svn commit: r48976 - head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security

Bjoern Heidotting <[email protected]>
Newsgroups gmane.os.freebsd.devel.cvs.doc
Message-ID <[email protected]>
Author: bhd
Date: Tue Jun 21 20:44:03 2016
New Revision: 48976
URL: https://svnweb.freebsd.org/changeset/doc/48976

Log:
  Update to r48670:
  
  Add a section on installing sudo and some basic instruction on the use.
  
  Reviewed by:	bcr
  Differential Revision:	https://reviews.freebsd.org/D6909

Modified:
  head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml

Modified: head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml
==============================================================================
--- head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml	Tue Jun 21 20:21:59 2016	(r48975)
+++ head/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/security/chapter.xml	Tue Jun 21 20:44:03 2016	(r48976)
@@ -5,7 +5,7 @@
 
      $FreeBSD$
      $FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/security/chapter.xml,v 1.178 2012/04/30 17:07:41 bcr Exp $
-     basiert auf: r48103
+     basiert auf: r48670
 -->
 <chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0" xml:id="security">
   <info><title>Sicherheit</title>
@@ -4145,4 +4145,213 @@ jail:httpd:memoryuse:deny=2G/jail</progr
       in &man.rctl.8;.</para>
     </sect2>
   </sect1>
+
+  <sect1 xml:id="security-sudo">
+    <info>
+      <title>Gemeinsame Administration mit Sudo</title>
+
+      <authorgroup>
+	<author>
+	  <personname>
+	    <firstname>Tom</firstname>
+	    <surname>Rhodes</surname>
+	  </personname>
+	  <contrib>Beigetragen von </contrib>
+	</author>
+      </authorgroup>
+      <authorgroup>
+	<author>
+	  <personname>
+	    <firstname>Björn</firstname>
+	    <surname>Heidotting</surname>
+	  </personname>
+	  <contrib>Übersetzt von </contrib>
+	</author>
+      </authorgroup>
+    </info>
+
+    <indexterm>
+      <primary>Sicherheit</primary>
+      <secondary>Sudo</secondary>
+    </indexterm>
+
+    <para>Systemadministratoren benötigen häufig die Möglichkeit,
+      Benutzern erweiterte Berechtigungen zu gewähren, damit
+      diese privilegierte Aufgaben ausführen können.  Die Idee, dass
+      Teammitglieder einen Zugang zu einem &os;-System zur Verfügung
+      gestellt bekommen, um ihre spezifischen Aufgaben erledigen zu
+      können, stellt den Administrator vor eine große
+      Herausforderung.  Diese Teammitglieder benötigen in der Regel
+      nur einen eingeschränkten Zugang.  Für manche Aufgaben werden
+      jedoch die Rechte des Superusers benötigt.  Zum Glück gibt es
+      keinen Grund, diesen Mitgliedern einen solchen Zugang zu geben,
+      da es Werkzeuge für genau diesen Anwendungsfall gibt.</para>
+
+    <para>Bislang wurde in diesem Kapitel immer versucht, den Zugriff
+      für autorisierte Benutzer zu gewähren und den Zugriff für
+      nicht autorisierte Benutzer zu verhindern.  Ein weiteres Problem
+      entsteht, sobald autorisierte Benutzer Zugriff auf die
+      Ressourcen des Systems haben.  In vielen Fällen benötigen einige
+      Benutzer Zugriff auf Startskripte von Anwendungen.  In anderen
+      Fällen muss eine Gruppe von Administratoren das System
+      verwalten.  Traditionell wird der Zugriff über Benutzer,
+      Gruppen, Dateiberechtigungen und manchmal sogar &man.su.1;
+      verwaltet.  Und da immer mehr Anwendungen einen Zugriff brauchen
+      und immer mehr Benutzer Zugriff auf die Systemressourcen
+      benötigen, ist ein besserer Lösungsansatz erforderlich.  Die am
+      häufigsten verwendete Anwendung in solchen Fällen ist derzeit
+      <application>Sudo</application>.</para>
+
+    <para><application>Sudo</application> erlaubt dem Administrator
