[ox-de] keimform.de: Produzieren ohne Geld und Zwang

Christian Siefkes <[email protected]> Thu, 21 Jul 2011 19:02:36 +0200
Newsgroups gmane.politics.oekonux.german
Message-ID <[email protected]>
This is an OpenPGP/MIME signed message (RFC 2440 and 3156)
--------------enig1CEDA98AC094C166C7B11EBE
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable

URL: http://www.keimform.de/2011/produzieren-ohne-geld-und-zwang/

[Versi=C3=B3n en espa=C3=B1ol
<http://www.keimform.de/2011/producir-sin-dinero-y-coercion/>]

Dieser Text ist mein Beitrag f=C3=BCr die Konferenz "Andere m=C3=B6gliche=
 Welten?"
<http://www.keimform.de/2011/conference-on-other-possible-worlds/> (=C2=BF=
Otros
mundos posibles?), die im Mai in Medell=C3=ADn (Kolumbien) stattfand. All=
e
Beitr=C3=A4ge der Konferenz werden in einem Sammelband der
Rosa-Luxemburg-Stiftung
<http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa-Luxemburg-Stiftung> erscheinen, der En=
de
des Jahres in deutscher sowie in spanischer Sprache ver=C3=B6ffentlicht w=
erden
soll.

Die Bewegung zum Commonismus
----------------------------

Stellen wir uns eine Welt vor, in der Produktion und Reproduktion
bed=C3=BCrfnisorientiert zum Wohle aller stattfinden, organisiert von Men=
schen,
die sich niemandem unterordnen m=C3=BCssen und sich freiwillig in die
erforderlichen T=C3=A4tigkeiten teilen. Ich nenne eine solche Gesellschaf=
t
*Commonismus,* weil ich glaube, dass darin die *Commons,* die Gemeing=C3=BC=
ter,
eine wichtige Rolle spielen werden.

Man mag einwenden, dass eine solche Gesellschaft unm=C3=B6glich sei, weil=
 es sie
noch nicht gab oder weil sie der Natur des Menschen widerspreche. Doch
daraus, dass es etwas noch nicht gab, kann man nicht schlie=C3=9Fen, dass=
 es
unm=C3=B6glich ist; und Argumente zur "Natur des Menschen" =C3=BCbersehen=
, dass die
Menschen nicht nur die Gesellschaft machen, sondern umgekehrt auch durch
die Gesellschaft beeinflusst und gepr=C3=A4gt werden. =C3=84ndern sich di=
e
Strukturen, =C3=A4ndert sich auch das Verhalten der Menschen.

Der Commonismus bliebe allerdings eine abstrakte Idee, wenn er nicht das
Zeug h=C3=A4tte, aus der heutigen Gesellschaft, dem Kapitalismus, heraus =
zu
entstehen. Karl Marx (1859, 9) sagte dazu, dass "die materiellen
Existenzbedingungen" neuer Produktionsverh=C3=A4ltnisse "im Scho=C3=9F de=
r alten
Gesellschaft selbst ausgebr=C3=BCtet" werden m=C3=BCssen.

Eine commonistische Gesellschaft hat meiner Ansicht nach zwei wesentliche=

Voraussetzungen, deren Entwicklung durch die kapitalistische Logik zum Te=
il
beg=C3=BCnstigt wird, w=C3=A4hrend ihre vollst=C3=A4ndige Umsetzung im Wi=
derspruch zum
Kapitalismus steht: (1) Menschliche Arbeit verschwindet aus dem
Produktionsprozess, sie wird durch Automatisierung und Selbstentfaltung
ersetzt. (2) Der Zugang zu Ressourcen und Produktionsmitteln steht allen
gleicherma=C3=9Fen offen.

Wie diese Voraussetzungen die Produktionsprozesse ver=C3=A4ndern, wird bi=
slang
im Bereich der digitalen Produktion von Software und anderen
Informationsg=C3=BCtern am deutlichsten sichtbar. Die *Freie-Software-* u=
nd
*Freie-Kultur-Bewegung* hat diesen Kernbereich der modernen Produktion so=

grunds=C3=A4tzlich umgewandelt, dass bestimmte M=C3=A4rkte deutlich gesch=
rumpft oder
gar komplett verschwunden sind. Dies betrifft etwa Internetsoftware,
Software f=C3=BCr Programmierer/innen und Enzyklop=C3=A4dien. In diesen B=
ereichen
haben sich frei verwendbare Programme wie Apache, Firefox, WordPress, fre=
i
nutzbare Programmiersprachen wie Python, Entwicklungsumgebungen wie Eclip=
se
sowie die freie Internet-Enzyklop=C3=A4die Wikipedia durchgesetzt.
Konkurrenzangebote, die gem=C3=A4=C3=9F der =C3=BCblichen kapitalistische=
n Logik nur
k=C3=A4uflich erwerbbar sind, haben nahezu keine Chance mehr. Indem sie M=
=C3=A4rkte
zum Verschwinden bringt, weist diese Bewegung =C3=BCber den Kapitalismus =
hinaus.
Zugleich basiert sie aber auf Voraussetzungen, die im Kapitalismus
entstehen und der kapitalistischen Logik zufolge entstehen *m=C3=BCssen.*=


