BMCR 2008.12.17, Martin Lindner, Rom und seine Kaiser
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Martin Lindner, Rom und seine Kaiser im Historienfilm. Frankfurt am Main: Verlag Antike, 2007. Pp. 332. ISBN 9783938032183. EUR 49.90. Reviewed by Kresimir Matijevic, Universitaet Trier ([email protected]) Word count: 2073 words ------------------------------- To read a print-formatted version of this review, see http://ccat.sas.upenn.edu/bmcr/2008/2008-12-17.html To comment on this review, see http://www.bmcreview.org/2008/12/20081217.html ------------------------------- Der historische Film ist wieder en vogue! Zahlreiche Publikationen in juengerer Zeit belegen zudem das ansteigende Interesse der Wissenschaft, und zwar nicht nur der althistorischen Forschung, sondern ebenso der Medienwissenschaften.[[1]] Auch Martin Lindern (fortan L.) ist schon durch die Herausgabe und inhaltliche Mitgestaltung eines Sammelbandes hervorgetreten.[[2]] Die vorliegende Arbeit, bei der es sich um L.s Dissertation handelt, was allerdings nur indirekt aus dem Vorwort hervorgeht, setzt sich die "Suche nach benennbaren Schemata und spezifischen Abwandlungen in der filmisch erzaehlten Antike unter besonderer Beruecksichtigung der Roemischen Kaiserzeit" (11) zum Ziel. Dabei ist mit "Rom" das gesamte roemische Reich gemeint, eingeschlossen sind die mit ihm interagierenden Nachbarn. Der zeitliche Rahmen umfasst die spaete roemische Republik und die Kaiserzeit bis zum vierten nachchristlichen Jahrhundert. Unter "Historienfilm" versteht L. "filmisches Erzaehlen mit Schwerpunkt auf zum Zeitpunkt der Produktion vergangenen Ereignissen, das von einem zumeist nicht naeher spezifizierten Publikum als Umsetzung eines Teils der 'wahren Geschichte' akzeptiert werden kann oder soll. Der Begriff 'Antikfilm' fungiert abgrenzend als Unterkategorie von Produktionen, die ausschliesslich oder mehrheitlich auf den entsprechenden zeitlichen und thematischen Abschnitt der Historie sowie auf die zugehoerigen Erzaehlstoffe zugreifen" (16f.), wobei "historische" von "mythologischen Antikfilmen" unterschieden werden. Schon in der ausfuehrlichen Einleitung (11-31) kuendigt L. allerdings an (16 Anm. 14), dass im sechsten und letzten Kapitel der Arbeit eine Umformulierung und Praezisierung dieser Definitionen erfolgen wird. Die dort zu findende, nuetzliche theoretische Auseinandersetzung haette man vielleicht besser an den Anfang der Arbeit gestellt, zumal es sich um ein Problem handelt, welches die ganze Arbeit durchzieht (17), und die uebrigen Kapitel fuer die theoretische Diskussion keine gewichtigere Rolle spielen. Von den etwa 1000 Antikfilmen spielen etwas weniger als 200 in dem von L. definierten Zeitraum, wobei alle unterschiedlichen Arten der Filmproduktion (Realfilm, Zeichentrick etc.) Beruecksichtigung finden. Zeitlich gesehen laesst sich das Material in zwei Hochphasen der Beliebtheit des Antikfilms einteilen: Die erste Phase umfasst die Anfangszeit des Film bis in die 1930er Jahre, die zweite die Nachkriegszeit bis in die 1960er Jahre, wobei der genaue Abschluss des zweiten Abschnitts und die seinem Ende zugrunde liegenden Ursachen umstritten sind (18 Anm. 20). Gleiches gilt fuer die Frage, ob der juengste Schwung an Antikfilmen eine dritte 'Welle' darstellt oder nicht (29), wobei auch diese Diskussion erst im letzten Kapitel aufgenommen wird. In einem Exkurs widmet sich L. dem Problem der "richtigen Edition". Die vielen verschiedenen Versionen ein und desselben Films (verschiedene Laenderfassungen, geschnittene Versionen, director's cuts, Neuvertonungen etc.) machen eine genaue und einheitliche Angabe der benutzten Fassung unumgaenglich. Fuer seine Untersuchung zieht