[ffii] NoSoftwarePatents.com wird zur FFII-Plattform
[email protected] (PILCH Hartmut) Wed, 30 Mar 2005 13:35:42 +0200 (CEST)
| Newsgroups | gmane.org.ffii.neues |
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| Message-ID | <[email protected]> |
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PRESSEERKLÄRUNG FFII -- [ Europa / Wirtschaft / Datenverarbeitung ]
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Zusammenschluss europäischer Softwarepatentkritiker:
Nosoftwarepatents.com wird zu einer Plattform des FFII
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München, 30. März 2005. Im Vorfeld der zweiten Lesung des
Europaparlaments zur Softwarepatent-Richtlinie formiert sich die
europäische Widerstandsbewegung gegen Softwarepatente neu. Heute wurde
bekanntgegeben, dass der FFII e. V. (Förderverein für eine Freie
Informationelle Infrastruktur), der den Widerstand gegen
Softwarepatente in der EU anführt, die Kampagne Nosoftwarepatents.com
übernimmt.
Mit Inhalten in 17 Sprachen spricht NoSoftwarePatents.com ein
europaweites Publikum an und vermittelt leicht verständliche
Informationen über das strittige Thema. Die Kampagne wurde von Florian
Müller, einem Unternehmer und Berater, letztes Jahr mit der
Unterstützung von drei Sponsoren -- 1&1, Red Hat und MySQL AB -- ins
Leben gerufen. NoSoftwarePatents.com machte sich schnell dafür einen
Namen, keine offenen Worte in der Kritik an Firmen und Organisationen
zu scheuen, die für Softwarepatente eintreten.
"NoSoftwarePatents.com ist bei weitem das beste Einstiegsportal zum
Thema der Monopolansprüche auf Organisations- und Rechenregeln", sagte
Hartmut Pilch, Vorsitzender des FFII. "Florian Müller hat ein bislang
fehlendes Bindeglied zwischen verschiedenen Interessentenkreisen
geschaffen. Gemeinsam mit 1&1, Red Hat und MySQL wird unser
Medien-Team jetzt die Plattform NoSoftwarePatents.com nutzen, um der
großen Mehrheit der Firmen und Einzelpersonen, deren Freiheit und
Produktivität von Softwarepatenten bedroht ist, weiter den Rücken zu
stärken."
Aus Sicht von NoSoftwarePatents.com-Gründer Florian Müller wird die
Übernahme seiner Website "die Führungsposition des FFII weiter
festigen". Seine Biographie auf der Website habe -- wie er nun in
Erinnerung rief -- vom ersten Tag an darauf hingewiesen, dass er
lediglich "vorübergehend sein eigenes Softwareentwicklungsprojekt
unterbrochen" hatte, um sich gegen Softwarepatente zu engagieren. Nun
sei für ihn "nach einem fantastischen Jahr in der Politik" die Arbeit
gekommen, sein eigenes Projekt -- ein Computerspiel -- fortzusetzen,
doch von Zeit zu Zeit werde er auch künftig "in den Ring steigen".
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Weiterführende Informationen über das Softwarepatent-Richtlinienverfahren
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Am 7. März dieses Jahres beschloss die Luxemburgische
Ratspräsidentschaft "aus prozeduralen Gründen" einen "gemeinsamen
Standpunkt" des Ministerrates zu Softwarepatenten. Ob und wie dabei
eine rechtsgültige Entscheidung zustande kam, ist noch ungeklärt. 23
Fragen des FFII
http://wiki.ffii.org/LtrConsFfii050308De
zum Vorgehen der Minister, die offensichtlich entgegen gegebenen
Versprechen und bindenden Weisungen handelten und durch ein
Schmierentheater ihre jeweilige Verantwortung zu verschleiern suchten,
sind bislang unbeantwortet geblieben.
Wesentlich umfangreicher als der beschlossene Text selbst sind die
zahlreichen unilateralen Erklärungen von Mitgliedsländern, darunter
auch von sechs, die ursprünglich zugestimmt hatten, aber sich
Änderungen wünschen.
Der FFII unterhält ein Büro in Brüssel und hat vorgestern einen Brief
mit Anhängen
http://wiki.ffii.org/Plen05De
in gedruckter Form an alle Abgeordneten verteilt.
Auch wenn in diesem hart umkämpften Verfahren selten Sicherheit
besteht, sieht es danach aus, dass das Europäische Parlament Mitte
April seine zweite Lesung beginnen und Anfang Juli abstimmen wird. Da
der einhellige Wunsch des Europaparlaments nach Neustart dieses
Verfahrens durch die EU-Kommission entgegen den Gefplogenheiten und
ohne weitere Begründung abgelehnt wurde, ist nun eine Mehrheit aller
Mitglieder des Parlaments erforderlich, um Änderungen oder eine
komplette Ablehnung zu beschließen. Nach Änderungen durch das
Parlament geht der Ball zurück an den EU-Rat und danach in ein
mögliches Vermittlungsverfahren.
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Über die Kampagne NoSoftwarePatents.com
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Die Kampagne NoSoftwarePatents.com wurde am 20. Oktober gestartet und
wird von mehreren IT-Unternehmen (1&1, GMX, Schlund+Partner, Red Hat
und MySQL AB) unterstützt. Die von der Kampagne geäußerten Ansichten
sind die des Kampagnenleiters und nicht zwangsläufig diejenigen der
vorgenannten Unternehmen.
Durch Inhalte in derzeit 17 Sprachen wendet sich die Kampagne an ein
europaweites Publikum. Weitere Informationen über die Kampagne sind
auf ihrer Website verfügbar.
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Über den FFII -- http://www.ffii.org/
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Der FFII ist ein in München eingetragener gemeinnütziger Verein für
Volksbildung im Bereich der Datenverarbeitung. Der FFII unterstützt
die Entwicklung öffentlicher Informationsgüter auf Grundlage des
Urheberrechts, freien Wettbewerbs und offener Standards. Über 500
Mitglieder, 1200 Firmen und 80000 Unterstützer haben den FFII mit
der Vertretung ihrer Interessen im Bereich der Gesetzgebung zu
Software-Eigentumsrechten beauftragt.
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Kontaktdaten
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Für weitere Informationen zu dieser Ankündigung oder der Kampagne
NoSoftwarePatents.com wenden Sie sich bitte an:
Hartmut Pilch
Vorsitzender, FFII e.V.
Tel. +49 (89) 18979927
[email protected]
Florian Müller
Kampagnenleiter, NoSoftwarePatents.com
Tel. +49 (8151) 651850
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