Re: Wahl des Compilers
Uwe Scholz <[email protected]>
| Newsgroups | gmane.linux.gentoo.user.german |
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| Message-ID | <20130912091450.GB1877@uwe-notebook> |
Hallo Martin, [email protected] schrieb am [Thu, 12.09.2013 10:26]: > hallo zusammen, > > ich wollte mal fragen, ob jemand von euch einen alternativen compiler > in gentoo nutzt. > ... > ich verwende neben dem GCC auch ICC für einige Programme. Da ich auch hobbymäßig programmiere, konnte ich in meinem Monte-Carlo-Programm einen bis zu 20%igen Geschwindigkeitsvorteil bei der Verwendung von ICC gegenueber GCC feststellen. Das funktioniert auch beim Packen von Daten z.B. mittels bzip2 oder tar, mit denen ich das vor einiger Zeit ausführlich getestet habe. Dabei hängt es natürlich davon ab, was man für einen Rechner/Prozessor besitzt, und ob ICC aus diesem noch etwas rauskitzeln kann. Bei meinem T400 von Lenovo scheint das wohl gut zu funktionieren, aber auf meinem alten Intel Celeron PC sind die Optimierungen von GCC und ICC nahezu identisch. Faustregel also: Je neuer der Prozessor, desto eher lohnt sich der Umstieg auf den ICC bei bestimmten Anwendungen. Für die Einrichtung vom ICC hat mir http://www.gentoo-wiki.info/HOWTO_ICC_and_Portage sehr geholfen. Besonders komfortabel ist, dass man dann in der portage.icc einstellen kann, welche Pakete mit dem ICC übersetzt werden sollen und portage sich anschließend um alles weitere kümmert. In dieser Datei stehen bei mir jetzt einige Programme drin, hauptsächlich Grafik/Multimedia-Anwendungen. Sicherheitskritische Software würde ich dort allerdings nicht eintragen, insbesondere solche, die für Verschlüsselung zuständig sind - man weiß ja nie. Es gab wohl/gibt Antstrengungen, den gesamten Kernel mit dem ICC zu übersetzen. Aber das ist, soweit ich weiß, nie über den experimentellen Status hinaus gegangen. Aufgrund der aktuellen Debatte hätte ich da auch wirklich meine Zweifel, ob man das überhaupt will. Aber das ist ein anderes Thema. Die Verwendung des ICC ist für den Privatgebrauch kostenfrei. Man muss sich vor der Installation erst eine Lizenzdatei beschaffen und sich einmalig bei Intel anmelden. Wie das genau geht, wird bei der Installation mittels emerge und dann in der angezeigten Webseite erklärt, IIRC. > gruss > martin Viele Grüße, Uwe -- An Rheumatismen und an wahrer Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird. -- Marie von Ebner-Eschenbach