Ein Paradox des Kapitalismus ist, dass die menschliche Arbeit einerseits
seine Grundlage ist, andererseits aber ein Kostenfaktor, den jedes
Unternehmen m=C3=B6glichst stark reduziert. Arbeit ist Quelle des Mehrwer=
ts und
damit des Profits, doch zugleich kann jedes Unternehmen seinen Profit
zumindest tempor=C3=A4r dadurch erh=C3=B6hen, dass es Arbeit einspart und=
 so
gegen=C3=BCber seinen Konkurrenten einen Kostenvorteil erzielt. Arbeit in=

Billiglohnl=C3=A4nder auszulagern, ist eine M=C3=B6glichkeit zur Kostense=
nkung, doch
noch besser ist es aus unternehmerischer Sicht, sie durch Maschineneinsat=
z
oder durch von den Kund/innen freiwillig und unentgeltlich =C3=BCbernomme=
ne
T=C3=A4tigkeiten zu ersetzen.

Bis vor einigen Jahrzehnten ging der Einsatz von Maschinen und menschlich=
er
Arbeit meist Hand in Hand, etwa bei der Flie=C3=9Fbandarbeit. Doch mit
zunehmender Automatisierung wird die menschliche Arbeit bei
Routinet=C3=A4tigkeiten immer entbehrlicher. =C3=9Cbrig bleiben Arbeiten,=
 die sich
kaum automatisieren lassen, weil sie Kreativit=C3=A4t, Intuition oder
Einf=C3=BChlungsverm=C3=B6gen erfordern. Deshalb ist in Bezug auf den mod=
ernen
Kapitalismus oft von "Dienstleistungs-" oder "Informationsgesellschaft" d=
ie
Rede, weil die meisten nicht automatisierbaren T=C3=A4tigkeiten in diese
Bereiche fallen.

Zudem werden Aufgaben an die Kund/innen selbst delegiert, was weitere
Arbeitskr=C3=A4fte einspart. Dank Selbstbedienung brauchen Superm=C3=A4rk=
te weniger
Verk=C3=A4ufer/innen; beim Online-Shopping und Online-Banking werden die
Verk=C3=A4ufer bzw. Schalterangestellten ganz =C3=BCberfl=C3=BCssig; Ikea=
 =C3=BCberl=C3=A4sst den
Kund/innen das Zusammenbauen ihrer M=C3=B6bel und spart so Personal und
Transportkosten.

Doch diese Entwicklungen ver=C3=A4ndern zugleich den Charakter des Tuns. =
Als
Angestellter arbeite ich, um Geld zu verdienen. Wenn ich jedoch meine
eigenen M=C3=B6bel zusammenbaue oder im Internet nach f=C3=BCr mich geeig=
neten
Produkten suche, dann interessiert mich das *Ergebnis* meines Tuns. Und
durch die zunehmende Automatisierung werden langweilige Routinet=C3=A4tig=
keiten,
die man nur gegen (Schmerzens-)Geld erledigt, zunehmend durch kreativere
und daher auch inhaltlich interessantere T=C3=A4tigkeiten ersetzt.

F=C3=BCr letztere ist eine Bezahlung zwar (sofern man noch Geld braucht) =
ein
netter Pluspunkt, aber -- wie sich in den letzten Jahrzehnten zur
=C3=9Cberraschung vieler =C3=96konom/innen gezeigt hat -- keineswegs eine=
 notwendige
Bedingung. Seit das Internet es immer mehr Menschen erm=C3=B6glicht, ande=
re mit
=C3=A4hnlichen Interessen auch =C3=BCber gr=C3=B6=C3=9Fere Entfernungen h=
inweg zu finden, sind
viele Projekte entstanden, in denen Menschen gemeinsam an Dingen arbeiten=
,
die ihnen wichtig sind. Dazu geh=C3=B6ren Freie Software, Freie Inhalte w=
ie die
Wikipedia und Open-Hardware-Projekte, in denen die Beteiligten gemeinsam
materielle Dinge entwerfen und die Baupl=C3=A4ne mit der ganzen Welt teil=
en.
Beim Freifunk-Projekt, das offene Funknetzwerke aufbaut, und bei
Gemeinschaftsg=C3=A4rten, wo Menschen gemeinsam st=C3=A4dtische Freifl=C3=
=A4chen in offene
G=C3=A4rten umgestalten, steht dagegen die Zusammenarbeit vor Ort im
Mittelpunkt. All diese Projekte haben zwei Grundlagen: zum einen die
freiwillige, bed=C3=BCrfnisorientierte Zusammenarbeit der Beteiligten; zu=
m
anderen die Gemeing=C3=BCter -- Software, Wissen, Netzwerke oder Orte --,=
 die
sie nutzen, pflegen oder hervorbringen.

