[ffii] Auswärtiges Amt für Einsatz offener St andards ausgezeichnet

Geza Giedke <[email protected]> Wed, 26 Mar 2008 18:35:37 +0100
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Message-ID <[email protected]>
Pressemitteilung - [Europa / Wirtschaft / Innovation]

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Ausw=E4rtiges Amt f=FCr Einsatz offener Standards ausgezeichnet
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Berlin, 26. M=E4rz 2008 - Dem Ausw=E4rtigen Amt wurde heute anl=E4sslich des
Document Freedom Days (DFD) f=FCr die Nutzung und F=F6rderung offener
Standards in- und ausserhalb der Bundesbeh=F6rde gedankt. Vertreter der
Free Software Foundation Europe (FSFE) und des F=F6rdervereins f=FCr eine
Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) =FCberreichten einen
Brief an den Au=DFenminister und Vizekanzler Dr. Frank-Walter Steinmeier
sowie ein passendes Buch und eine gro=DFe Torte mit DFD-Logo.

"Wir freuen uns, dass wir Ihnen diese Auszeichnung =FCberreichen
k=F6nnen", meint Matthias Kirschner, stellvertretender
Deutschlandkoordinator der FSFE. "Auch wenn es f=FCr jede =F6ffentliche
Verwaltung aus wirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien
selbstverst=E4ndlich sein sollte, offene Dokumentenstandards zu
unterst=FCtzen."

Das Ausw=E4rtige Amt setzt nicht nur intern langfristig auf offene
Dokumentenformate wie z.B. das Open Document Format (ODF), sondern
tritt auch innerhalb der Bundesverwaltung und auf internationaler
Ebene daf=FCr ein. Michael Schinagl von der DFD-Gruppe
German-Legal-Fellowship dazu: "W=E4hrend offene Standards haupts=E4chlich
in Expertenkreisen au=DFerhalb der =F6ffentlichen Wahrnehmung diskutiert
werden, betreffen offene Dokumentenstandards unmittelbar jeden
B=FCrger. Das Ausw=E4rtige Amt erf=FCllt als eine der wenigen Beh=F6rden die
Anforderung, f=FCr jeden B=FCrger auch digital erreichbar zu sein."

"Die Verwaltung hat die Pflicht daf=FCr zu sorgen, dass ihre Vorg=E4nge
langfristig =FCberpr=FCfbar sind. Dies kann bei elektronischen Daten nur
durch offene Standards gew=E4hrleistet werden", meint Matthias
Kirschner. "Wir hoffen, dass andere Verwaltungen sich in diesem Punkt
am Ausw=E4rtigen Amt ein Beispiel nehmen." Dem schlie=DFt sich Michael
Schinagl an: er verweist auf die "Aktenm=E4=DFigkeit der Verwaltung" als
Kernpunkt jedes modernen Verwaltungshandelns. Andere Beh=F6rden m=FCssen
sich die Frage gefallen lassen, wie sie ohne offene Standards den
Zugriff auf ihre Dokumente und Register =FCber Jahrzehnte sicherstellen
wollen. Sie sind nicht Herr =FCber die eigenen Daten."

"Der Austausch elektronischer Dokumente zwischen B=FCrgern und
Verwaltungen darf nicht von einzelnen Herstellern abh=E4ngig sein",
meint Stephan Uhlmann vom FFII Deutschland. "Offene
Dokumentenstandards erlauben einen echten Wettbewerb von
Softwarel=F6sungen, mit denen die entsprechenden Dateiformate gelesen
und verarbeitet werden k=F6nnen. Dadurch wird niemand durch die
Verwendung eines bestimmten Produktes ausgeschlossen. Davon profitiert
gerade auch die europ=E4ische Wirtschaft, welche durch kleine und
mittelst=E4ndische Unternehmen gepr=E4gt ist, die allzu oft von gro=DFen
marktbeherrschenden Unternehmen vom Markt verdr=E4ngt werden."

