Re: Digitales Signaturfeld
Uwe Brauer <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.comp.tex.german |
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| Message-ID | <[email protected]> |
>>> "AB" == Axel Berger <(via tex-d-l Mailing List) <[email protected]>> writes: > "Julius Müller (via tex-d-l Mailing List)" wrote: >> Eine Prüfung des Zertifikats-Inhalts gibt es also nicht. > OK, ich weiß zugegeben nicht, was ein Zertifikat ist. Ich kenne das Prinzip > der digitalen Unterschrift. Die erstelle ich auch selbst als Paar von einem > privaten Schlüssel, den ich behalte, und einem öffentlichen, den ich > weitergebe. Mit dem öffentlichen kann jeder überprüfen, daß eine Datei mit > dem privaten signiert wurde, aber ohne den ist es praktisch unmöglich, eine > veränderte Version in eine Form zu bringen, die der Prüfung mit dem > öffentlichen standhielte. Normalerweise versteht man unter einem Zertifikat (zu mindestens bei einem X502 Zertifikat) 1. Ein Schlüsselpaar (öffentlicher und privater Schlüssel) 2. Das von einer vertrauenswürdigen Institution (root CA) unterschrieben wurde. Pgp und SMIME benutzen beide asymmetrische Verschlüsselung/Unterschrift[1]. Der Knackpunkt bei asymmetrischen Verfahren ist nicht die Sicherheit des Schlüsseltausches sondern die Authentifizierung. PGP beruht auf einem Netz of Trust, SMIME auf zentralen CAs. Ich kann mir mühelos (openssl) ein Schlüsselpaar erzeugen, das ich anschließend selbst unterschreibe. Das ist nur nichts wert, im Sinne von, meine Identität ist nicht nachgewiesen. Es gibt nun eine Klasse von X509 Zertifikaten. Bei den Klasse 4 Zertifikaten, muß man persönlich mit Personalausweis bei der CA erscheinen, um seine Identität zu beweisen. Obwohl das 1988! Eingeführt worden ist gibt es solche X509 Zertifikate leider in Deutschland immer noch nicht! (Man erinnert sich an «Das Internet ist immer noch Neuland für uns») Statt dessen gibt es eine elektronische Unterschrift im Personalausweis, natürlich mit einem anderen inkompatiblen Verfahren, oder die unsäglich dämliche DMail. [2] In Spanien gibt es X509 Zertifikate der Klasse 4 seit mindestens 2015 und die erleichtern das Leben ungemein, hier hingegen... Ok das war nun wirklich off-topic Uwe Brauer Footnotes: [1] Zur Erinnerung: ich verschlüssele eine Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers (der das mit seinem privaten Schlüssel entschlüsselt). Ich unterschreibe meine Nachricht mit meinem privaten Schlüssel, den man mit meinem öffentlichen Schlüssel entschlüsseln kann. [2] Dazu ein Video von Linus Neumann von CCC
smime.p7s
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