Manchen der Beteiligten geht es dabei ums Geldverdienen oder die
Verbesserung ihrer Berufschancen, aber viele engagieren sich aus anderen
Gr=C3=BCnden: Weil sie selbst an dem entstehenden Werk Interesse haben, w=
eil sie
dabei Aufgaben =C3=BCbernehmen k=C3=B6nnen, die ihnen Spa=C3=9F machen, o=
der weil sie den
anderen etwas zur=C3=BCckgeben m=C3=B6chten (ohne dazu verpflichtet zu se=
in). Arbeit
zum Zweck des Geldverdienens wird so ersetzt durch T=C3=A4tigkeiten, die =
man
gerne um ihrer selbst willen, aufgrund ihres Ergebnisses oder den anderen=

Beteiligten zuliebe =C3=BCbernimmt: Selbstentfaltung.

M=C3=B6glich ist das nur, weil die Beteiligten Zugang zu den ben=C3=B6tig=
ten
Produktionsmitteln -- wie Computern und Internetzugang -- haben. Das mag
als Begrenzung dieser freien, commonistischen Produktionsweise erscheinen=
,
da die Konzentration der meisten Produktionsmittel in den H=C3=A4nden wen=
iger
f=C3=BCr den Kapitalismus charakteristisch ist. Gemeinschaftlich produzie=
ren
kann man Software und Wissen, wo nur kleine, schon weit verbreitete
Produktionsmittel n=C3=B6tig sind, aber wie steht es um Dinge, die riesig=
e
Fabriken erfordern?

Gl=C3=BCcklicherweise treibt auch hier die Produktivkraftentwicklung den
Kapitalismus in eine Richtung, die seine eigene =C3=9Cberwindung erleicht=
ert.
=C3=84hnlich wie die heutigen Personalcomputer Nachfolger der Millionen
kostenden und R=C3=A4ume f=C3=BCllenden Gro=C3=9Frechner des letzten Jahr=
hunderts sind,
werden auch andere Produktionstechniken immer g=C3=BCnstiger und f=C3=BCr=
 Einzelne
oder kleine Gruppen erschwinglicher. Kosteng=C3=BCnstige, aber flexible
computergesteuerte (CNC) Maschinen ersetzen in der industriellen Produkti=
on
zunehmend schwerf=C3=A4llige Gro=C3=9Fanlagen. Gleichzeitig hat sich rund=
 um diese
Maschinen eine Bewegung von Hobbyisten gebildet -- die sogenannte
"Maker"-Szene --, die sie nicht zum Geldverdienen benutzen, sondern um
bed=C3=BCrfnisorientiert zu produzieren, zu experimentieren und Spa=C3=9F=
 zu haben.

In diesem Kontext sind auch erste Open-Hardware-Projekte entstanden, die
selbst solche Produktionsmaschinen entwerfen und ihr Wissen als Gemeingut=

teilen. Damit werden die Grundlagen f=C3=BCr eine bed=C3=BCrfnisorientier=
te, auf
Gemeing=C3=BCtern basierende Produktionsweise gelegt.

Die Organisation einer Welt ohne Geld
-------------------------------------

Im Kapitalismus hat die Produktion gesellschaftlichen Charakter -- man
produziert immer f=C3=BCr andere, nicht f=C3=BCr sich selbst. Allerdings =
stellt sich
der gesellschaftliche Charakter der Produktion erst im Nachhinein -- und
auch keineswegs in allen F=C3=A4llen -- heraus, da die G=C3=BCter zun=C3=A4=
chst privat (in
Firmen) produziert werden. Zur Vermittlung zwischen privater Produktion u=
nd
gesellschaftlicher Nutzung (durch andere) bedarf es des Markts und des
Geldes. Verkaufen kann man nur, was einem formell geh=C3=B6rt, deshalb br=
aucht
es das Privateigentum und den Staat, der es durchsetzt und auch sonst
darauf achtet, dass sich alle an die "Spielregeln" halten.

Im Commonismus w=C3=A4ren alle diese Institutionen =C3=BCberfl=C3=BCssig,=
 weil die
Produktion von Anfang an gesellschaftlich und bed=C3=BCrfnisorientiert er=
folgt.
Im Folgenden soll dies vor allem anhand des Geldes durchgespielt werden,
denn das Geld spielt in unserer Gesellschaft eine so gro=C3=9Fe Rolle, da=
ss es
schwierig ist, sich eine Welt ohne Geld vorzustellen. Arbeiten die Mensch=
en
nicht nur, um Geld zu verdienen? Produzieren die Firmen nicht nur, um
Gewinne zu machen? W=C3=BCrde ohne Geld nicht alles zum Stillstand kommen=
?

Zweifellos w=C3=BCrden Firmen ohne Erwartung von Profiten nicht produzier=
en,
doch f=C3=BCr das Tun der Menschen spielt das Geld keine so gro=C3=9Fe Ro=
lle, wie man
gew=C3=B6hnlich denkt. So werden weniger als 40 Prozent der in Deutschlan=
d
geleisteten Arbeiten bezahlt, der gr=C3=B6=C3=9Fere Teil wird nicht entlo=
hnt:
T=C3=A4tigkeiten im Haushalt, private Pflege- und Betreuungsleistungen so=
wie
ehrenamtliche T=C3=A4tigkeiten (vgl. Meretz 2010). Gerade weil sie unbeza=
hlt
sind, werden diese T=C3=A4tigkeiten in unserer Gesellschaft meist nicht s=
ehr
ernst genommen, doch ohne sie w=C3=BCrde alles zusammenbrechen. Und sie
demonstrieren eindrucksvoll, dass Menschen f=C3=BCr andere n=C3=BCtzliche=
 Dinge tun,
auch wenn sie nicht mit Geld "bestochen" werden.

