und noch einmal ... Word v.X

Michael Bautz <[email protected]> Wed, 21 Apr 2004 06:20:35 +0200
Newsgroups gmane.os.apple.ms-office.german
Message-ID <[email protected]>
> Gerade das hätte m.E. dafür gesprochen, sich _zuerst_ ein vernünftiges
> Programm auszugucken und _dann_ die Kollegen mit einem Konzeptpapier zu
> versorgen (bitte Dokument so und so anlegen).

In einer idealen Publishing-Welt hätte man in der Tat so und nicht 
anders verfahren sollen ... das würde allerdings voraussetzen, daß der 
Verlag die Seitenparameter nicht erst 14 Tage vor der Drucklegung 
mitteilt, um dann nebenbei anzufragen, ob man das Layout nicht selbst 
erstellen könne, damit die Produktionskosten reduziert werden (da die 
Angebotskalkulation leider fehlerhaft war und die Kosten für das Layout 
schlicht "vergessen" wurden).

Zudem weiß JEDER, der schon mal einen Kongreßband, ein Lehrbuch o.ä. 
mit einer Vielzahl von Autoren herausgegeben hat, ...

> Dass die das nicht einhalten

Es ist schon verdammt schwer, mehr als 3 Autoren dazu zu bringen, auf 
einem Abstract-Formular einfachste Layout-Vorgaben einzuhalten ... also 
bei einem Text, der i.d.R. in ein ca. 15x20cm großes Rechteck paßt: Je 
simpler und strikter die Vorgaben, desto ausgeprägter wird die Tendenz 
sein, dagegen mit geradezu unbändiger Kreativität zu verstoßen. Wir 
Psychos nennen dieses Phänomen "Reaktanz" und ertragen es meist ebenso 
gelassen, wie das Wetter.

> Ja was denn? Denkst Du, Layoutprogramme können das nicht? Die können 
> das
> mindestens ebensogut wie Word. Du musst dem Layoutprogramm nur sagen, 
> an
> welcher Textstelle die Fußnote hin soll - es verwaltet die dann ganz
> automatisch (inkl. Nummerierung).

Ja was denn? Denkst Du, alle außer Dir sind hirntot? Die Tatsache, daß 
die meisten Layoutprogramme Fußnoten, DIE IN DIESEN PROGRAMMEN ERZEUGT 
WERDEN, automatisch numerieren und verwalten können, ist auch mir nicht 
verborgen geblieben. Das angesprochene Problem bestand aber darin, daß 
die meisten Layoutprogramme automatisch numerierte Fußnoten aus Word 
nicht vernünftig importieren können: statt sie auf den einzelnen Seiten 
zu belassen, werden sie beim Import allesamt ans Ende der Datei 
verfrachtet ... aus der Fuß- wird somit ungewollt eine Endnote. AFAIK 
ist Adobe FrameMaker das einzige Programm, das diesen Stunt tatsächlich 
beherrscht.

> Diesmal ist's zu spät, aber das nächste Mal würde ich schon so 
> vorgehen.

Nichts für ungut, aber Deine Kommentare kommen etwas oberlehrerhaft 
daher!

Außerdem geht diese Argumentation am Kern des Problems vorbei: 
Microsoft bewirbt Word als mächtiges Textverarbeitungsprogramm MIT 
Layoutfeatures. Wie wir alle wissen, geht Word jedoch bei längeren 
Dokumenten mit vielen eingebundenen Tabellen und Abbildungen oft 
mächtig in die Knie. Nun zu sagen: "Mein Gott, das weiß doch jeder! 
Dann nimmst Du halt ein richtiges Layoutprogramm ... sieht doch eh 
besser aus!" entläßt m.E. den Hersteller zu leicht aus seiner 
Verantwortung, ein zuverlässiges Produkt zu liefern!

Just my 2 cents ...

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Most people think life sucks, and then you die. Not me. I beg to differ.
I think life sucks, then you get cancer, then your dog dies, your wife
leaves you, the cancer goes into remission, you get a new dog, you get
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  Dipl.-Psych. Michael Bautz, Stellvertretender Projektleiter AG SUPPORT
  der Aerztekammer Niedersachsen, c/o Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs-
  und Intensivmedizin, Klinikum der Georg-August-Universitaet Goettingen
  Waldweg 35, 37073 Goettingen    Phone: 0551-394069    Fax: 0551-393189

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