Re: [ox-de] Request for Comments: Die Peer-Ökonomie
"Franz Nahrada" <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.politics.oekonux.german |
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HGG >> mit der - hoffentlich auch bei dir noch geltenden - Marxschen Annahme >> kopple, dass es sich dabei um irgendeine Form von >> Arbeitsaufwandrechnung handelt, die sich in diesen Zahlen >> manifestiert, Stefan Meretz > >Sorry, das ist keine Marxsche, sondern -- wer es gelesen hat, erkennt es >sofort -- eine Rubensche Annahme, die ich anderswo als bürgerliche >Ãkonomietheorie bezeichnet habe, mit der ich mich nicht weiter >beschäftigen wolle. Das bleibt auch so: Es gibt genug andere, die das >tun, das muss ich nicht auch noch machen. Möchte nur bestärkend hinzufügen: Arbeitsaufwand wofür? Ich verstehe den Wert als durchgängiges Kontinuum von Formen (Tauschwert - Geld - Kapital und so weiter) , die mit immer gröÃerer Vehemenz die Selbstbewegung des Werts charakterisieren und die ganze konkrete Gesellschaft seinem Wachstum unterwerfen. Dann merkt doch jedes blinde Huhn, dass jeder Aufwand gerechtfertigt ist, solange es dem Verwertungszweck dient! Marx hat die ungeheure Widersprüchlichkeit bemerkt, mit der absolute Sparsamkeit und absolute Verschwendung in dieser Gesellschaft Hand in hand gehen. Und es bleibt immer noch die Frage: konnten die Menschen VOR dem Wert ihren Aufwand nicht abschätzen? Im Ãbrigen ein Kompliment an Christian, der erstmals den Versuch unternommen hat, eine GPL-Gesellschaft als funktionierende zu denken und nicht bloà ihr Funktionieren abstrakt zu postulieren. Ich kann das derzeit nicht so nachvollziehen wie ich gerne wollte, merke aber aus Euren Debatten, dass es endlich um die richtigen Fragen geht. Der Fortschritt erscheint mir ungeheuer groÃ, wenn man so will kommt Oekonux hier endlich an seinem Kernpunkt an..... MIt HGG bin ich aber in dem Punkt einer Meinung, dass es nicht genügt, abgeschlossene Reproduktionseinheiten theoretisch zu postulieren, man müÃte stofflich - sinnlich ihre Leistungsfähigkeit auf dem gegebenen Niveau der Produktivkröfte erkunden. Abstrakt gesprochen: es geht - auf der MATERIELLEN Seite, wohlgemerkt - ins Kleine, und das ist flexibler handhabbar als ein globales Beziehungsgeflecht. Die Frage ist einerseits wo ist der Einstiegspunkt für einen Ãbergang in ein P2P Produktionsmodell, wo "gelingt der kooperative Kreislaufschluss" (das ist die Gretchenfrage überhaupt) und in welcher GröÃe sind sinnvollerweise solche relativ autarken Systeme denkbar....Wobei natürlich ein holarchisches Prinzip gilt, das heisst solche Reproduktionseinheiten können (und "müssen") eine Sphäre globaler Kooperation ausbilden, die auch materielle Aspekte umfasst. Franz ________________________________ Web-Site: http://www.oekonux.de/ Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/ Kontakt: [email protected]