Auch im Internet spielen weitgehend geldfreie Formen der Produktion eine
wichtige Rolle. F=C3=BCr Freie Software, wie das Betriebssystem Linux ode=
r den
Browser Firefox, und Freie Inhalte, wie die Internet-Enzyklop=C3=A4die Wi=
kipedia
oder das OpenStreetMap-Projekt, muss ich nichts bezahlen. Ich darf sie
nutzen, an andere weitergeben, und sogar -- wenn ich die entsprechenden
Kenntnisse habe -- erweitern und verbessern; und das alles kostet mich
keinen Cent.

Bed=C3=BCrfnisorientierte Produktion
-------------------------------

Bisweilen wird Freie Software von Firmen produziert, die damit auf
indirektem Weg Geld verdienen, z.B. =C3=BCber den Verkauf von Supportvert=
r=C3=A4gen,
Dokumentation oder passender Hardware. Doch in vielen F=C3=A4llen steht h=
inter
solchen Projekten eine Community von Menschen, die sich freiwillig und
unentgeltlich engagieren, weil ihnen das dort entstehende Produkt wichtig=

ist oder weil sie die T=C3=A4tigkeit genie=C3=9Fen. Anderen geht es darum=
, etwas zu
lernen, ihre Kenntnisse zu demonstrieren oder der Community etwas
zur=C3=BCckzugeben. Es gibt viele Gr=C3=BCnde, warum Menschen sich engagi=
eren -- auch
ohne Geld.

Entsprechend den Vorstellungen der modernen, neoklassischen
Wirtschaftstheorie entstehen Firmen zur Reduzierung von sogenannten
Transaktionskosten (Coase 1937). Das hei=C3=9Ft, als Unternehmer meine
Angestellten zu beauftragen, ist f=C3=BCr mich g=C3=BCnstiger, als jede e=
inzelne
Leistung einzukaufen. Die Angestellten haben den Vorteil, im Voraus zu
wissen, welche Einnahmen sie erwarten k=C3=B6nnen, statt sich t=C3=A4glic=
h auf dem
Markt bew=C3=A4hren zu m=C3=BCssen, aber sie sind Teil eines hierarchisch=
en Systems
und m=C3=BCssen den Anweisungen der Gesch=C3=A4ftsf=C3=BChrung folgen. Be=
ziehungen auf dem
Markt spielen sich dagegen zwischen formell Gleichberechtigten ab, sind
jedoch rein funktionell: Die anderen interessieren mich nur als
Tauschpartner, die mir etwas verkaufen oder abkaufen k=C3=B6nnen.

Die Neoklassik kennt keine anderen Formen au=C3=9Fer dem Markt und der Fi=
rma,
doch die Communities von Menschen, die gemeinsam produzieren, zeigen, das=
s
es auch anders geht. Anders als in Firmen sind alle freiwillig dabei,
niemand erteilt den anderen Befehle. Deshalb wird diese Produktionsweise
als Peer-Produktion bezeichnet: Die Beteiligten arbeiten auf
gleichberechtigter Basis (als "Peers") zusammen.

Und anders als auf dem Markt sind die anderen keine potenziellen
Tauschpartner, sondern Menschen, die mit mir zusammen zu einem Ziel
beitragen, das uns wichtig ist. Bei solchen Projekten geht es also ums
Beitragen statt ums Tauschen. Beitragen ist im Gegensatz zum Tauschen kei=
n
Nullsummenspiel: Wenn ich beim Tauschen bzw. (Ver-)Kaufen ein "gutes
Gesch=C3=A4ft" gemacht habe, bedeutet dies allzu oft, dass jemand =C3=BCb=
ers Ohr
gehauen wurde. Wenn dagegen jemand gute Beitr=C3=A4ge liefert, gewinnen a=
lle
Beteiligten.

Solange die Produzent/innen Verk=C3=A4ufer sind und die Nutzer/innen K=C3=
=A4ufer,
arbeiten alle tendenziell gegeneinander: Die Einnahmen der einen sind die=