L. "aus finanziellen und (arbeits-)technischen Gruenden" anstelle der ersten Kinofassung jeweils die dieser "am naechsten stehende und in Deutschland legal verfuegbare Version" heran (27). Schon hier sei die vorbildliche Filmographie am Ende des Buches (267-326) erwaehnt, welche sich an den von der 'Lernwerkstatt Geschichte' vorgeschlagenen Richtlinien orientiert und eine Ueberpruefung der Zitation der Filme, welche minutengenau erfolgt, ermoeglicht. Der folgende Abschnitt (32-72) ist dem Problem der Authentizitaet gewidmet. L. stellt im Anschluss an Robert Toplin heraus, dass bislang keine gesicherten Aussagen ueber die Breitenwirkung von Filmen vorliegen. Somit sei die Ansicht, dass Fehler in historischen Filmen zu Fehlern im Geschichtsbild des Zuschauers fuehrten, rein spekulativ. Ebenso moeglich sei, dass der Zuschauer durch die mediale Praesenz eines Themas dazu bewegt werde, weitere Informationen einzuholen, um das Dargestellte differenziert beurteilen zu koennen. Nichtsdestoweniger deuten sowohl das Herausstellen der Historizitaet der gezeigten Ereignisse durch die Filmschaffenden als auch das Aufweisen von Fehlern durch die Kritiker darauf hin, dass man im Allgemeinen der Ansicht ist, dass historische Korrektheit einen Film 'besser' macht. Bei Fehlern in der filmischen Darstellung unterscheidet L. zwischen technischen, handlungslogischen, gegenstaendlichen und faktisch-historischen Fehlern. Die ersten beiden Kategorien gehen zumeist auf handwerkliche Versaeumnisse zurueck. Dass derartige Fehler "dem Betrachter als eindeutig und daher nicht als erwaehnenswert" (45) gelten, ist allerdings keineswegs der Fall. Beliebte Internet-Seiten widmen sich z.T. ausschliesslich dieser Art von Fehlern (z.B. Die Seher (http://www.dieseher.de) ). Die Forschung konzentriert sich dagegen auf den Nachweis gegenstaendlicher und faktisch-historischer Fehler, wobei L. aufzeigen kann, dass dieses keinesfalls mit letzter Konsequenz unternommen wird. So wird das kreative Fuellen von Ueberlieferungsluecken in der Regel nicht moniert. Die Basis einer Kritik liege also im Vergleich des Gezeigten mit dem vorhandenen antiken Quellenmaterial, wobei eine sklavische Quellentreue nicht automatisch historische Korrektheit beschere. Bestes Beispiel ist hierfuer der Film 'Caligula', der sich stark an Suetons Biographien orientiert. Authentizitaet wird folglich besonders an der exakten Wiedergabe der sachlichen Quellen festgemacht. Trotzdem fuehrt eine ungenaue Darstellung nach L. nicht automatisch dazu, dass ein Film von allen Zuschauern als nicht authentisch empfunden wird, was in den verschiedenen Realitaetskonzepten begruendet liege. Da der durchschnittliche Zuschauer auf spezielle Fehler haeufig gar nicht aufmerksam werde, koenne er einen Film noch als realistisch empfinden, wenn ein Spezialist das Gezeigte schon als nicht authentisch klassifiziert habe. Freilich sollte man auch hierbei beruecksichtigen, dass keine gesicherten Erkenntnisse fuer diesen Schluss vorliegen. Dass die Filmstudios von einer gewissen Authentizitaetserwartung beim Konsumenten ausgehen, zeigen nach L. die verschiedenen filmischen Techniken (etwa den Film einleitende Quellenzitate), die einen realistischen Eindruck evozieren sollen.