+      eine rigide Konfiguration des Zugriffs auf bestimmte Kommandos
+      und stellt einige erweiterte Protokollfunktionen zur Verfügung.
+      Dieses Werkzeug kann als Port oder Paket
+      <package>security/sudo</package> installiert werden.  Das Paket
+      wird wie folgt installiert:</para>
+
+    <screen>&prompt.root; <userinput>pkg install sudo</userinput></screen>
+
+    <para>Nach der Installation können Sie <command>visudo</command>
+      benutzen, um die Konfiguration in einem Texteditor zu öffnen.
+      Es wird ausdrücklich <command>visudo</command> empfohlen, da
+      dieses Programm die Syntax auf Fehler überprüft, bevor die
+      Konfigurationsdatei gespeichert wird.</para>
+
+    <para>Die Konfigurationsdatei besteht aus mehreren kleinen
+      Abschnitten, die eine umfangreiche Konfiguration ermöglichen.
+      Im folgenden Beispiel soll der Webentwickler (<systemitem
+	class="username">user1</systemitem>) den Dienst
+      <replaceable>webservice</replaceable> starten und stoppen
+      dürfen.  Um ihm dieses Recht zu gewähren, fügen Sie folgende
+      Zeile an das Ende von
+      <filename>/usr/local/etc/sudoers</filename> ein:</para>
+
+    <programlisting>user1   ALL=(ALL)       /usr/sbin/service webservice *</programlisting>
+
+    <para>Der Benutzer kann jetzt
+      <replaceable>webservice</replaceable> über dieses Kommando
+      starten:</para>
+
+    <screen>&prompt.user; <userinput>sudo /usr/sbin/service <replaceable>webservice</replaceable> start</userinput></screen>
+
+    <para>Diese Konfiguration gestattet den Zugriff auf den
+      <application>webservice</application> für einen einzelnen
+      Benutzer.  Jedoch ist in den meisten Organisationen ein ganzes
+      Team für die Verwaltung eines solchen Dienstes verantwortlich.
+      Mit einer weiteren Zeile ist es möglich, einer ganzen Gruppe
+      diesen Zugriff zu geben.  Die folgenden Schritte erstellen eine
+      Gruppe mit den entsprechenden Benutzern.  Der Gruppe wird es
+      dann ermöglicht, diesen Dienst zu verwalten:</para>
+
+    <screen>&prompt.root; <userinput>pw groupadd -g 6001 -n webteam</userinput></screen>
+
+    <para>Nun werden die Benutzer mit Hilfe von &man.pw.8; in die
+      Gruppe <replaceable>webteam</replaceable> hinzugefügt:</para>
+
+    <screen>&prompt.root; <userinput>pw groupmod -m user1 -n webteam</userinput></screen>
+
+    <para>Zuletzt wird folgende Zeile in
+      <filename>/usr/local/etc/sudoers</filename> hinzugefügt, damit
+      jedes Mitglied von <replaceable>webteam</replaceable> den Dienst
+      <replaceable>webservice</replaceable> verwalten kann:</para>
+
+    <programlisting>%webteam   ALL=(ALL)       /usr/sbin/service webservice *</programlisting>
+
+    <para>Im Gegensatz zu &man.su.1;, benötigt
+      <application>Sudo</application> nur das Passwort des
+      Benutzers.</para>
+
+    <para>Benutzer, die mit Hilfe von <application>Sudo</application>
+      Programme ausführen, müssen lediglich ihr eigenes Passwort
+      eingeben.  Dies ist sicherer und bietet eine bessere Kontrolle
+      als &man.su.1;, wo der Benutzer das <systemitem
+	class="username">root</systemitem>-Passwort eingibt und damit
+      alle Rechte von <systemitem class="username">root</systemitem>
+      erlangt.</para>
+
+    <tip>
+      <para>Viele Organisationen haben bereits auf eine
+	Zwei-Faktor-Authentifizierung umgestellt.  In diesen Fällen
+	hat der Benutzer möglicherweise gar kein Passwort, welches er
+	eingeben könnte.  <application>Sudo</application> bietet für
+	solche Fälle die Variable <literal>NOPASSWD</literal>.  Wenn
+	die Variable in die obige Konfiguration hinzugefügt wird,
+	dürfen die Mitglieder der Gruppe