Kosten der anderen. Und ein h=C3=B6herer Marktanteil f=C3=BCr einen Produ=
zenten
schm=C3=A4lert die Einnahmen derjenigen, die dasselbe produzieren, weshal=
b die
Produzenten zwangsl=C3=A4ufig in einem Konkurrenzverh=C3=A4ltnis zueinand=
er stehen.
Derselbe Interessengegensatz wie zwischen Verk=C3=A4ufern und K=C3=A4ufer=
n besteht
zwischen Angestellten und Inhabern bzw. Gesch=C3=A4ftsf=C3=BChrung einer =
Firma:
Erstere wollen zu m=C3=B6glichst g=C3=BCnstigen Konditionen ihre Arbeitsk=
raft
verkaufen; letztere wollen ein Maximum an Arbeitskraft f=C3=BCr m=C3=B6gl=
ichst wenig
Geld erhalten. Diese Gegens=C3=A4tze fallen bei der bed=C3=BCrfnisorienti=
erten
Peer-Produktion weg, da meine Bed=C3=BCrfnisse nicht auf Kosten der Bed=C3=
=BCrfnisse
anderer gehen m=C3=BCssen. Im Gegenteil: Alle Beteiligten unterst=C3=BCtz=
en sich
gegenseitig bei der Befriedigung ihrer Bed=C3=BCrfnisse, was f=C3=BCr all=
e von
Vorteil ist.

Ungezwungene Produktion f=C3=BCr andere
----------------------------------

Bed=C3=BCrfnisorientierte Produktion darf nicht dahingehend missverstande=
n
werden, dass jede und jeder nur f=C3=BCr sich produziert. Peer-Produktion=

beginnt zwar oft dort, "wo's ihre Entwickler/in juckt", wie Eric Raymond
(2001), einer der Pioniere der Freien Software, sagte, aber gleichzeitig
entstehen dabei immer auch f=C3=BCr andere n=C3=BCtzliche G=C3=BCter. Und=
 h=C3=A4ufig
beteiligen sich Menschen nicht aufgrund konsumtiver, sondern aufgrund
produktiver Bed=C3=BCrfnisse: Sie machen etwas, weil sie es gerne machen,=
 weil
sie etwas lernen oder weil ihnen die Menschen wichtig sind, f=C3=BCr die =
sie es
machen.

Dass Peer-Produktion immer auch Produktion f=C3=BCr andere ist, widerspri=
cht
g=C3=A4ngigen =C3=B6konomischen Vorstellungen, wonach die Alternative zum=
 Markt eine
Art Robinson-Modell ist: Alle w=C3=BCrden nur noch f=C3=BCr sich oder ihr=
e Familie
produzieren; Kooperation gr=C3=B6=C3=9Feren Stils f=C3=A4nde nicht mehr s=
tatt. Dass man
mit so einem isolierten Modell nicht weit kommt, ist klar. Als weitere
Alternative wird die zentralisierte Planwirtschaft -- der verflossene
"Realsozialismus" -- genannt: Die ganze Gesellschaft funktioniert nach de=
m
Modell einer Firma. Das Management, die Planerinnen und Planer geben vor,=

was alles zu tun ist, verteilen die zu erledigenden Aufgaben und
=C3=BCberwachen, dass sie ordnungsgem=C3=A4=C3=9F erledigt werden. Diese =
Alternative hat
historisch nicht sonderlich gut funktioniert und klingt wenig attraktiv:
Man ist weiterhin abh=C3=A4ngiger Angestellter, jetzt allerdings des Staa=
ts, und
muss tun, was die Vorgesetzten sagen.

Peer-Produktion ist dagegen Produktion f=C3=BCr andere, die nicht erzwung=
en wird
und nicht um des Geldes willen stattfindet. Peers produzieren f=C3=BCr an=
dere,
weil sie es k=C3=B6nnen und weil es eine M=C3=B6glichkeit ist, weitere
Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden. Denn je mehr Menschen die
Ergebnisse eines Projekts nutzen, desto mehr potenzielle Beitragende gibt=

es, da die Beitragenden meist nach und nach aus dem Kreis der Nutzerinnen=

und Nutzer dazusto=C3=9Fen. Wenn ein Projekt nicht mit anderen teilt und =
f=C3=BCr
andere mitproduziert, nimmt es sich die Chance, "Nachwuchs" zu gewinnen.

Die Aufgabenverteilung bei Peer-Projekten erfolgt in einem offenen Prozes=
s,
f=C3=BCr den sich der Begriff "Stigmergie" etabliert hat (vgl. Heylighen =
2007).
Die Beteiligten hinterlassen Hinweise (griechisch *stigmata*) auf begonne=
ne
oder gew=C3=BCnschte Arbeiten, die andere dazu anregen, sich darum zu k=C3=
=BCmmern.
Diese Zeichen, etwa To-Do-Listen und Bug-Reports in Softwareprojekten ode=
r
"rote Links" auf noch nicht existierende Artikel in der Wikipedia, bilden=

einen wichtigen Teil der Kommunikation.

Alle Beteiligten folgen den Zeichenspuren, die sie am meisten
interessieren, und sorgen auf diese Weise sowohl f=C3=BCr eine automatisc=
he
Priorisierung der offenen Aufgaben -- was mehr Menschen am Herzen liegt,
wird im allgemeinen schneller erledigt -- als auch daf=C3=BCr, dass die
unterschiedlichen Kenntnisse und F=C3=A4higkeiten der Beitragenden nahezu=

optimal eingesetzt werden. Man arbeitet zumeist an dem, was man sich am
ehesten zutraut. Und da man sich aussucht, ob und wo und wie viel man
mitarbeitet, sind die Beteiligten motivierter als Menschen, denen eine
Aufgabe zugeteilt wird oder die als Angestellte oder Selbst=C3=A4ndige au=
f dem
"freien Markt" nur wenig Alternativen haben.

