Re: [ox-de] keimform.de: Community Anti-Patterns

Johannes Emminger <[email protected]> Sat, 22 Jan 2011 18:19:28 +0100
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Am 21.01.2011 um 18:08 schrieb Stefan Meretz:

> Community Anti-Patterns
>
> http://www.keimform.de/2011/community-anti-patterns/
>
> Von StefanMz
>
> Dave Neary, langjähriges Mitglied der GNOME-Foundation
> <http://de.wikipedia.org/wiki/GNOME_Foundation> und Maintainer von
> maemo.org <http://maemo.org/>, hat auf der
> MeeGo<http://de.wikipedia.org/wiki/MeeGo>-Konferenz im November 2010
> einen interessanten Vortrag zur Frage gehalten, wie eine Community
> scheitern kann. Er wählte dafür den Begiff »Anti-Patterns« (nach
> Christopher Alexander
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Alexander>), also etwa  
> »Muster
> destruktiven Verhaltens«. Viele (nicht alle) der aus der Software-
> Entwicklung gewonnenen Beobachtungen lassen sich auf andere commons-
> basierte Projekte übertragen.
>
> Zu Beginn des Vortrags erklärt Dave den Begriff »Pattern« (»Muster«)  
> mit
> einem Picasso-Zitat: »Good artists copy, great artists steal« (»Gute
> Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen«). Wenn man ein Muster
> von etwas wirklich versteht, dann nimmt man es in sich auf (»stiehlt
> es«) und verwendet im eigenen, neuen Sinn weiter, anstatt das
> unverstandene Muster nur nachzuahmen (»zu kopieren«).
>
> Der Witz ist nun: Nachahmung funktioniert in Communities nicht! Aus
> bloßer Nachahmung können stattdessen Anti-Patterns entstehen, die Dave
> Neary dann in 8 Punkten beschreibt — inklusive Vorschlägen (die sich
> v.a. an Maintainer <http://de.wikipedia.org/wiki/Maintainer> richten),
> damit umzugehen.
>
> 1. Cookie-Licker (Keks-Anlecker)
>
> Im Bild leckt ein Kind, das den letzten Keks für später reservieren
> will, einen Keks an, damit ihn niemand anderes isst. In Communities  
> wird
> dieses Verhalten auch »volunteerism« (volunteer=Freiwilliger) genannt:
> Leute melden sich freiwillig für eine Aufgabe, obwohl sie wissen oder
> ahnen, dass sie diese Aufgabe nicht erledigen können (aus Zeitmangel
> etc.). Das Problem ist dabei, dass oft die besten Beitragenden in  
> einer
> Community sich — hoch anerkannt — freiwillig melden und dann nicht nur
> die Aufgabe nicht hinbekommen, sondern den ganzen Prozess blockieren,
> weil auch niemand anderes inzwischen die Aufgabe erledigen kann. Der
> ganze Community-Prozess wird von wenigen Volunteeristen abhängig. Eine
> Rückgabe der Aufgabe an die Community erscheint dann schwierig bis
> unmöglich, weil sie es ja eigentlich hinbekommen könnten und weil eine
> Rückgabe das Eingeständnis eines Fehlers oder einer Niederlage wäre —
> verbunden mit dem entsprechenden Gesichtsverlust.
>
> Was tun? Eine Fehlerkultur etablieren: Fehler müssen möglich sein. Es
> ist ok und erwünscht, eine Aufgabe zurückzugeben, dann jedoch  
> möglichst
> zügig, nachdem klar ist, dass es nichts wird. Dieser Prozess muss
> community-öffentlich (also nicht über private Mails) laufen, damit  
> allen
> klar ist: Alle können Aufgaben zurückgeben. Umso schneller dies nach  
> dem
> Erkennen, dass die Umsetzung nicht klappt, geschieht, desto besser für
> den gesamten Community-Prozess.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)







> 2. Help Vampire (Hilfe-Vampire)
>
> Neue Community-Mitglieder können die Hilfsbereitschaft und Projekt-
> Ressourcen »aussaugen«. Jede (notwendige, erwünschte und sinnvolle)
> Frage auf einer Mailingliste erfordert die Aufmerksamkeit aller und
> entzieht die Ressourcen denen, die immer wieder antworten.
>
> Was tun? Zunächst eine gute Dokumentation für die immer  
> wiederkehrenden
> Fragen schaffen. Versetze die Neuen in die Lage, sich selbst
> Informationen zu beschaffen und sich selbst zu helfen. Dann sollten  
> die
> jeweils vor kurzem eingestiegenen Mitglieder, die den Einstiegsprozess
> gerade geschafft haben, ermutigt werden, die Fragen der gerade neu
> Hinzukommenden zu beantworten. Wichtig ist, dass die erfahrenen
> Mitglieder den Raum dafür lassen, die Einsteigerfragen durch die zu
> beantworten zu lassen, die die Hürde vor kurzem erst geschafft haben.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)







>
> 3. RTFM (»Lies das verdammte Handbuch«)
>
> Das Gegenstück zum Beantworten jeder kleinen, neuen Frage eines  
> »Hilfe-
> Vampirs« ist der schlichte RTFM-Verweis: Lies erst die Doku, lies erst
> das Wiki, lies erst die Mailingslisten-Archive — und dann komm wieder.
> Das ist genauso schlecht, wie auf jede triviale Frage immer wieder
> einzugehen.