[[3]] Das Herausstreichen der historisch korrekten Darstellung ist nach Ansicht von L. somit ein Werbeversprechen wie die Garantie "spektakulaerer Action" oder "dichter Atmosphaere" (67), und solange Realismus ein Verkaufsargument sei, muesse die Kritik von gegenstaendlichen und faktisch-historischen Fehlern eine angemessene Rolle spielen. Das dritte Kapitel "Traditionen" (73-105) behandelt die Quellen des Antikfilms. Hierbei wird als erstes die "direkte intermediale Tradition" (unmittelbare Benutzung antiker Quellen) thematisiert, und zwar sehr detailliert am Beispiel 'Caligula' (75-89), daneben ferner die "vermittelte intermediale Tradition" (Benutzung nichtfilmischer Vorlagen, die ihrerseits auf den antiken Quellen basieren koennen, z.B. historische Romane) und die "intramediale Tradition" (Filme als Vorlage von Filmen, z.B. Remakes oder Parodien). In aller Regel ist die Identifikation der verschiedenen, einem Film zugrunde liegenden Traditionen sehr schwierig. So werde beispielsweise 'Caligula' inhaltlich zwar von Suetons Biographien beeinflusst, ebenso aber "von seiner Verwandtschaft zum 'Nummernporno', von dessen Erzaehlaufbau, Figureninventar und Aesthetik" (97). Zusaetzlich erschwerend bei der Identifikation der verschiedenen, einem Film zugrunde liegenden Traditionen wirkt sich der Umstand aus, dass ein Film immer eine Gemeinschaftsproduktion ist mit vielen undokumentierten Einfluessen durch zahlreiche Personen, nicht zuletzt die Schauspieler. Im vierten Kapitel befasst sich L. mit den "Erzaehlformen" (106-139). Bezueglich der Auswahl der Figuren sei festzustellen, dass im Antikfilm zur roemischen Kaiserzeit zahlreiche Namenlose und unwichtige Nebencharaktere mitspielen. Anders als "in den meisten mythologischen Antikfilmen bildet die extreme Zentrierung auf einen einzelnen 'Helden' dabei nicht unbedingt die Regel" (109). Meistens habe man mehrere maennliche Hauptfiguren, in den Filmen der Untersuchungsgruppe besonders Mitglieder der hoechsten Familien oder des Kaiserhauses (im Unterschied z.B. zum Mittelalterfilm, in dem nach L. Herrscherfiguren nur Randerscheinungen sind). Anhand einer nuetzlichen Aufstellung (112f.) kann L. belegen, dass unter den dargestellten Herrschern die Mitglieder der iulisch-claudischen Dynastie dominieren und dass hiervon konsequenterweise auch der zeitliche und raeumliche Aufbau (in der Regel groessere Siedlungen/Staedte) der Filme bestimmt wird. Die Ursachen fuer die thematische Konzentration auf das genannte Herrscherhaus sind schwer auszumachen. Ein Grund koennte darin liegen, dass man sich gern an vorhandenen Konzepten orientiert, die sich bereits als erfolgreich erwiesen haben. Dabei sei an dieser Stelle hinzugefuegt, dass dieses Vorgehen seitens der Filmindustrie nicht nur auf die Historienfilme zutrifft; man denke nur an die 'Rocky'-Reihe oder die uebermaessig lange 'Police Academy'-Serie! Erst in der Zusammenfassung des Kapitels aeussert L. die These, dass der inhaltlichen Reduktion der von ihm untersuchten Gruppe von Filmen "die Idee der (legitimationsstrategisch gesprochen) 'glaubwuerdigsten Geschichte' zugrunde liegt, d.h. der "Wunsch [...] eine moeglichst fugenlose Erzaehlung aufzubauen, die wegen der Besinnung auf Etabliertes 'sicheres Terrain' bedeutet" (137). Der naechste Abschnitt ist den "Kaiserbildern" (140-189) gewidmet. L. stellt heraus, dass der gegen Boesewichte kaempfende Held ein zentrales Element des Antikfilmes ist. Der 'gute' Kaiser beweise sich auf dem Schlachtfeld, enthalte sich willkuerlicher Gewalt und greife nur im Dienste hoeherer Zwecke auf sie zurueck, habe heterosexuelle Praeferenzen, die nie ausarten, oder sei aufgrund seines Alters gegen sexuelle Reize immun, verhalte sich in religioeser Hinsicht pragmatisch und sei misstrauisch gegen alles Uebernatuerliche.