Die unangenehmen Aufgaben
-------------------------

Aber reicht das? Was passiert, wenn man das Modell der Peer-Produktion au=
f
alle Bereiche der Gesellschaft projiziert? Was w=C3=A4re, wenn sich f=C3=BC=
r
bestimmte Aufgaben keine Freiwilligen finden, weil sie von allen als
unangenehm, gef=C3=A4hrlich oder aus anderen Gr=C3=BCnden unattraktiv emp=
funden
werden? Ein geldbasiertes System zwingt die schw=C3=A4chsten Glieder der
Gesellschaft zur =C3=9Cbernahme solcher Aufgaben -- diejenigen, die keine=

anderen M=C3=B6glichkeiten zum Geldverdienen haben. Dass das eine gute L=C3=
=B6sung
ist, w=C3=BCrden nur Zyniker behaupten -- aber wie geht es anders?

Manche dieser Aufgaben w=C3=BCrden sich wahrscheinlich als verzichtbar er=
weisen;
wo das nicht der Fall ist, bleiben Automatisierung, Umorganisation und
faire Aufteilung als L=C3=B6sungen. Die Automatisierung hat seit Beginn d=
er
"industriellen Revolution" schon enorme Wirkungen entfaltet; immer gr=C3=B6=
=C3=9Fere
Teile der Produktion werden ganz oder teilweise automatisiert.

Allerdings stellt im Kapitalismus der Lohn eine Grenze der Automatisierun=
g
dar. Je schlechter bezahlt ein Job ist, desto schwieriger wird es, ihn oh=
ne
Mehrkosten zu automatisieren. Deshalb lohnt sich dies bei vielen
undankbaren T=C3=A4tigkeiten, wie etwa Putzen, gem=C3=A4=C3=9F der kapita=
listischen
Kalkulation nicht. Anders bei der Peer-Produktion: Wenn es hier Aufgaben
gibt, an deren Erledigung alle oder viele interessiert sind, die aber
niemand selbst tun will, dann ist der Anreiz, sie zumindest teilweise zu
automatisieren, sehr hoch. Und da die Automatisierung von T=C3=A4tigkeite=
n
selbst eine spannende und herausfordernde Besch=C3=A4ftigung ist, sind di=
e
Chancen, daf=C3=BCr Freiwillige zu finden, sehr viel besser.

Wo dies unm=C3=B6glich ist, d=C3=BCrften sich T=C3=A4tigkeiten h=C3=A4ufi=
g so umgestalten
lassen, dass sie angenehmer werden. Im Kapitalismus finden manche Arbeite=
n
unter sehr schlechten Bedingungen statt. Man denke an eine Angestellte, d=
ie
um vier Uhr morgens B=C3=BCros putzen soll. Das w=C3=BCrden gleichberecht=
igte,
freiwillig kooperierende Menschen von sich aus nicht so organisieren.

Automatisierung und Umorganisation lassen sich auch kombinieren.
Beispielsweise werden in einigen spanischen St=C3=A4dten heute M=C3=BClla=
utos mit
Greifarmen eingesetzt, mittels derer die M=C3=BClltonnen vom Fahrerhaus a=
us
ferngesteuert aufgenommen und geleert werden. So kommt niemand mehr mit d=
em
M=C3=BCll direkt in Ber=C3=BChrung, und die M=C3=BCllabfuhr wird zu einer=
 einem Videospiel
=C3=A4hnlichen Geschicklichkeitsaufgabe, f=C3=BCr die sich leicht Freiwil=
lige finden.

Falls weder Automatisierung noch Umorganisation greifen, ist ein Pool von=

unangenehmen Aufgaben denkbar, von denen jede und jeder anteilig einige
=C3=BCbernimmt. Wenn sich so alle oder die meisten an der Erledigung dies=
er
Aufgaben beteiligen, hat niemand lange damit zu tun, und was alle machen
m=C3=BCssen, ist erfahrungsgem=C3=A4=C3=9F auch weniger schlimm.

Gemeing=C3=BCter und Besitz produzieren
----------------------------------

In jeder Gesellschaft verhalten sich die Menschen zur Natur und zu den
Produkten ihres Tuns in einer Weise, die dieser Gesellschaft entspricht. =
Im
Kapitalismus werden Ideen, Produkte und nat=C3=BCrliche Ressourcen vorwie=
gend
als Privateigentum betrachtet, das nur mit Zustimmung der Eigent=C3=BCmer=
in oder
des Eigent=C3=BCmers -- und in aller Regel gegen Geld oder eine andere
Gegenleistung -- den Besitzer wechseln kann. Im Commonismus werden sie
dagegen zu Gemeing=C3=BCtern und Besitz, denn wo das Geld =C3=BCberfl=C3=BC=
ssig wird,
verliert auch das Eigentum, also die Berechtigung, Dinge "zu Geld zu
machen", seine Bedeutung. Etwas zu besitzen, bedeutet dagegen, es zu
benutzen: Die Wohnung, die ich gemietet habe, ist mein Besitz, aber das
Eigentum meines Vermieters.

