[ffii] EU-Softwarepatente: Unternehmerische Proteste gegen EU-Gesetzesentwurf weiten sich aus
Johannes Sommer <[email protected]> Tue, 22 Mar 2005 12:10:20 +0100
| Newsgroups | gmane.org.ffii.neues |
|---|---|
| Organization | SIIC Sommer Communication |
| Message-ID | <[email protected]> |
PRESSEMITTEILUNG=20 22.03.2005 Initiative Hamburger Unternehmen gegen Patentierbarkeit von Software http://www.stop-swpat.de EU-Softwarepatente: Unternehmerische Proteste gegen EU-Gesetzesentwurf weiten sich aus Unternehmerinitiative gegen Softwarepatente nun auch in Niedersachsen. Unternehmer fordern eine Verhinderung des aktuellen EU-Richtlinienenentwurfes.=20 Nach Hamburg [1] und Schleswig-Holstein [2] wurde nun auch in Niedersachs= en [3] eine Unternehmerinitiatitive gegen die Patentierf=E4higkeit von Softw= are gegr=FCndet. Sie bietet Unternehmern in Niedersachsen die M=F6glichkeit, = in Form einer gemeinsamen Erkl=E4rung ihre Forderung nach einer Verhinderung= von Softwarepatenten in der EU deutlich zu machen. Viel Zeit bleibt allerding= s nicht mehr, um Forderungen an die politischen Entscheidungstr=E4ger heranzutragen: die zweite Lesung im Europaparlament wird voraussichtlich = in den n=E4chsten 3 Monaten erfolgen.=20 Dirk Hillbrecht, Vertreter der neuen Initiative, f=FChrt aus: =84Wir woll= en Rahmenbedingungen, die die Existenz unserer Firmen nicht bedrohen. Der vo= m EU-Ministerrat am 7.3.2005 unter fragw=FCrdigen Umst=E4nden beschlossene =84gemeinsame Standpunkt=93 zur Softwarepatentierung bringt eine fundamen= tale Unsicherheit, insbesondere f=FCr mittelst=E4ndische Unternehmen. Dabei wu= rden und werden die Einw=E4nde von uns Betroffenen mit erschreckender Ignoranz behandelt oder fadenscheinig heruntergespielt. Der Druck auf die politischen Gremien muss offensichtlich weiter verst=E4rkt werden. Die aktuelle Situation vor der zweiten Lesung im EU-Parlament bietet eine der letzten M=F6glichkeiten, das Ruder herumzurei=DFen und eine sinnvolle L=F6= sung zu finden. Neben der Grundlage unserer Firmen geht es nicht zuletzt auch um die Arbeitspl=E4tze von Angestellten und um Kunden, die auf unsere Produk= te angewiesen sind.=93 Johannes Sommer, Gr=FCnder der Hamburger Initiative, die Anfang November gestartet wurde und mittlerweile knapp 120 Unternehmern im Hamburger Grossraum zu ihren Unterst=FCtzern z=E4hlt, begr=FCsst die neue Initiativ= e: =84Leider hat die Bundesregierung trotz vielfacher Aufforderung von Mittelstandsverb=E4nden und Unternehmern und nicht zuletzt des Bundestage= s die Interessen der Mehrheit der betroffenen Unternehmen missachtet, indem Sie im Ministerrat f=FCr den umstrittenen Richtlinienentwurf gestimmt hat. Dar=FCber hinaus versucht die Bundesregierung, die tats=E4chliche Positio= n der IT-Unternehmen zur Frage der Softwarepatentierung sowie die tats=E4chlich= en Konsequenzen der aktuellen Richtlinie zu verschleiern. So hat das Bundeswirtschaftsministerium die Auswertung und Ver=F6ffentlichtlichung e= iner im Juni durchgef=FChrten Studie, an der etwa 1400 Unternehmen teilnahmen, abgelehnt [4]. Die meisten Arbeitspl=E4tze in der IT-Branche werden von K= MU bereitgestellt [5]. Statt ihre Zeit f=FCr PR-Veranstaltungen wie den =84Job-Gipfel=93 einzusetzen, t=E4te die Bundesregierung besser daran, di= e von Softwarepatenten bedrohten Arbeitspl=E4tze der KMU im bislang florierende= n IT-Bereich zu erhalten.