Re: [ox-de] Rapid Prototyping auf dem Schreibtisch

Martin Walch <walch.martin-S0/[email protected]> Sat, 18 Oct 2008 14:32:17 +0200
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Message-ID <[email protected]>
Am Samstag 18 Oktober 2008 08:19:19 schrieb Franz Nahrada:
> [email protected] writes:
> >In einem kürzlich gesehenen Artikel (wenn ich ihn wiederfinde will ich
> >einen
> >Verweis nachreichen) las ich, dass vor vierzig bis fünfzig Jahren einige
> >Pioniere auf dem Gebiet der kommerziellen Computer die Vorstellung
> >hatten,
> >dass eines Tages Großrechner verkauft werden und deren Rechenzeit dann
> >weiterverkauft wird an Privatpersonen. Es kam anders: heute ist es
> >gewöhnlich,
> >wenn jemand seinen eigenen kleinen Rechner hat mit satt Rechenleistung.
> >Warum
> >sollte es für rapid prototyping bzw. rapid manufacturing anders kommen?
>
> Die Analogie erinnert mich ein wenig an Frithjof Bergmanns Schluss, den
> ich grad in keimform.de in seiner Problematik aufgegriffen habe:
>
> http://www.keimform.de/2008/10/17/kritische-auseinandersetzung-mit-frithjof
>-bergmann/#more-869
>
> siehe These 7. Um es hier noch härter und klarer zu sagen:
>
> die Antwort ist weil es einen absoluten Unterschied gibt zwischen
> digitaler Informationsverarbeitung und materieller Produktion.
>
> der Unterschied liegt nicht nur in der Größe, das ist gar nicht so sehr
> das Problem - zumindest bei vielen Prozessen. Wir können uns münzgroße
> Maschinen vorstellen, die in Schwärmen große Schiffe reinigen. Der
> Unterschied liegt in der Qualität.
>
> Materie besteht aus nicht auf einen Universalprozess reduzierbaren
> Quailtäten. Der Multiduplikator (sapienti sat) müsste also die Materie in
> Hyperbrei auflösen und nicht einfach in Partikel ;-)
>
> In der Digitalisierung haben wir im Symbolbereich und im Medienbereich
> diese Qualitäten reduzieren können auf 0 und 1
>
> die Frage "warum nicht"? - wenn sie eine Universalmaschine meint -  ist
> also verkehrt.
> Wenn sie allerdings auf viele Spezialmaschinen abzielt die jeweils auf
> einen Prozess optimiert sind, dann und nur dann gebe ich dem
> Miniaturisierungsargument recht.
> Aber diese Dinger werden dann NICHT auf dem Schreibrtisch stehen.
>
> F
>
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> Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/
> Kontakt: [email protected]

Entspricht das dem Bedarf? Technisch gibt es so viele Overkills. Wieviele 
Privatpersonen machen z. B. schon sinnvollen Gebrauch von den Kapazitäten 
ihres Rechners und ihres Internetanschlusses? Würde meist nicht auch ein 
Hundertstel reichen? Würde bei einer Universalmaschine nicht entsprechend eine 
Qualität etwas unterhalb der Perfektion reichen?

Ich finde die Vorstellung durchaus interessant, spezielle Automaten für 
spezielle Zwecke zu haben, die dann gemeinschaftlich genutzt werden können. 
Trotzdem wäre aber eine Universalmaschine, die das Meiste des alltäglichen 
Bedarfs abdeckt, ein schöner Gedanke und in meinen Augen praktizierbar.

Die Frage nach gemeinschaftlicher Nutzung stellt sich vielleicht auch schon 
bei der Universalmaschine: angenommen jeder hätte seine eigene - würde diese 
nicht fast die gesamte Zeit nur herumstehen und nichts tun? Andererseits ist 
das mit Computern nun auch schon so, wobei sich hier ein immer stärkerer Trend 
zu P2P-Vernetzung abzeichnet. Kapazitäten werden geteilt (filesharing, boinc, 
...) oder die Leistung, die der Einzelne nutzt, reduziert ("Nettops", 
Stromsparmodi,...)
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