Re: Mail über eigene FQDN Domain versenden
Nelson Matias <[email protected]>
| Newsgroups | spline.fli4l.geschnatter |
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| Organization | spline |
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Hallo Fabian, Am 09.01.2026 um 12:17 schrieb Fabian Törner: > Hallo zusammen, > > Ich habe durch die letzten Tage noch einen ziemlichen Knoten im Kopf. Ja das kann ich mir denken. Ich verstehe auch immer noch nicht warum das bei dir nicht funktioniert hat. Ich habe bei mir ein ähnliches Setup und mein exim stört sich nicht an den IPv6-Einträgen in der hosts-Datei. > Ausgangslage: > > FQDN -> toerners.de > dyndns -> toeners.home64.de > > Mein Wunsch/Idee ist über eine der beiden Adressen Emails zu versenden > und empfangen zu können. > > 1. Frage -> ginge das überhaupt? > > bei der FQDN bin ich relativ flexibel DNS Records einzutragen, auch IP's > etc. kann ich dort ändern. Somit würde doch auch der PTR oder reverse > DNS funktionieren und korrekt aufgelöst werden, oder? Einfach geantwortet: Ja natürlich. Das habe ich hier am laufen. Meine Emails empfange und sende ich unter der domain anires.de. > 2. Frage -> wie müsste das alles genau konfiguriert werden, damit das > funktioniert? :) Zuerst musst du deinen Server nach außen öffnen. Jeder, der dir eine Mail schicken will, muss sich mit deinem Server verbinden können. Dabei verlangen viele Provider inzwischen zwingend eine Verschlüsselte Verbindung. Jeder (auch Spamer) verbinden sich mit deinem Server und wollen ihre Mail(s) absetzen. Dein Server entscheidet ob er sie akzeptiert oder abweist. Damit das funktioniert braucht dein Mailserver einen DNS-Eintrag der deine aktuelle öffentliche IP-Adresse zurück gibt. Zusätzlich braucht deine Domain einen MX-Eintrag, der deinen Mailserver benennt. Das ist der Mail eXchanger. Diese Einträge werden von deinem Provider gestellt. Der MX-Eintrag ist statisch (z.B. mail.toerners.de) und die IP kann üblicherweise per Script aktualisiert werden. Um Mails von dir versenden zu können gibt es 2 Wege: 1. direkt: Hier brauchst du den PTR-Eintrag um dich als berechtigter Mail-server auszuweisen. 2. indirekt: Hier hast du einen Mail-Zugang bei deinem Provider, über den du alle Mails von dir verschickst. So habe ich das bei mir. Dein Provider ist somit verantwortlich keine unerwünschten Mails von dir zu verbreiten. Das hat dann auch den Vorteil, dass aktuell kaum eine Mail nicht zugestellt wird. Der Nachteil: Wenn dein Provider keine zusätzlichen Funktionen (SPF, DMARC, DKIM) anbietet, kannst du diese nicht nutzen. Ich werde mal meine Konfiguration durchgehen und dir per Mail mal mit meinen Kommentaren zukommen lassen. Hier würde ich dir auch mal die exim-Filter ans Herz legen, weil diese dir das Leben enorm erleichtern können. Die Spam-Filterung erledige ich übrigens im Mail-client. Ich hatte Spamassasin anfangs genutzt, dann aber wieder deinstalliert, weil der Nutzen/Last-Faktor zu schlecht war. Hier nutze ich lieber einen exim-Filter, der mir Mails beim Empfang schon in den Spam verschiebt, wenn die Spamindex eines anderen Dienstes zu hoch ist. Ist kein Index da, dann kann ich die immer noch durch den Spamfilter in Thunderbird verschieben lassen. Wichtig ist es aber die Weiterleitung von Mails restriktiv zu halten. Sollte dein Server irgendwann mal Spam verteilen, dann hast du schnell ein Problem, das du auf blacklists stehst und keine Mails mehr versenden kannst. Mir ist es noch nie passiert, aber ich hab schon mal Geräte von mir ausgeschlossen. Zu den zusätzlichen Funktionen, die ich oben genannt habe, kann ich aber (noch) keine Hilfe geben. Zum einen habe ich noch keinen Zwang diese zu implementieren und zum anderen habe ich noch kein tutorial gefunden, das dies an nachvollziehbaren Beispielen erklärt. Gruß Nelson