[ox-de] Exklusives Denken = absolutes Denken (was: Re: Assoziationen und anderes (Re: [ox-de] Re: Nochmal: gesellschaftliche Natur))
Jac <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.politics.oekonux.german |
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Am Mittwoch, 27. September 2006 18:12 schrieb Stefan Meretz: > Die bürgerliche Gesellschaft stellt dafür genuin keine Denkmittel > bereit. Das liegt nach meiner Einschätzung an der gesellschaftlichen > Praxisform des isolierten Einzelnen, der Monade, des isolierten > Privatproduzenten, der scheinbar seine Gesellschaftlichkeit erst im > Nachhinein (nach der Produktion in der Zirkulation) realisiert. Das ist > eine Form der "ungesellschaftlichen Gesellschaftlichkeit", die sich in > den entsprechenden gesellschaftlichen Denkformen niederschlägt - auch > in dieser Liste. Nahegelegt ist stets ein exklusives Denken: Ich und > der Andere, der nicht "ich" ist. Dieses exklusive Denken der isolierten Einzelnen - der Monade - ist die Rückseite des Machtmodelles als Muster aller bürgerlichen sozialen Beziehungen. Erinnert sei daran, daß die Idee des Königs, des Macht- Habenden immer auch die Idee des Exclusiven ist. Der König hat Macht, die anderen haben keine Macht, der König ist ausersehen, ist keiner des Volkes wie alle anderen. Und das exklusive Denken schließlich ist der Idee nach das absolute Denken des Mächtigen. In der Idee der Macht fällt die autoritäre Gesellschaft mit der ungesellschaftlichen Gesellschaftlichkeit in Eins zusammen. Das mächtige Ich schließlich ist das nicht ohnmächtige, nicht hilflos der eigenen Lebendigkeit ausgelieferte Ich. Vielleicht hast Du das noch nicht so weit durchdacht. Gruss, Jacob ________________________________ Web-Site: http://www.oekonux.de/ Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/ Kontakt: [email protected]