[[4]] Dagegen nehme der 'schlechte' Kaiser nicht an Schlachten teil oder verfolge sie nur aus grosser Entfernung, greife ruecksichtslos zu gewalttaetigen Mitteln, um seinen Willen durchzusetzen oder auch nur aus Freude an seiner Macht, sei sexuell nicht eindeutig orientiert, neige zu Inzest, missbrauche seine Macht fuer die Befriedigung seiner perversen Gelueste und erklaere sich selbst zum Gott. Neben diesen typisch guten bzw. schlechten Eigenschaften der Kaiser stehen nach L. allerdings auch individualisierende Charakterzuege, die den Unterschied zwischen den bekannteren guten Herrschern, wie Caesar und Marc Aurel, oder den bekannteren schlechten, wie Nero und Caligula, ausmachen. Dabei ist L. der Ansicht, dass sich "mit ganz wenigen Ausnahmen [...] bei den Kaiserfiguren keine Entwicklung nachweisen" laesst (176). Leider geht L. nicht naeher auf diese "Ausnahmen" ein. So haette man gerne Naeheres darueber erfahren, warum gerade Octavian/Augustus, von dem L. in der Zusammenfassung am Schluss des Buches meint, dass seine Darstellung sich in den Filmen 'Antonio e Cleopatra', 'I, Claudius', 'Le Legioni di Cleopatra', 'Kureopatora' oder in Shakespeares 'Antony and Cleopatra' jeweils unterscheide (222), anscheinend zu diesen Ausnahmen zu rechnen ist. Das letzte Kapitel "Genre" (190-221) nimmt als Ausgangspunkt fuer die Diskussion um den Genre-Begriff 'Antikfilm' den Oscar-praemierten Kassenschlager 'Gladiator' und den wissenschaftlichen Disput um die Frage, ob es sich bei diesem Werk um einen Antikfilm handelt oder nicht, wobei diese Frage auch darueber entscheidet, ob man inzwischen von einer dritten 'Welle' des historischen Antikfilmes sprechen sollte. Rainer Rother hat in einem kurzen Artikel des Jahres 2001 eine Wiederbelebung des Genres durch 'Gladiator' bestritten.[[5]] Zwar koennte allein die Quantitaet der Antikfilme im Gefolge von 'Gladiator' inzwischen den Anschein erwecken, dass die Frage bereits entschieden ist. Allerdings ist auch mehrere Jahre nach Rother von Mischa Meier aehnlich geurteilt worden,[[6]] weshalb sich L. ausfuehrlich mit den Argumenten Rothers und Meiers auseinandersetzt. Rother macht seine Ansicht an drei Hauptfaktoren fest: technische Entwicklung, Darstellung von Sexualitaet und moralische Tendenz. Im Gegensatz zu 'Gladiator' haetten die Antikfilme der ersten beiden Hochphasen bedeutende technische Neuerungen enthalten. Ferner erkennt Rother - nach Ansicht von L. korrekt - "eine Diskrepanz zum christlichen Pathos frueherer Produktionen" (194) und den "differenzierenden Verzicht auf die Darstellung von Sexualitaet" (195). L. kann diese Faktoren wie auch weitere Argumente Rothers und von Meier ins Spiel gebrachte Punkte entkraeften, zum Teil, indem er sie zwar nicht widerlegt, aber ihre Bedeutung fuer die Zuschreibung zum Genre 'Antikfilm' in Frage stellt. Letztlich handelt es sich also um eine reine Frage der Definition: Was sind die entscheidenden Kriterien eines Antikfilmes? Nach einer Problematisierung des 'Genre'-Begriffes schlaegt L. vor, von Antikfilmen "im engeren Sinn" und "im weiteren Sinn" (217f.) zu sprechen, wobei zur zweiten Kategorie alle Filme zu zaehlen seien, die "nach der ueblichen Epocheneinteilung" (217) in der Antike spielen. Antikfilme "im engeren Sinn" stellten zudem "historische Personen, Ereignisse und Orte ins Zentrum" (217) der Darstellung, wobei L. sich bewusst ist, dass dieses Kriterium nur "maessig trennscharf" (217) ist. Den Schluss des Buches bilden eine Zusammenfassung "Fazit und Ausblick" (222-229), ein ausfuehrliches Literaturverzeichnis (233-265), die bereits erwaehnte Filmographie (267-326), die alle erwaehnten Filme detailliert auflistet, und ein Personenregister (327-332). L. betritt mit seinem Buch zweifellos Neuland und gerade die theoretischen Aspekte haben epochenuebergreifenden Wert. Der staendige Vergleich mit bekannten und weniger bekannten Filmen anderer Genres ist sicherlich gleichfalls ein Kriterium, das der kundige, medienwissenschaftlich versierte Leser zu schaetzen weiss. Daneben fehlt aber zumindest dem Rezensenten die deutliche