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Hintergrundinformationen
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Offene Standards sind die Grundlage f=FCr Interoperabilit=E4t und
Entscheidungsfreiheit, basierend auf den Vorz=FCgen verschiedener
Anwendungen. Sie bieten Unabh=E4ngigkeit der Daten und dadurch auch vom
(Software-) Anbieter. Dies macht Offene Standards esssentiell f=FCr
Verwaltung, Firmen, Organisationen und einzelne PC-Anwender. W=E4hrend
Offene Standards generell als sehr wichtiges Thema bzw. Ziel angesehen
werden, ist die Definition von "Offenem Standard" noch immer
kontrovers. Im Zuge des DocumentFreedomDay ist das Verst=E4ndnis des
"Offenen Standards":

    1. Voller, unbeschr=E4nkter =F6ffentlicher Zugriff und Benutzung, in
       einer f=FCr alle Beteiligten gleichermassen m=F6glichen Form
    2. Kein Teil darf Abh=E4ngigkeiten von Protokollen und/oder Formaten
       aufweisen, welche nicht exakt der Definition Offener Standards
       entsprechen
    3. Frei von rechtlichen und/oder technischen Klauseln, welche die
       Nutzung f=FCr irgendeinen Beteiligten oder ein Gesch=E4ftsmodell
       einschr=E4nken
    4. Verwaltet und weiterentwickelt, unabh=E4ngig von einem einzelnen
       Anbieter, in einem f=FCr jeden Konkurrenten und Dritten offenen
       Prozess, an dem sich jeder gleichermassen beteiligen kann
    5. verf=FCgbar in verschiedenen fertigen Implementationen der
       konkurrierenden Anbieter, oder als einzelne, f=FCr alle
       gleichermassen verf=FCgbare Implementation (mit einer "Schonfrist"
       f=FCr sich entwickelnde Standards)


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=DCber den Document Freedom Day
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Der Document Freedom Day (DFD) ist ein weltweiter Aktionstag f=FCr
Dokumentenfreiheit. =DCber 200 Teams von Freiwilligen in =FCber 60 L=E4ndern
unternehmen an diesem Tag etwas, um die Bedeutung offener
Dokumentenformate und allgemein offener Standards hervorzuheben und zu
f=F6rdern.

Weiterf=FChrende Informationen: http://documentfreedom.org

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=DCber den FFII
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Der FFII ist ein in mehreren europ=E4ischen L=E4ndern eingetragener
gemeinn=FCtziger Verein, der die Entwicklung =F6ffentlicher
Informationsg=FCter auf Grundlage des Urheberrechts, freien Wettbewerbs
und offener Standards unterst=FCtzt. =DCber 850 Mitglieder, 3.500
Unternehmen und 100.000 Unterst=FCtzer haben den FFII beauftragt, ihre
Interessen bez=FCglich Eigentumsrechten im Bereich der Datenverarbeitung
zu vertreten.

http://www.ffii.de/

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=DCber die Free Software Foundation Europe
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Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinn=FCtzige,
regierungsunabh=E4ngige Organisation, die in vielen L=E4ndern Europas
aktiv und in vielen globalen Aktionen involviert ist. Der Zugang zu
Software entscheidet =FCber die Teilnahme an der digitalen
Gesellschaft. Um Chancengleichheit im Informationszeitalter und die
Freiheit des Wettbewerbs sicherzustellen, widmet sich die Free
Software Foundation Europe (FSFE) der F=F6rderung Freier Software,
welche dadurch definiert wird, dass sie von jedem Menschen
uneingeschr=E4nkt benutzt, untersucht, ver=E4ndert und weitergegeben
werden kann. Dies ins =F6ffentliche Bewusstsein zu r=FCcken, und der
Freien Software politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen,
sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 gegr=FCndet wurde.

Weitere Informationen =FCber die Arbeit der FSFE finden Sie auf
http://www.fsfeurope.org/.

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Kontakt Berliner Gruppe
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     * Matthias Kirschner,
       FSFE <[email protected]>, +49-176-29520450
     * Stephan Uhlmann,
       FFII <[email protected]>, +49 30 41722597 (FFII Berlin)



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