Re: ITU will IPv6 Adressraum
Florian Weimer <[email protected]> Sat, 27 Feb 2010 15:30:11 +0100
| Newsgroups | gmane.org.fitug.debate |
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| Message-ID | <[email protected]> |
* Niels Dettenbach: > Am Freitag 26 Februar 2010 17:18:00 schrieb Gert Doering: >> Ja, das ist tatsaechlich eine spannende Frage. Wenn die Leute, die sich >> mit dem Internet auskennen, letztlich die Entscheidung treffen, dann ist >> da nichts zu erwarten. > Die ITU hat sich bisher wenig um die Interessen oder Belange von > Communities - ebensowenig der IP Community (aus ISPs, IP-Usern und > Endusern) gek=FCmmert. Warum auf einmal sollte Sie es heute tun? Es gibt gar keine Internet-Community, auf die die ITU R=FCcksicht nehmen k=F6nnte. > Ich denke sie hat erkannt, das IANA, RIPE & Co. von den meisten > L=E4ndern wie deren Regierungen weder verstanden noch in der Form > "gew=FCnscht" sind. Nicht wenige Regierungen sehen ihre "Souver=E4nit=E4t" > durch das "autonome Internet" ausgehebelt. Was nat=FCrlich Quatsch ist. RIPE ist im wesentlichen ein gemeinn=FCtziger Verein nach holl=E4ndischem Recht. Wenn sie zu viel Bl=F6dsinn machen, sind sie recht schnell weg vom Fenster. Die in j=FCngerer Zeit immer wieder kritisierte Praxis der Adre=DFvergabe an juristische Personen, die kaum existieren, mag zwar den Eindruck solcher Autonomie erwecken. Letztlich handelt es sich aber um ein Problem einiger europ=E4ischer Nationalstaaten, die (vermutlich im Rahmen von KMU-F=F6rderungsprogrammen) offenbar die Schaffung juristischer Personen =FCber einen sinnvolles Ma=DF hinaus vereinfacht haben. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es nicht einmal n=F6tig, Unterlagen =FCber den rechtlichen Status von Firmen zu f=E4lschen. Die ITU wird auch unter diesen Bedingungen arbeiten m=FCssen, aber mit st=E4rker formalisierten Prozessen, die weitergehende Umgehungsm=F6glichkeiten bieten. Wir sollten auch nicht vergessen, da=DF das RIR/LIR-Modell dazu f=FChrte, da=DF Innovation im Routing-Bereich v=F6llig in den propriet=E4ren Bereich abgedriftet ist. Mehere Firmen haben Overlay-Netze ausgerollt, die auf IP- oder HTTP-Basis ein eigenes Routing implementieren, worunter die Interoperabilit=E4t leidet. Das RIPE-Kostenmodell beg=FCnstigt z.B. ausdr=FCcklich historische Adre=DFinhaber (die zudem einen gro=DFen Teil der Adressen gar nicht in die Abrechnungen einbringen) auf Kosten von Neuank=F6mmlingen. _______________________________________________ Debate Mailing-Liste [email protected] Ein- und Austragen: https://lists.fitug.de/mailman/listinfo/debate Archiv: http://www.fitug.de/debate/