Re: Fehler cls-Datei
"Jan Handwerker" (via tex-d-l Mailing List) <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.comp.tex.german |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
Hallo Markus,
auch Dir einen herzlichen Dank!
Die Vorlage und die Wrapper-Klasse werden wahrscheinlich praktisch nicht
gepflegt. Mir ist leider nicht bekannt, was von den Einstellungen den
Vorgaben eines bestimmten Layouts entspricht und was von Unbekannt in
das Dokument eingepflegt wurde, weil jemand meinte sich auszukennen. Und
weil halt niemand das ganze wirklich pflegt, veraltet es weiter.
Solche Widersrpüche wie 12pt und 13pt treten auch an anderen Stellen
auf, die ich für das Minimalbeispiel entfernt habe.
Dein Hinweis "in der aktuellen Form besser nicht verwenden" würde ich
gerne nachkommen. Sobald ich Zeit habe, werde ich mein Möglichstes tun,
dass Vorlage und Wrapper-Klasse überarbeitet werden. Aber für das
aktuelle Projekt kommt der Ratschlag leider nicht mehr zeitig genug.
Aber noch einmal: Herzlichen Dank für die Hinweise!
Herzliche Grüße
Jan
Am 10.04.25 um 14:43 schrieb Markus Kohm:
> Am Donnerstag, 10. April 2025, 13:33 schrieb Ralf Steinle:
>> Na ja, da scheint die headlinesep ein bisschen zu viel Platz in der Höhe
>> einzunehmen, als das eingestellte Layout zur Verfügung stellt. Und zwar
>> knapp 3pt.
>
> Das kommt vermutlich durch
>
> | \renewcommand{\baselinestretch}{1.33}
>
> zustande. Davon abgesehen, dass man besser \linespread verwendet, statt
> \baselinestretch umzudefinieren, betrifft das natürlich auch die Kopfzeile. Die
> voreingestellt Höhe derselben sieht das aber nicht vor. Also sollte entweder
> dafür sorgen, dass die Kopfzeile mit \linespread{1} gesetzt wird, oder man
> sollte die größere Kopfhöhe bei den Optionen für geometry berücksichtigen.
>
> Was besser ist, hängt davon ab, welches Ergebnis man will.
>
> Übrigens verwendet die Wrapper-Klasse diverse veraltete Optionen, deren Ende
> inzwischen fest geplant ist. Besonders witzig finde ich, dass die Klasse eine
> Option 12pt (als einzige Schriftgrößenoption) definiert und bei \ExecuteOptions
> 13pt als Voreinstellung angibt. Auch ist schwer verständlich, warum einige
> Optionen explizit definiert werden, um sie an scrbook weiterzuleiten und die
> übrigen über ein pauschales \DeclareOption*.
>
> Nachteilig finde ich auch, dass die Klasse auf PDFLaTeX beschränkt ist. Bei der
> Definition von \Preface, \Ack, \Abstract würde ich ja eher die Verwendung von
> \addchap empfehlen. Die \changefont-Anwweisung würde ich ganz weglassen. Warum
> nicht gleich \usefont verwenden, wenn man es denn überhaupt braucht? Die
> meisten Anwender werden die Anweisung (hoffentlich) nie benötigen.
>
> Auch die Sprachumschaltung könnte man besser machen.
>
> Ich rate auch immer wieder ab von:
>
> | \clubpenalty = 10000
> | \widowpenalty = 10000
> | \displaywidowpenalty = 10000
>
> Das provoziert geradezu underfull \vbox Meldungen und die Anwender wissen dann
> nicht, wie sie das einzuschätzen haben.
>
> Statt der \fontfamily{phv} in diversen Schrifteinstellungen würde ich außerdem
> darüber nachdenken, \sfdefault passend zu ändern, allerdings eher per Paket
> helvet (oder besser durch tgheros, so wie ich auch eher nicht mehr zu
> mathptmx, sondern zu tgtermes oder newtxtext+newtxmath greifen würde).
>
> Dass man \RequirePackage[utf8x]{inputenc} schon lange nicht mehr verwenden
> sollte, wurde ja bereits erwähnt. Die Zeile am besten weglassen oder für
> extrem veraltete TeX-Installationen zumindest utf8x durch utf8 ersetzen.
>
> Achja:
>
> | \color[cmyk]{0,0,0,1}
>
> Ist ebenfalls nur selten sinnvoll. Zumal das keinen Einfluss auf \normalcolor
> hat.
>
> Und bei \fontsize{15}{15} sollte man natürlich für den Grundlinienabstand
> (zweiter Wert) einen ca. 1.2 mal größeren Wert einstellen. Mehrzeilige
> Kapitelüberschriften sehen sonst eventuell arg gequetscht aus.
>
> natbib würde ich auch nur dann zwingend laden, wenn gleichzeitig ein passender
> Literaturstil eingestellt wird und die Verwendung von biblatex nicht gestattet
> werden soll. Im Zeitalter von UTF8 ist BibTeX IMHO eher nicht mehr das Mittel
> der Wahl. Das geht zwar oft gut, aber nicht immer.
>
> Insgesamt: In der aktuellen Form besser nicht verwenden.
>
> Grüße
> Markus
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