[ox-de] Falsche Krankheitsdefinition (was: noch einmal gesellschaftliche Natur)
Jac <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.politics.oekonux.german |
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Hallo Stefan, Du behauptest, die Hypothese "Die Gesellschaft macht krank" empirisch durch die Beobachtung "Nicht alle werden krank" erledigt zu haben. Das Symptome einer Erkrankung fehlen, bedeutet nicht, daß eine Person gar nicht erkrankt ist. Zwischen Erkrankungsursache und dem Erkennen von Symptomen können bei einigen Erkrankungen Jahrzehnte vergehen - wie z.B. bei AIDS. Bei Einigen kommt es nie zum einem Ausbruch, dokumentiert in Symptomen der Krankheit, d.h., nicht alle werden krank, obgleich sich die Erreger der Krankheit bei ihnen nachweisen lassen. Das also nicht alle erkranken, die von einem Krankheitserreger infiziert oder von der Ursache einer Erkrankung betroffen sind, ist Bestandteil der (klinischen) Definition von Krankheit. Daher ist es kein stichhaltiges Argument, daß "nicht alle erkranken" gegen die Hypothese ins Feld zu führen "Die Gesellschaft macht krank", da bei nahezu keiner Krankheit alle Infizierten/Betroffenen auch erkranken. Die Hypothese wird durch dieses Argument weder erledigt noch falsifiziert. Sondern dem Gegenargument "Nicht alle erkranken" liegt lediglich eine falsche Definition von Krankheit zugrunde - eine, die in der Wirklichkeit auf keine Krankheit mehr zutrifft. Gruss, Jacob ________________________________ Web-Site: http://www.oekonux.de/ Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/ Kontakt: [email protected]