Re: Systemd und mit LUKS verschlü sselte home-Partition

Ralf <[email protected]>
Newsgroups gmane.linux.gentoo.user.german
Message-ID <[email protected]>
Hi Uwe,

ich verwende Gentoo ~amd64 unstable mit systemd + Luks.

Ich verschlüssel auch meine Root Partition. Grub kann nämlich LUKS
sprechen und den Kernel von einer gecrypteten Platte laden.
Somit ist der Bootloader der einzig unverschlüsselte Teil auf meiner Kiste.
Grub lädt dann von der gecrypteten Root Partition den Kernel und eine
initrd, welche nen Key für die Root Partition beinhaltet, um weitere
Passworteingaben zu vermeiden.

Meine Crypttab enthält dann meine Home Partition (auch mit Keyfile),
welche dann autom. von systemd eingemounted wird (spannenderweise alles
in der richtigen Reihenfolge).

Ohne eine weitere unnütze Diskussion lostreten zu wollen:  Ganz
freiwillig verwende ich systemd nicht.
Da ich ein Gentoo Unstable Mensch bin, und ziemlich viel gnome-backend
verwende (gdm z.B.) bin ich aber leider darauf angewiesen...

Mein Tipp für dich wär evtl. auch Keyfiles + CryptoRoot + Grub Luks zu
verwenden.
Ich hab schon öfter gehört, dass Systemd und interaktive Eingaben
angeblich keine großen Freunde sein sollen.

Cheers
  Ralf


On 10/10/14 21:41, Uwe Scholz wrote:
> Hallo Gentoo-Nutzer,
>
> da hier gerade systemd durch die Runde geht, habe ich dazu auch eine
> Frage: Hat hier schon jemand erfolgreich auf systemd umgestellt, wobei
> die home-Partition über Luks verschlüsselt ist?
>
> Ich verwende diese Konfiguration _ohne_ Benutzung von LVM oder RAID auf
> meinem Thinkpad T400 und bin vor einigen Wochen an der Umstellung auf
> systemd mittels der Anleitung in http://wiki.gentoo.org/wiki/Systemd
> gescheitert.
>
> Zwar startete systemd einige Services beim Booten, und auch die
> Aufforderung zur Eingabe meines Passwortes zum Entschlüsseln der
> home-Partition während des Boot-Vorgangs erschien kurz. Allerdings
> ratterten kurz danach viele Fehlermeldungen über den Bildschirm. Ich
> kann mich noch erinnern, dass dann immer 30 Sekunden runtergezählt
> wurden, mit der Meldung, dass auf irgendeinen Prozess (Luks?) gewartet
> wird. Die Eingabe des Passwortes an dieser Stelle hat aber nichts
> gebracht, der Countdown lief trotzdem weiter. Schließlich brach der
> ganze Boot-Prozess in sich zusammen und ich konnte mich auch nicht als
> root in eine Shell einloggen. Schließlich half immer nur ein Reboot über
> die Power-Taste des Notebooks.
>
> Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr die Fehlermeldung genau
> wiedergeben, da alles schon eine Weile zurückliegt. Aber für den Fall,
> dass ich mal Gnome testen möchte, währe systemd wohl unumgänglich und
> ich würde es doch noch irgendwann gerne einmal hin bekommen.
>
> Weiß irgendjemand Rat? Währe eine komplette Neuinstallation meines
> Systems sinnvoll, mit systemd und Luks von Anfang an? Wer kann dazu
> Tipps geben?
>
> Viele Grüße und danke schon mal für jedwede Hilfe.
> Uwe
>
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