=93=20 Sommer weiter: =84Es ist allerh=F6chste Zeit, dass insbesondere kleine un= d mittelst=E4ndische Unternehmen, die Software entwickeln oder in kritische= n Bereichen ihres Unternehmens einsetzen, jetzt selbst energisch die Stimme erheben und deutlich machen, dass Softwarepatentierung gegen ihr Interess= e ist. Dar=FCber hinaus ist es notwendig, dass sich Unternehmer gegenseitig =FCber die aktuellen Vorg=E4nge aufkl=E4ren, denn noch immer haben viele Entscheider keine Kenntnis =FCber den Umfang der Auswirkungen der Softwarepatentierung f=FCr ihr Unternehmen. So wissen viele Entscheider beispielsweise nicht, dass Patentanspr=FCche nicht nur gegen=FCber Entwic= klern, sondern auch gegen=FCber gewerblichen Nutzern von patentierten Softwareid= een in z.B. Online-Shops, Content-Management- oder Warenwirtschaftssystemen geltend gemacht werden k=F6nnen.=93 Dass Unternehmer bereit sind, f=FCr weitere Initiativen die Verantwortung= zu =FCbernehmen, zeigen bereits vorliegende Anfragen aus Nordrheinwestfalen = und Bayern. Die Hamburger Initiative sichert neu entstehenden Initiatitiven i= n anderen Bundesl=E4ndern auf jeden Fall ihre Unterst=FCtzung zu.=20 [1] http://www.stop-swpat.de [2] http://schups.patentschmutz.de=20 [3] http://www.no-swpat.de [4] http://www.heise.de/newsticker/meldung/57615 [5] http://swpat.ffii.org/analyse/sektor/index.de.html ------------- =DCber die "Initiative Hamburger Unternehmen gegen Patentierbarkeit von Software" Die Initiative [1] wurde Anfang November letzten Jahres gegr=FCndet, um e= s Hamburger Firmen zu erm=F6glichen, in einer gemeinsamen Erkl=E4rung gegen= die geplante Patentierbarkeit von Software Stellung zu nehmen [2]. Ziel ist e= s zu erreichen, dass Unternehmen Software auch weiterhin ohne Einschr=E4nku= ng durch Patentanspr=FCche entwickeln und nutzen k=F6nnen. Die Initiative wi= ll politische Entscheidungstr=E4ger dazu bewegen, dem EU-Ratsentwurf [3] ih= re Zustimmung zu entziehen und stattdessen den Gegenentwurf des EU-Parlament= s [4] zu unterst=FCtzen. Die gemeinsame Erkl=E4rung wurde von 119 Unternehm= en im Grossraum Hamburg unterzeichnet [5]. [1] Hauptseite der Initiative mit weiterf=FChrenden Infos: http://www.stop-swpat.de [2] Wortlaut der gemeinsamen Erkl=E4rung http://www.stop-swpat.de/#erklae= rung [3] http://register.consilium.eu.int/pdf/de/04/st09/st09713.de04.pdf [4] http://www.stop-swpat.de/#erklaerung (siehe Link dort) [5] Unterst=FCtzerliste http://www.stop-swpat.de/unterstuetzer.html ------------ Pressemitteilung im pdf-Format:=20 http://www.stop-swpat.de/docs/Pressemitteilung_22.03.2005.pdf -- ------------------------------------------------------------------------- Initiative Hamburger Unternehmen gegen Patentierbarkeit von Software http://www.stop-swpat.de [email protected] c/o SOMMER COMMUNICATION internet integration consulting Initiator und V.i.S.d.P.: Dipl.-Phys. 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