Re: Leap 16.0 - Neuinstallation - Die schlechteste SUSE aller Zeiten
Christian <[email protected]> Sat, 16 May 2026 14:31:13 +0200
| Newsgroups | gmane.linux.suse.general.german |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
Am 16.05.26 um 07:13 schrieb Manfred Haertel, DB3HM:
> Christian schrieb:
>
>> - Ich kann nicht partitionieren wie ich will
>> - Ich kann nicht entscheiden, ob ich wicked oder NM möchte
>> Kann der NM jetzt mit bridges umgehen ?
>> NM machte bisher nur Sinn für mobile Geräte, welche ständig das
>> Netzwerk wechseln.
>> Für Server war wicked einfach nur perfekt.
>> - Ich kann nicht entscheiden, ob ich apparmor oder den anderen
>> Schwachsinn möchte.
>> Ich bekomme das aufgezwungen, wie ein kleines Kind, das nicht weiß,
>> was es will. Ich will Apparmor. Das ist iuntuitiv, verständlich und
>> einfach anziupassen. SELinux ist das komplette Gegenteil von einfach.
>> - Das System ist nach der Installation ohne aktiven **sshd**.
>> Was soll das ? Ich werde noch nicht einmal gefragt, ob ich das so
>> haben möchte.
>> - YaST scheint auch obsolet zu sein, weil es nicht standardmäßig
>> installiert ist. OK, was ist die ALternative ?
>> cockpit ? Ist ja auch nicht installiert.
>> Macht Ihr jetzt die SUSE zu einem Hardcore Debian Pendent ?
>> Server Version gibt es scheinbar auch nicht mehr als Install-Option ?
> Na ja, leider ist es seit einigen Jahren in der IT "hip", dem Nutzer
> nicht zu viele Optionen zu geben, mit der Begründung, das würde nur
> verwirren. Beispiele dafür gibt es zahlreich.
Wessen Aufmerksamkeit versucht man damit zu erregen ?
Vielleicht sollte man zu Beginn den User Fragen, ob er im **PRO** Modus
oder für **Dummies** installieren will.
>
> Immerhin, Linux gibt einem nach wie vor die Möglichkeit, nach der
> Installation an vielen Ecken nachzubessern.
Wird mit Änderungen der Partionierung schwierig. Sowas macht man IMHO
vorher. Ich hätte hier aber schon gerne **Einfluß**
>
> Was mich an 16.0 nervt, ist, dass vieles unfertig wirkt.
>
> Ich musste gestern einige Pakete nachinstallieren. Hab ich früher mit
> yast gemacht, weil richtig schön intuitiv. Jetzt ist myrlyn der
> Nachfolger mit praktisch identischer Oberfläche.
Wie spricht man denn das aus ?
>
> Nur komischerweise hat myrlyn nicht alle Pakete gefunden, zumindest
> nicht, wenn man nicht zufällig den vollständigen Namen des Paketes
> kannte. Wann er was findet, war für mich nicht nachvollziehbar, das war
> wie zufällig. Da ich aber die Pakete nun mal dringend haben wollte, habe
> ich mich auch (noch) nicht an die Analyse begeben. "zypper search"
> funktionierte jedenfalls so wie gewollt und fand alles.
Zum Glück habe ich das bisher immer mit zypper gemacht, da ich
überwiegend auf der Konsole unterwegs bin.
>
> Oder nehmen wir das Beispiel Patches installieren: plasma-discover ist
> ja schön und gut und übersichtlich. Aber warum zeigt er nach der
> Überprüfung erst mal teilweise 10 Sekunden lang an, dass er keine
> Patches gefunden hat und Millisekunden bevor man das Fenster zumacht,
> WEIL man ihm glaubt, überlegt er es sich anders und zeigt sie an? Kann
> man da nicht wenigstens ein "bitte warten" einblenden, so lang er das
> nicht weiß?
Nutze keine KDE und kein GNOME. Viel zu überladen.
WindowMaker ist meine Wahl seit Jahren ...
>
> Das sind so elementare Dinge, die müssen einfach besser funktionieren.
>
> So ist das auch mit manchen Neuerungen. Da Du es erwähnst:
> NetworkManager ist tatsächlich ein gutes Tool und funktioniert
> MITTLERWEILE auch recht fehlerfrei, so jedenfalls meine Erfahrung.
> Seinen schlechten Ruf hat das Tool aus der Zeit, wo es eben nicht so gut
> funktionierte.
Für NM wäre eine GUI wünschenswert, da **nmcli** sehr umfangreich und
kompliziert ist.
Was sit aus der guten alten Zeit geworden, als man Netzwerk configs von
Hand geschrieben hat und dann einfach **rcnetwork restart** machte und
fertig war?
>
> Beispiel: Auf einem Laptop hatte ich vor Jahren mal nach einem Update
> Monate lang das Problem, dass NetworkManager nicht zuverlässig eine
> WLAN-Verbindung herstellen konnte (auch was elementares). Ich habe den
> Fehler erst mal nicht finden können und habe mir extra Scripte
> geschrieben, die den Connect mehrfach probieren. Bis ich zufällig (!)
> heraus bekam, dass bei einem Update das Feature eingeschaltet wurde,
> dass die WLAN-MAC-Adresse aus Sicherheitsgründen (seufz) randomisiert
> wurde. Natürlich ungefragt. Und es gab dabei eben eine Race Condition,
> die wenn sie auftrat, den Connect verhinderte, weil die MAC eben einen
> Ticken zu spät randomisiert wurde... Feature abgeschaltet, alles lief
> wieder stabil. Auch so was muss nicht sein.
Problem mit neuerem Package ?
Downgrade + Package-Lock
>
> Wayland ist anscheinend heute noch in diesem Zustand. Das hat bei mir
> immer noch in besonderen Situationen Artefakte oder ist nicht performant
> und ständig gibt es Neuerungen, die erst mal nicht richtig oder sogar
> gar nicht funktionieren. Mir graut vor der X11-Abschaltung. Ich habe
> andere Ansprüche an die Fehlerfreiheit eines neuen Tools und bin damit
> auch beruflich immer gut gefahren - hat Ärger vermieden...
>
> Aber die meisten User sind anscheinend leidenswilliger als ich...
>
Nein, ich bin definitiv nicht leidenswilliger ...
Warum meinen andere Menschen immer Sie müssten Entscheidungen an meiner
statt machen. Ich bin alt genung und erfahren genug, daß ich nach wie
vor entscheiden kann, wie ich mein Linux installiert haben möchte
inklusive dem Partitions-Layout.
Und wenn ich kein BTRFS haben möchte, dann ist das meine Entscheidung.
Ich sage ja auch nicht, daß alle MA bei SUSE ab Montag **blonde** Haare
haben müssen ...
... denkt mal darüber nach liebe Leut's bei SUSE.
Danke :-)
--
Christian
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