> Was tun? Hier greift die gleiche Lösung wie beim »Hilfe-Vampir«.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
>
>
>
>
>
>
>
> 4. Headless Chicken (Kopfloses Huhn)
>
> In Communities ohne »leadership« (Führerschaft, im Englischen nicht
> negativ besetzt) zerren die unterschiedlichen Strömungen das Projekt  
> in
> verschiedene Richtungen, und es kommt nicht von der Stelle. Dies führt
> häufig zu »bike shed« (Fahrradunterstand) Diskussionen: Endlose
> Kontroversen über nebensächliche Punkte, bei denen alle mitreden  
> können,
> während die wichtigen Entscheidungen gar nicht getroffen oder
> durchgewunken werden, weil sie nicht wirklich beurteilt werden können
> (Fahrradunterstand im Vergleich zur nächsten Großinvestition). Dies
> wurde von C.N. Parkinson
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Cyril_Northcote_Parkinson> als
> »Trivialitätsgesetz«
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsches_Gesetz> formuliert.
>
> Wastun? »Leadership« etablieren, das heißt Maintainer finden, die die
> Fähigkeit haben, die notwendigen Entscheidungen herbeizuführen. Oft  
> gibt
> es »de-facto leader«, die eine entsprechende Reputation besitzen und
> deren Vorschlägen das Projekt folgt, die sich aber selbst nicht als
> solche ansehen wollen. Hier gilt es, die De-Facto-Situation in  
> explizit
> erklärte Verhältnisse umzuwandeln. In und zu klaren Verhältnissen  
> können
> sich die Projekt-Mitglieder auch klarer verhalten.
>
> Zweite Option ist, eine Kultur des »Machens« zu etablieren, anstatt  
> eine
> Kultur des bloßen Redens hinzunehmen. So könnten Opponenten bei
> Konflikten aufgefordert werden, nach einer Auszeit ihre Vorschläge
> ausformuliert vorzulegen. Oft ist es so, dass nach der Auszeit nur der
> initiale Vorschlag vorliegt, während es die Einwender beim Reden und
> Meckern belassen haben. Und sollten doch zwei Vorschläge vorliegen,  
> dann
> ist eine Entscheidung auf ausformulierter Grundlage einfacher möglich.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
>
>
>
>
>
>
>
> 5. Water Cooler (Wasserspender)
>
> Dieses Phänomen ist aus Unternehmen bekannt: An allen möglichen Orten
> wird kreativ gearbeitet, nur nicht am Arbeitsplatz, z.B. beim  
> Quatschen
> am Wasserspender, in der Teeküche etc. Übertragen auf Community- 
> Projekte
> wird dieses Problem in der Zusammenarbeit mit Unternehmen zum Problem,
> wenn Unternehmensmitarbeiter sich nicht transparent in den
> Kommunikationsstrukturen des Projekts bewegen, sondern »mal eben« zum
> Kollegen oder zur Kollegin nebenan gehen, um das Problem zu  
> besprechen.
> Das hat mit einer »Angst vor Community« zu tun in dem Sinne, dass  
> nicht
> geglaubt wird, in der offenen Projektarbeit genauso viel Arbeit  
> leisten
> zu können wie im Unternehmen (»auf der Mailingliste wird alles
> durchgekaut, dafür habe ich keine Zeit«).
>
> Wastun? Niemand muss überall mitreden, was in der offenen
> Projektkommunikation abläuft. Insbesondere, wenn es darum geht,
> bestimmte Ideen als integrales Konzept durchzusetzen, kann man
> (befristet) die Glashaus-Methode anwenden. Dabei wird z.B. eine
> themenbezogene Mailingliste eingerichtet, auf der ernannte Personen  
> ein
> bestimmtes Problem bearbeiten. Die Mailingliste ist wie üblich offen  
> für
> Eintragungen, hat ein Archiv, ist also transparent. Aber Beiträge von
> Nichtmitgliedern der Arbeitsgruppe sind nicht möglich (z.B. per  
> Listen-
> Moderation). Auf diese Weise ist klar, wie Entscheidungen zustande
> kommen, was die Gründe waren etc. Das ist besser als sich still ins
> (virtuelle oder reale) Hinterzimmer zurück zu ziehen und dann  
> plötzlich
> eine Lösung vorzulegen, die alle überrascht bzw. vor den Kopf stößt.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
>
>
>
>
>
>
>
> 6. Blackhole (Schwarzes Loch)
>
> Wenn ein sehr aktiver Entwickler dafür fest angestellt wird, genau das
> zu tun, was er bisher getan hat, dann sinkt die Aktivität im Projekt.
> Der Hintergrund ist, dass im Unternehmen die Vorgesetzen »Code-
> Schreiben« als Aufgabe eines Entwicklers ansehen, nicht aber Review  
