[ffii] Falsche Zitate in Ihrem wirtschaftsfeindlichen Artikel
[email protected] (PILCH Hartmut) Sun, 26 Jun 2005 11:01:54 +0200 (CEST)
| Newsgroups | gmane.org.ffii.neues |
|---|---|
| Message-ID | <[email protected]> |
Sehr geehrte Frau Wettach,
Sehr geehrte Wirtschaftswoche-Redaktion,
In Ihrem Artikel
http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/125/id/117048/fm/0/SH/0=
/depot/0/index.html
schreiben Sie
[...] vermischt sich in dieser Debatte Globalisierungskritik mit
wirtschaftsfeindlicher Ideologie.
"Patente sind Diebstahl" t=F6nt etwa Hartmut Pilch [...]
Woher haben Sie das Zitat, das Sie mir zuschreiben?
Die Behauptung, Patente seien Diebstahl, ist falsch und stammt weder
von mir noch vom FFII.
Richtig w=E4re die Aussage: "Softwarepatente sind eine Form des
Diebstahls von geistigem Eigentum". Aber auch das geh=F6rt nicht in
einen Kontext von "Globalisierungskritik". Dem unversierten Leser
m=FCsste vorher erkl=E4rt werden, dass das "geistige Eigentum" im Bereich
der Software durch Urheberrecht und andere Mechanismen geschaffen
und hinreichend wirksam gesch=FCtzt wird, s.
http://swpat.ffii.org/analyse/kopie/index.de.html
"T=F6nen" ist leider eine nur allzu treffende Umschreibung f=FCr den
Schreibstil des ZVEI und seiner PR-Agentur, an deren millionenschwerer
wirtschaftsfeindlicher Desinformationskampagne. Wir halten das
Eintreten f=FCr sinnlose Regulierung zu Lasten der funktionierenden
marktwirtschaftlichen Mechanismen der Innovation jedenfalls f=FCr
b=FCrokratenfreundlich und wirtschaftsfeindlich. Die gro=DFe Mehrheit de=
r
Unternehmer in Deutschland ist da unserer Meinung.
Sie m=F6gen es trotzdem f=FCr "klar" halten, dass Firmen wie Sennheiser
Patente zum Schutz gegen die Gelbe Gefahr brauchen.
Wenn Sie nicht nur den ZVEI sondern auch ein paar
Wirtschaftswissenschaftler dazu befragt h=E4tten, h=E4tten Sie ganz ander=
e
Antworten bekommen. Es gibt keine einzige seri=F6se Studie, die den
Nutzen von Softwarepatenten f=FCr die Volkswirtschaft belegt, und viele,
die das Gegenteil belegen, ja z.T. recht akribisch nachweisen.
Gewagte und z.T. ehrenverletzende Behauptungen aufzustellen, ohne
sich die M=FChe dieser Recherche zu machen, das w=FCrde ich als "T=F6nen"
bezeichnen.
=20
Sie f=FCgen m.E. mit Artikeln dieser Art der deutschen Wirtschaft und
dem Ansehen der Presse in Deutschland nachhaltigen Schaden zu. Falls
die Entscheidung im Europ=E4ischen Parlament in dem von Ihnen f=FCr
"wirtschaftsfreundlich" gehaltenen Sinne verl=E4uft, werden sich die mit
sinnlosen Monopoltiteln abgemahnten und in den Bankrott getriebenen
Unternehmen aller Gr=F6=DFen auf Jahre hinweg immer wieder bei der
"Wirtschaftswoche" bedanken.
Angesichts der unbegr=FCndeten Schm=E4hungen und falschen
Tatsachenbehauptungen in Ihrem Artikel halte ich es als Nicht-Jurist
auch nicht f=FCr ausgeschlossen, dass die Mehrheit der Gesch=E4digten Sie
vor Gericht zum Schadensersatz heranziehen kann. Das w=E4re sicherlich
eine Pr=FCfung wert. Es gibt zwar kein Marktversagen im Bereich des
Geistigen Eigentums der Software, aber es gibt wohl ein Versagen
unseres Marktes gegen=FCber Maulw=FCrfen, die sich mit teuren Kampagnen
redaktionelle Beitr=E4ge in angesehenen Zeitschriften kaufen, um sich zu
Lasten der Allgemeinheit staatlich gew=E4hrte Pfr=FCnde zu sichern.
Ich m=F6chte Sie jedenfalls bitten, das falsche Zitat zu entfernen, und
nach Wegen der Wiedergutmachung zu suchen.
Wir veranstalten am Mittwoch in Br=FCssel eine Pressekonferenz zum Thema
http://www.wirtschaftliche-mehrheit.de/
die Ihnen dazu einige Aufh=E4nger geben k=F6nnte.
Wir w=E4ren auch bereit, einen Ihnen Artikel zu liefern, der --
selbstverst=E4ndlich globalisierungs- und wirtschaftsfreundlicher Sicht
-- Ihren Lesern erkl=E4rt, was hier auf dem Spiel steht.
Vielen Dank
--
Hartmut Pilch, FFII.org, B=FCro M=FCnchen +498918979927, Br=FCssel +32273=
96262
Innovation statt Monopolschutz! http://www.wirtschaftliche-mehrheit.de/
=20
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