+	<replaceable>webteam</replaceable> den Dienst verwalten, ohne
+	ein Passwort eingeben zu müssen:</para>
+
+      <programlisting>%webteam   ALL=(ALL)       NOPASSWORD: /usr/sbin/service webservice *</programlisting>
+    </tip>
+
+    <sect2 xml:id="security-sudo-loggin">
+      <title>Protokollierung</title>
+
+      <para>Ein Vorteil von <application>Sudo</application> ist, dass
+	Sitzungen protokolliert werden können.  Mit den integrierten
+	Protokollmechanismen und dem Befehl
+	<application>sudoreplay</application> können alle über
+	<application>Sudo</application> ausgelösten Befehle
+	protokolliert und zu einem späteren Zeitpunkt überprüft
+	werden.  Um diese Funktion zu aktivieren, fügen Sie einen
+	Eintrag für das Verzeichnis der Protokolle hinzu.  Dieses
+	Beispiel verwendet eine Benutzervariable.  Weitere
+	Informationen finden Sie in der Manualpage von
+	<application>sudoreplay</application>.</para>
+
+      <programlisting>Defaults iolog_dir=/var/log/sudo-io/%{user}</programlisting>
+
+      <tip>
+	<para>Dieses Verzeichnis wird automatisch nach der
+	  Konfiguration erstellt.  Um auf der sicheren Seite zu sein,
+	  ist es am besten, das System die Verzeichnisse mit
+	  Standardberechtigungen erstellen zu lassen.  Dieser
+	  Eintrag wird auch ein Protokoll für Administratoren
+	  erstellen, wenn diese den Befehl
+	  <application>sudoreplay</application> benutzen.  Um dieses
+	  Verhalten zu ändern, kommentieren Sie die entsprechenden
+	  Zeilen in <filename>sudoers</filename> aus.</para>
+      </tip>
+
+      <para>Nachdem dieser Eintrag in die Datei
+	<filename>sudoers</filename> hinzugefügt wurde, kann die
+	Konfiguration der Benutzer für die Protokollierung
+	aktualisiert werden.  In dem gezeigten Beispiel würde der
+	aktualisierte Eintrag für das
+	<replaceable>webteam</replaceable> zusätzlich folgende
+	Änderung benötigen:</para>
+
+      <programlisting>%webteam ALL=(ALL) NOPASSWD: LOG_INPUT: LOG_OUTPUT: /usr/sbin/service webservice *</programlisting>
+
+      <para>Von nun an wird jede Änderung am
+	<replaceable>webservice</replaceable> protokolliert, wenn sie
+	von einem Mitglied der Gruppe
+	<replaceable>webteam</replaceable> initiiert wurde.  Eine
+	Liste der Sitzungen kann wie folgt angezeigt werden:</para>
+
+      <screen>&prompt.root; <userinput>sudoreplay -l</userinput></screen>
+
+      <para>Wenn Sie eine bestimmte Sitzung wiedergeben möchten,
+	suchen Sie in der Ausgabe nach dem Eintrag
+	<literal>TSID=</literal> und übergeben Sie den Wert ohne
+	weitere Optionen an <application>sudoreplay</application>.
+	Zum Beispiel:</para>
+
+      <screen>&prompt.root; <userinput>sudoreplay user1/00/00/02</userinput></screen>
+
+      <warning>
+	<para>Obwohl die Sitzungen protokolliert werden, kann ein
+	  böswilliger Administrator wahllos die Sitzungsprotokolle
+	  löschen.  Daher ist es eine gute Idee, eine tägliche
+	  Kontrolle mit einem <foreignphrase>Intrusion Detection
+	    System</foreignphrase> (<acronym>IDS</acronym>) oder
+	  einer ähnlichen Software durchzuführen, so dass andere
+	  Administratoren auf manuelle Änderungen aufmerksam gemacht
+	  werden.</para>
+      </warning>
+
+      <para><application>sudoreplay</application> ist extrem
+	erweiterbar.  Lesen Sie die Dokumentation für weitere
+	Informationen.</para>
+    </sect2>
+  </sect1>
 </chapter>

_______________________________________________
[email protected] mailing list
https://lists.freebsd.org/mailman/listinfo/svn-doc-all
To unsubscribe, send any mail to "[email protected]"
lmpx.com only provides a reader for public news (NNTP) servers. It is not affiliated with the servers or forums shown here and is not responsible for the content of articles, which is written by their respective authors.