Re: Anfänger Fragen eisxen
JP Bruns <[email protected]>
| Newsgroups | spline.eisxen |
|---|---|
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <[email protected]> |
Andreas Lehmler [2011-01-09]: > Hallo JP Bruns > >> Ich bin mal von Partitionen auf Datei-Images umgezogen, indem ich >> die Daten in das zuvor gemountete Image kopiert habe. > > Mal ne blöde frage, wo liegt der unterschied ? Nun, aus Linux' Sicht sind beides erst einmal Dateien. Wie damit gearbeitet wird, hängt aber von dem zugrundeliegenden Gerät ab. Auf einer Festplatte kann eine Partition erstellt werden, welche wiederum z.B. ein ext3 Dateisystem enthält, was wiederum Verzeichnisse und Dateien umfasst. Ich kann ein Dateisystem aber auch in einer Datei erstellen, die ansich schon auf einem Dateisystem auf einer Festplatte liegt. Hierbei wird unter Linux dann zum einbinden aber nicht mit einem Blockdevice (physikalische Festplatte) gearbeitet, sondern mit einem Loopback-Device (Wikipedia [1]): "... unter Linux ein Blockgerät, das keinem physischen Gerät entspricht, sondern als zugrundeliegenden Speicher eine Datei nutzt. Da der Kernel nur Dateisysteme mounten kann, die sich auf Blockgeräten befinden, werden Loop-Geräte in der Regel genutzt, um als Dateien vorliegende Dateisystem-Abbilder zu mounten." Vorteilhaft ist das z.B. beim Kopieren, ein Nachteil besteht aber darin, dass immer das zugrundeliegende Dateisystem dazwischen ist und so auf die Leistung Einfluss hat. LVM bietet eine Abstraktionsebene, um gegenüber den starren Partitionen komfortabler mit den so erstellten "Partitionen" hantieren zu können. Der Einsatz von LVM bietet eine Reihe an Vorteilen gegenüber reinen Partitionen. Der Unterschied bei mir war, dass eisxen mir mittels LVM zwei LogicalVolumes angelegt hat und die damit als Gerätedateien unter /dev/vg/xyz verfügbar waren. Damit ich diese leichter sichern/verschieben/vergröÃern/etc. konnte, habe ich zwei Datei-Images erstellt und den Inhalt der LVM-"Partitionen" dort hinein kopiert. > Wenn ich auf dem eisxen einen eisfair2 mit dem Namen testserver anlege, > werden doch 2 Datein erstellt vg-testserver und vg-testserver--swap. > > Sind das keine Image-Datein ? Wie gesagt, unter Linux sind es beides Dateien. Anhand des Namens würde ich vermuten, dass es sich bei deinen Dateien um Logical Volumes des LVM handelt, die unter /dev/vg liegen, quasi die LVM-"Partitionen". Die kannst du mit den LVM Boardmitteln bearbeiten (vergröÃern, verkleinern etc.). Wenn du eine Datei hast, brauchst du kein LVM, hast aber auch nicht die Vor-/Nachteile, die es bietet. Vielleicht gibt dir das einen Ansatz, wo du noch Nachforschen kannst, um das ganze besser zu verstehen. JP [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Loop_device [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Logical_Volume_Manager