Schwerpunktsetzung, die der Titel der Arbeit verspricht. Nicht wenige der von L. herausgestellten Erkenntnisse sind auch auf viele weitere Film-Genres uebertragbar, wie L. selbst bisweilen bemerkt (147f.). Eine intensivere Diskussion der abweichenden Einzelfaelle waere gelegentlich sicher fruchtbarer gewesen als das Herausstellen der ueberdeutlichen Gemeinsamkeiten. Daneben steht das Problem, dass die von L. herausgestellten Thesen gelegentlich nicht angemessen nachvollzogen werden koennen. Aufstellungen wie die erwaehnte zur Darstellung der einzelnen Mitglieder der iulisch-claudischen Dynastie in den verschiedenen Antikfilmen (112f.) sind leider die Ausnahme. Wenn L. feststellt, dass "in den meisten mythologischen Antikfilmen" der einzelne Held im Zentrum der Handlung steht, im historischen Pendant dagegen "nicht unbedingt", dass letzterer "in der Regel" in groesseren Siedlungen oder Staedten spielt und dass die Kaiserfiguren von Antikfilm zu Antikfilm "mit ganz wenigen Ausnahmen" keine Entwicklung durchmachen, dann sind diese bewusst vorsichtig formulierten Aeusserungen, so plausibel sie groesstenteils klingen, fuer den Leser nicht ueberpruefbar, da L. zwar einige Beispiele, selten aber absolute Zahlen als Beleg fuer die verschiedenen Thesen nennt. Den positiven Gesamteindruck koennen diese Kritikpunkte, die ja zum Teil der schwierigen Materialuebersicht geschuldet sind, allerdings nicht trueben. L.s Untersuchung wird zukuenftigen Studien, und zwar nicht nur althistorischen, sondern gerade auch allgemeiner medienwissenschaftlich gepraegten Forschungen zweifellos als nuetzlicher Ausgangspunkt dienen, vor allem in theoretischer Hinsicht. ------------------ Notes: 1. Siehe zuletzt M. Meier/S. Slanicka (Hrsg.), Antike und Mittelalter im Film. Konstruktion - Dokumentation - Projektion (Koeln 2007), welche von M. Lindner in H-Soz-u-Kult (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-4-226) rezensiert wurde. Eine ausfuehrliche Literaturliste bietet A. Juraske, Bibliographie "Antike und Film", AAHG 59, 2006, 129-178. Siehe auch die von mir erstellte, epochenuebergreifende Literatur-Liste auf der im Rahmen eines studentischen Projekts erstellten Internet-Seite zum historischen Film (http://www.historischer-film.uni-osnabrueck.de) . 2. M. Lindner (Hrsg.), Drehbuch Geschichte. Die antike Welt im Film, Antike Kultur und Geschichte 7 (Muenster 2005). Der Band vereint acht Beitraege von Forscherinnen und Forschern verschiedenster Disziplinen. 3. Etwas verwunderlich ist der Umstand, dass L. hierbei als Fallstudie ausgerechnet 'The Ten Commandments' dient, welcher nicht zu der eingangs definierten Untersuchungsgruppe gezaehlt werden kann. 4. Hierbei wird Caesar als Beispiel angefuehrt. Den von L. angedeuteten Widerspruch (170f.) zwischen der filmischen Darstellung des Dictators und dem historischen Caesar, der seine Vergoettlichung selbst auf den Weg brachte, kann ich nicht erkennen. Pragmatische Politik nutzte in der spaeten Republik gerne Religion zu ihrem Vorteil aus. Dass Caesar als Gott verehrt werden wollte, belegt keineswegs seine Religiositaet. Dabei ist es voellig unwesentlich, ob die Vergottung vor oder nach seinem Tod eintreten sollte; vgl. hierzu K. Matijevic, Antonius und die Vergottung Caesars. In: W. Spickermann/K. Matijevic/H. H. Steenken (Hrsg.), Rom, Germanien und das Reich. Festschrift zu Ehren von R. Wiegels anlaesslich seines 65. Geburtstages (St. Katharinen 2005) 80-103. 5. R. Rother, Rueckkehr des Sandalenfilms? Ueber Genre und Einzelstueck, Merkur 55 (2001) 356-361. 6. M. Meier, "Gewinne die Menge!" Warum der Hollywood-Antikfilm mit Gladiator (noch) nicht wieder auferstanden ist, Werkstatt Geschichte 36 (2004) 92-102.