> von
> Code von anderen Entwicklern, Kommunikation auf der Mailingliste,
> Beantworten von Fragen etc. Wenn nur noch Code geschrieben wird,  
> keiner
> aber mehr weiss, wie der Stand ist, dann verschwinden solche
> Entwicklungen aus Sicht des Projekts in einem schwarzen Loch. Dann
> besteht die Gefahr paralleler Entwicklungen, Leute können frustiert
> werden, wenn das, woran sie arbeiten, plötzlich aus dem schwarzen Loch
> als fertige Lösung auftaucht. Frustrierte Entwickler verschwinden dann
> meist aus dem Projekt.
>
> Wastun? Zunächst einmal sicherstellen, dass die komplette Bandbreite
> der bisherigen offenen Tätigkeiten Teil der Tätigkeitsbeschreibung im
> neuen Job wird. Es ist sinnvoll, dass auch die Manager Schulungen in
> »Community-Software-Entwicklung« bekommen, denn die Software- 
> Entwicklung
> in Communities funktioniert nun mal anders als in Unternehmen, und
> Manager müssen das verstehen. Die Transparenz darüber, wer woran
> arbeitet, muss kontinuierlich gegeben sein. Öffentliche Roadmaps sind
> hier sinnvoll. Die angestellten Entwickler sollten klar benennen,  
> welche
> Aufgaben sie bearbeiten, und welche Aufgaben offen für andere  
> Entwickler
> sind.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
>
>
>
>
>
>
>
> 7. Broken Window (zerbrochenes Fenster)
>
> Das Phänomen spielt auf die inkonsequente Reaktion auf Regelverstöße  
> im
> Projekt an: Wenn ringsum die Fenster zerbrochen sind, ist es ein  
> Signal
> dafür, folgenlos auch selbst ein Fenster einzuwerfen. Übertragen auf  
> die
> Community sind das zum Beispiel Off-Topic- oder Bike-Shed- 
> Diskussionen,
> Wiki-Vandalismus, Verstöße gegen verabredete Namenskonventionen in  
> Wikis
> oder im Code etc.
>
> Was tun? Best Practices dokumentieren, aufschreiben, was im Projekt
> erwünscht ist; dann frühe, freundliche Erinnerungen, die Verabredungen
> einzuhalten, an solche Mitglieder, die dies nicht tun.
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
>
>
>
>
>
>
>
> 8. Community as emotional places (Gemeinschaften als Orte der Gefühle)
>
> Communities können frustrierende Orte werden, Leute können  
> verzweifeln;
> Communities können Orte werden, wo alle als wirkliches Kollektiv  
> agieren
> und eine Vision verfolgen; Communities können Orte werden, wo es Spaß
> macht, zu teilen — was den Kern von Freier Software ausmacht. In den
> Abschlussworten von Dave Neary:
>
>    »Lasst uns eine freundliche Umgebung schaffen, in der es Spaß  
> macht,
> zu teilen, in der Leute sich sicher fühlen, großartige Arbeit  
> leisten —
> und eine tolle Mobil-Plattform schaffen.«
>
> In der Diskussion empfiehlt Dave Neary dann drei Bücher: allgemein zu
> Projektmanagement »Peopleware — Productive Projects and Teams« von Tom
> DeMarco und Timothy Lister (deutsch: »Wien wartet auf Dich!«
> <http://de.wikipedia.org/wiki/Peopleware>), »The Art of Community«
> <http://www.artofcommunityonline.org/> von Jono Bacon und speziell für
> Freie Software »Producing Open Source Software«
> <http://producingoss.com/> von Karl Fogel (deutsch: »Produktion von
> Open-Source-Software« <http://producingoss.com/de/>).
> >  »Für die menschlichen Individuen werden die Mittel des  
> Vermittelns [Wörter, Sprache] zum Sinn des zu Vermittelnden selber,  
> indem die Zeichen anfangen, auf sich selber zu beharren, und damit  
> eine Realität stiften, auf die sie eigentlich nur hätten hinweisen  
> sollen: Sie verweisen so nicht mehr. Als bloßer Reflex des  
> Zeitalters der Computertechnologie ist die Postmoderne nichts  
> anderes als eine in Zeichen und in Symbolhaftes sich auflösende, in  
> die paralysierte Innenwelt des Individuums übergehende Realität.  
> Eine Realität, die mit der Logik des Einheitsdenkens einer 2300- 
> jährigen Tradition bricht, indem sie diese durch eine neue Logik  
> ersetzt: durch die ›Logik der Leere‹.« (»Selbstsein als  
> Grenzerfahrung« von Evelyn Hanzig-Bätzing, Akademie Verlag 1996)
> ... und Ende des Systems »Mensch«


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