2-Re: [ox-de] Re: [ox-de] Generative Ökonomie und Wirtschaftsinformatik
Emminger Grafik <[email protected]> Sun, 10 Oct 2010 18:01:33 +0200
| Newsgroups | gmane.politics.oekonux.german |
|---|---|
| Message-ID | <C8D794D6.4394%[email protected]> |
[Converted from multipart/alternative] [1 text/plain] > Von: "[email protected]" <[email protected]> > Antworten an: [email protected] > Datum: Sun, 03 Oct 2010 16:44:11 +0200 > An: [email protected] > Betreff: [ox-de] Re: [ox-de] Generative Ökonomie und Wirtschaftsinformatik > > [Converted from text/html] > > >> Musst du mir also mal genauer >> erläutern, was du unter "generativer Ökonomie" verstehst. > > Wie ich ja sagte, ist das ein Begriff den Bergmann neuerdings > verwendet. > Ich würde Dir also empfehlen, dann diesbezüglich bei Bergmann > nachzuschauen; > da es aber so ist, dass er ja alles was sich dahinter verbirgt, also > generative Fertigungsverfahren in Gestalt von > Fabrikatoren, im Grunde schon seit Jahrzehnten, bzw seitdem es Fabber > überhaupt gibt, verwendet, dürfte das nicht allzu schwer sein, dahinter > zu kommen. > Automation zum Zwecke der Entlastung und Befreiung des Menschen, nicht > als Selbstzweck. Der Mensch ist Selbstzweck gewissermassen, sonst > nichts und niemand. > > Der marktgesteuerte Kapitalismus geht erstaunlicherweise seinen Weg > über Pfade, die die Möglichkeiten seiner eigenen Überwindung auf dem > Wegesrand entdecken lassen. Ich werde jetzt nicht wieder Marx > zitieren, mit den Aufgaben die die Menschheit sich immer erst dann > stellt, wenn sie sie lösen kann, und den technischen Mitteln der > Reproduktion. Wie ich schon mal das eine oder andere mal hier > angedeutet habe, halte ich das Internet, Open Source, und generative > Fertigungstechnik für Bausteine einer Ökonomie, die den rein > marktgesteuerten Kapitalismus ablösen oder zumindest zähmen und > kontrollieren wird. 5> Why? Eine diarrhöische Beschleunigung und Entleerung sämtlichster Vorgänge will doch genau jeden Widerstand gegen die globale MarktMacht, nein, nicht endlich brechen, sondern auf ewig heilen. Zu dieser postmodernen Gemeinsamkeit mit traditioneller Religion hier ein passender Text: »Wenn man nicht glaubt, daß der Kauf einer Ware die unmittelbare Befriedigung aller Bedürfnisse ermöglicht, daß die Marktwirtschaft ausreichend Arbeitsplätze für alle schafft, daß die moderne Medizin alle Krankheiten besiegen kann, daß die Fortschritte der Wissenschaft alle Probleme, die derzeit noch übrig sind, demnächst grundsätzlich lösen werden wenn man also an die Heilsversprechen dieser ðSchönen neuen WeltÐ nicht glaubt, dann wird man sie auch nicht erleben.« Evelyn Hanzig-Bätzing / Werner Bätzing, »Entgrenzte Welten die Verdrängung des Menschen«, 2005 (S. 419) > Grüsse allerseits, > Ludger > > > ________________________________ > Web-Site: http://www.oekonux.de/ > Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/ > Kontakt: [email protected] [2 text/html] ________________________________ Web-Site: http://www.oekonux.de/ Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/ Kontakt: [email protected]