Gemeing=C3=BCter (englisch *commons*) sind G=C3=BCter, die von einer Geme=
inschaft
produziert oder gepflegt werden und die f=C3=BCr die Nutzerinnen und Nutz=
er nach
gemeinsam festgelegten Regeln verf=C3=BCgbar sind. Freie Software und Fre=
ie
Inhalte sind Gemeing=C3=BCter, die alle nicht nur nutzen, sondern auch ve=
r=C3=A4ndern
und weiterentwickeln d=C3=BCrfen. Wasser, Luft, W=C3=A4lder und Land galt=
en oder
gelten in vielen Gesellschaften als Gemeing=C3=BCter, die von gr=C3=B6=C3=
=9Feren oder
kleineren Gruppen genutzt und gepflegt werden.

Peer-Produktion basiert auf Gemeing=C3=BCtern und bringt ihrerseits neue
Gemeing=C3=BCter hervor. Deswegen spricht der US-amerikanische Jurist Yoc=
hai
Benkler (2006), der den Begriff gepr=C3=A4gt hat, auch von *commons-based=
 peer
production.* Das von Peers produzierte Wissen -- ob Software, Inhalte ode=
r
Freies Design, freie Bauanleitungen und Konstruktionspl=C3=A4ne, die die
Herstellung, Nutzung und Wartung materieller G=C3=BCter dokumentieren -- =
wird
zum Gemeingut, das andere anwenden und weiterentwickeln k=C3=B6nnen. Aber=

Peer-Produktion kann nicht nur Informationen, sondern auch Infrastrukture=
n
und materielle G=C3=BCter hervorbringen. So sind in vielen St=C3=A4dten F=
reie
Funknetze entstanden, die allen in der Umgebung kostenfreien drahtlosen
Internetzugang erm=C3=B6glichen. H=C3=A4ufig sind diese Projekte als "Mes=
h-Netzwerke"
organisiert, die ohne privilegierte Server auskommen -- alle beteiligten
Computer sind gleichberechtigt. Mittels solcher dezentraler,
selbstorganisierter Netzwerke k=C3=B6nnen sich die Menschen nicht nur mit=

Kommunikationsm=C3=B6glichkeiten versorgen (vgl. Rowe 2010, 2011), sonder=
n auch
mit Energie und Wasser. Selbstorganisierte commonsbasierte Projekte zur
Wasserversorgung existieren beispielsweise in S=C3=BCdamerika (vgl. De An=
gelis
2010).

Gleichzeitig sind auch erste offene Einrichtungen f=C3=BCr die Produktion=

materieller G=C3=BCter entstanden. Hackerspaces und Fab Labs werden von
Freiwilligen betrieben und verf=C3=BCgen oft =C3=BCber computergesteuerte=
 Maschinen
-- z.B. Fr=C3=A4smaschinen und sogenannte 3D-Drucker oder Fabber --, die =
eine
weitgehend automatisierte Produktion kleiner St=C3=BCckzahlen erm=C3=B6gl=
ichen. Die
Baupl=C3=A4ne der verwendeten Maschinen werden nach M=C3=B6glichkeit selb=
st als
Freies Design offengelegt, und man arbeitet daran, dass sich mit ihnen
wiederum mindestens gleichwertige Maschinen herstellen lassen. So schafft=

sich die commonsbasierte Peer-Produktion selbst die Basis f=C3=BCr ihre w=
eitere
Ausbreitung und gleichzeitig f=C3=BCr die Versorgung der Menschen mit dem=
, was
sie zum Leben brauchen.

Wo die Dinge als Gemeing=C3=BCter und Besitz produziert werden, wird die =
Frage
der Verteilung viel entspannter. Ich kann beliebig viele Lebensmittel
verkaufen, aber nur eine sehr begrenzte Anzahl essen. Dasselbe gilt f=C3=BC=
r
alle anderen G=C3=BCter: Jedes Bed=C3=BCrfnis, sie zu nutzen, ist tendenz=
iell
begrenzt. Potenziell grenzenlos ist nur die M=C3=B6glichkeit und gegebene=
nfalls
das Interesse, sie zu Geld zu machen (sofern es genug K=C3=A4ufer/innen g=
ibt).
Aber diese M=C3=B6glichkeit verschwindet in einer Welt, wo die Produktion=

bed=C3=BCrfnisorientiert erfolgt und niemand kaufen und verkaufen muss.

Peers produzieren f=C3=BCr sich und andere. Ich tue etwas f=C3=BCr die an=
deren und
vertraue darauf, dass die anderen etwas f=C3=BCr mich tun. Alle suchen si=
ch die
Bereiche aus, die ihnen wichtig sind oder gut gefallen. Auch wenn einige
gar nichts machen, ist das kein Problem, solange gen=C3=BCgend andere akt=
iv
werden. Dabei funktioniert Peer-Produktion immer nur dann, wenn man die
anderen tats=C3=A4chlich als Peers, als ebenb=C3=BCrtig begreift. Einzeln=
e k=C3=B6nnen
sich nicht auf Kosten der anderen verwirklichen, weil die anderen nicht
dumm sind und sie dabei nicht unterst=C3=BCtzen werden -- und ohne Unters=
t=C3=BCtzung
kommt man nicht weit.

