Re: [ox-de] Request for Comments: Die Peer-Ökonomie
Christian Siefkes <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.politics.oekonux.german |
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| Message-ID | <[email protected]> |
Hallo HGG, hallo alle, Hans-Gert Gräbe wrote: > Wie es für mich weitergeht, das kannst du in meinem Arbeitswertpaper > nachlesen - Wert als dezentrale Aufwandsrechnung, deren vorläufiger > Charakter im Verkaufsakt seine gesellschaftliche Sanktionierung erfährt, > so dass sich die "Hieroglyphe" als Anhängsel der berühmten Göhringschen > Tasse Kaffee nach einem 'unzip' als lange Rechnung von zehntausenden > Teilen und produktiven Akten erweist, die mit dem Kaffee und der Tasse > alle irgendwie zu tun haben und alle irgendwann eine Bestätigung > erfahren haben. Und die du als Konsument normalerweise nicht entpackst, > als Produzent aber schon teilweise, denn du musst ja selbst eine > satisfaktionsfähige Rechnung erstellen. Kurz, ein in sich unteilbares > gesellschaftliches Verhältnis, weil jede individuelle Weiterführung > einer Aufwandsrechnung der Bestätigung bedarf und sich deshalb an allen > anderen bestätigten und unbestätigten Aufwandsrechnungen orientiert: einen Kommentar zu deiner absurden Kapitalismus-Schönrechnerei, auch in deinem "Arbeitswertpaper", wonach der Profit anscheinend nur eine Entschädigung für den Arbeitsaufwand des Kapitaleigners ist (weil es ja so _ungemein_ aufwendig ist, sein Geld zur Bank bzw. zum Vermögensverwalter zu tragen und dort verwalten zu lassen!), spar ich mir mal... Aber hierzu noch kurz: > Dass es sich allerdings bei dem Wertverhältnis um ein ganzheitliches > gesellschaftliches Verhältnis handelt, von dem man nicht einzelne > Komponenten abspalten kann, davon gehe ich aus. Insofern > >> Ich bin die drei Funktionen des Geldes von Marx durchgegangen, wie dir >> vielleicht aufgefallen ist, und finde die Bezeichnungen auch genauer. > > und Christian >> Bilanzierend: Wie sieht's also bei Beiträgen (gewichteten Stunden) mit >> den >> drei von Stefan erwähnten Funktionen des Geld hat? >> >> 1. Zirkulationsmittel: ja (aber nur im Rahmen einer Kooperationseinheit) >> 2. Schatz: jein, nur in eng begrenzten Maße >> 3. Kapital: nein >> >> Es gibt also Gemeinsamkeiten, aber die Unterschiede sind unübersehbar. >> Wer >> trotzdem Beiträge == Geld setzt, wird das Modell des "die Arbeit >> aufteilen" >> (effort sharing) nicht wirklich verstehen (wie auch HGG mit seiner neuen >> Mail demonstriert). > > Eine solche selektive Auswahl des "best of" kann es m.E. in einem > praktischen Kontext nicht geben, allein möglicherweise eine andere > Dynamik. Was ist denn das für ein Bullshit? Weil ein Ei drei Funktionen haben kann (man kann es essen; man kann ein Huhn draus ausbrüten; man kann es jemand an den Kopf werfen) sind also keine Dinge vorstellbar, die nur eine oder zwei dieser Funktionen haben? > Aber dazu wären eher diese äußeren Existenzbedingungen einer > "Peer-Ökonomie" aufzuklären als die inneren Bewegungsgesetze. Deshalb > auch meine Frage nach den Prämissen der Peer-Ökonomie. Und eine hat > Christian dankenswerterweise sehr deutlich formuliert: > >> Jeder solche "Kooperationseinheit" ist schließlich nichts anderes als >> ein "Arbeits-Aufteilungs-System": die für die Produktion der von den >> Teilnehmenden gewünschte Arbeit wird unter den Teilnehmern >> _aufgeteilt_, und zwar in einer Weise die für alle akzeptabel sein >> sollte. Die Teilnehmenden dieser Kooperationseinheit haben von >> _außerhalb_ geleisteter Arbeit aber nichts -- die Arbeit, die >> aufgeteilt werden muss, wird dadurch nicht weniger. Deshalb wirst du >> in einer _anderen_ "Kooperationseinheit" geleistete Arbeit >> normalerweise nicht importieren können. > > Deine Brötchen musst du also mitbringen. Wird Benni aber traurig sein. Häh? Einige backen die Brötchen, andere tragen auf andere Weise bei. Bzw. im Rahmen eines Verteilungspools gibt es einige Projekte, die Bäckereien organisieren; wenn du Brötchen willst, kriegst du welche und trägst im Gegenzug zu einem Projekt deiner Wahl etwas bei, so dass die Arbeitsbelastung für die anderen dadurch nicht größer wird. Hast du mein Buch überhaupt gelesen?? Gute Nacht Christian -- |-------- Dr. Christian Siefkes --------- [email protected] --------- | Homepage: http://www.siefkes.net/ | Blog: http://www.keimform.de/ | OpenPGP Key: http://www.siefkes.net/key.txt (Key ID: 0x346452D8) |------------------------------------------------------------------------ - Unser Anton will später mal an eine von diesen Elite-Unis, von denen jetzt überall die Rede ist! - Und deshalb studiert er schon, um gut vorbereitet zu sein? - Deshalb füllt er Lottoscheine aus, um das bezahlen zu können! -- Zitty
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