebsd-Partition den Typ "freebsd-boot" oder "freebsd-ufs" > haben? > > > > Wird jedenfalls UFS, kein ZFS. > > Die "freebsd-boot"-Partition brauchst Du nicht. Das war nur > eine Kompatibilitätskrücke für Systeme, die noch kein GPT > kannten und nur per MBR booten konnten. Kannst Du weglassen. Aha, wichtig! > Du kannst also die Platte wie gewohnt partitionieren und > als Partitionstyp "freebsd-ufs" verwenden. Das root-Filesystem, > auf dem sich /boot und der Kernel befinden, sollte auf der > ersten UFS-Partition liegen. Ein mögliches Layout wäre also: > > p1 efi EFI > p2 ufs / > p3 swap SWAP > p4 ufs /var > p5 ufs /usr > ... Das sieht dann wenigestens schön stromlinienförmig aus, fein. :) > Tatsächlich kann man eine nicht-UEFI GPT-Platte, die eine > "freebsd-boot"-Partition hat, für UEFI fit machen, indem man > diese Partition für die ESP zweckentfremdet (d.h. Partitionstyp > ändern, mit FAT16 formatieren und geeignet befüllen). Das hat > den Vorteil, dass man nicht umpartitionieren muss. Einziger > Nachteil: Man kann die Platte dann nicht mehr in einer Kiste > booten, bei der das BIOS kein GPT kennt. > > Ich hoffe, ich habe jetzt nicht mehr Fragen aufgeworfen als > beantwortet. :-) Im Gegenteil, ich weiß jetzt nicht nur wie sondern auch warum, vielen Dank dafür. LG, Marc > Gruß > — Olli > > -- Marc Santhoff <[email protected]> To Unsubscribe: send mail to [email protected] with "unsubscribe de-bsd-questions" in the body of the message