Auch eine commonistische Gesellschaft wird entscheiden m=C3=BCssen, wie d=
ie
vorhandenen Ressourcen eingesetzt werden -- produziert man lieber
Lebensmittel f=C3=BCr alle oder Biosprit, damit einige nach Ersch=C3=B6pf=
ung der
=C3=96lvorr=C3=A4te weiter Auto fahren k=C3=B6nnen? Setzt man f=C3=BCr di=
e Energieversorgung
auf dezentrale erneuerbare Energiequellen oder auf Atomkraftwerke, deren
Abf=C3=A4lle noch f=C3=BCr Jahrtausende ein Risiko darstellen? Wie lassen=
 sich die
Interessen der Nutzer/innen eines Guts, die sich eine neue Fertigungsst=C3=
=A4tte
w=C3=BCnschen, mit denen der Nachbarn, die sich dadurch gest=C3=B6rt f=C3=
=BChlen, in
Einklang bringen? Wer verstanden hat, wie und warum Peer-Produktion
funktioniert, wird sich vorstellen k=C3=B6nnen, wie die Antworten auf sol=
che
Fragen ausfallen d=C3=BCrften. Aber das Wichtigste ist, dass sie von dene=
n
gestellt und beantwortet werden k=C3=B6nnen, die sie angehen -- uns allen=
=2E=E2=80=82

Literatur
---------

- De Angelis, Massimo (2010): *Water Umaraqa.* URL:
  http://www.commoner.org.uk/blog/?p=3D241 (Zugriff am 2.4.2011).
- Benkler, Yochai (2006): *The Wealth of Networks: How Social Production
  Transforms Markets and Freedom.* Yale University Press, New Haven. URL:=

  http://cyber.law.harvard.edu/wealth_of_networks/ (Zugriff am 28.4.2011)=
=2E
- Coase, Ronald (1937): The Nature of the Firm. *Economica* 4(16):
  386--405.
- Heylighen, Francis (2007): Warum ist Open-Access-Entwicklung so
  erfolgreich? In: Bernd Lutterbeck, Matthias B=C3=A4rwolff, Robert A. Ge=
hring
  (Hg.), *Open Source Jahrbuch 2007.* Lehmanns Media, Berlin. URL:

http://www.opensourcejahrbuch.de/portal/articles/pdfs/osjb2007-02-04-heyl=
ighen.pdf
  (Zugriff am 2.4.2011).
- Marx, Karl (1859): Zur Kritik der Politischen =C3=96konomie. In: Karl M=
arx,
  Friedrich Engels, *Werke* (MEW), Band 13. Dietz, Berlin 1961.
- Meretz, Stefan (2010): *Produktive Schweine und unproduktive Kinder.*
  URL:
  http://www.keimform.de/2010/produktive-schweine-und-unproduktive-kinder=
/
  (Zugriff am 23.4.2011).
- Raymond, Eric S. (2001): The Cathedral and the Bazaar. In: *The Cathedr=
al
  and the Bazaar: Musings on Linux and Open Source by an Accidental
  Revolutionary.* O'Reilly, Sebastopol, CA, 2. Aufl. Deutsche =C3=9Cberse=
tzung:
  http://gnuwin.epfl.ch/articles/de/Kathedrale/ (Zugriff am 2.4.2011).
- Rowe, David (2010): *Baboons, Mesh Networks, and Community.* URL:
  http://www.rowetel.com/blog/?p=3D124 (Zugriff am 2.4.2011).
- Rowe, David (2011): *Dili Village Telco Part 11 -- State of the Mesh.*
  URL: http://www.rowetel.com/blog/?p=3D1447 (Zugriff am 2.4.2011).


Herzliche Gr=C3=BC=C3=9Fe
	Christian

--=20
|------- Dr. Christian Siefkes ------- [email protected] -------
| Homepage: http://www.siefkes.net/ | Blog: http://www.keimform.de/
|    Peer Production Everywhere:       http://peerconomy.org/wiki/
|---------------------------------- OpenPGP Key ID: 0x346452D8 --
The end of labor is to gain leisure.


--------------enig1CEDA98AC094C166C7B11EBE
Content-Type: application/pgp-signature; name="signature.asc"
Content-Description: OpenPGP digital signature
Content-Disposition: attachment; filename="signature.asc"

-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.11 (GNU/Linux)
Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org/

iEYEARECAAYFAk4oW6wACgkQ301HxjRkUtj6ygCfRWr38v3GzKauqABxXXOmhtCq
eUUAoNQP1APtpcHne3h6lSyL2+b+PXBN
=F2Pz
-----END PGP SIGNATURE-----

--------------enig1CEDA98AC094C166C7B11EBE--
________________________________
Web-Site: http://www.oekonux.de/
Organisation: http://www.oekonux.de/projekt/
Kontakt: [email protected]