[ffii] OeDP: Linux und OpenOffice für Münchens Schulen

Hartmut Pilch <[email protected]> Fri, 27 Feb 2004 13:34:29 +0100 (CET)
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Date: Fri, 27 Feb 2004 13:17:33 +0100
From: Michael Sandweg <[email protected]>
To: [email protected]
Subject: Pressemitteilung: Linux und OpenOffice für Münchens Schulen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stadt München steigt von Microsoft-Produkten auf Linux und das
kostenlose Büroprogramm OpenOffice um und hat damit weltweit einen
Umdenkprozess bei anderen Städten und Gemeinden ausgelöst.

Wird sich dieser "weltweite Domino-Effekt" auch bei den Schulen
fortsetzen lassen?

Nach den ödp-Anträgen des letzten Jahres (zur Linux-Umstellung der
Stadt München) folgt nun ein neuer Initiativantrag:

Stadtratsantrag vom 27.02.04 (frei zur Veröffentlichung)

Neue Schulcomputer nur noch mit Linux und OpenOffice –
Kostenlose OpenOffice-CDs für Münchner Schüler

Der Stadtrat möge beschließen:

Neue Computer für Münchens städtische Schulen werden grundsätzlich
mit dem Lizenzkosten-freien Betriebssystem Linux und dem ebenfalls
kostenlosen Büroprogramm OpenOffice ausgeliefert. Vorhandene Computer
können unverändert weiterbetrieben werden – eine zusätzliche
Installation von OpenOffice für Windows oder die Komplettumstellung
auf Linux und OpenOffice bieten sich jedoch an.

Zudem verteilt die Landeshauptstadt München OpenOffice auf einer
kostenlosen CD-ROM an Schüler städtischer Schulen zum privaten
Gebrauch. Interessierte Firmen können die Herstellungskosten
übernehmen und als Gegenleistung ihr Logo auf die CD-Hülle drucken.
Die Verteilung erfolgt weitgehend kostenneutral, indem die Stadt
München eine geeignete Menge an die Schulen ausliefert, welche
selbst die Einzelverteilung übernehmen.

Begründung:

OpenOffice kostet – ebenso wie das Betriebssystem Linux – keine
Lizenzgebühren und erzeugt keine Abhängigkeit von einem einzigen
Hersteller. Es ist ein vollständiges, zuverlässiges und Microsoft-
kompatibles Büroprogramm, das sich sowohl unter Linux als auch unter
Windows einsetzen lässt und eine sehr große Ähnlichkeit mit
Microsoft Office aufweist. Der Umstellungsaufwand für bisherige
Microsoft-Nutzer ist deshalb äußerst gering.
Umgekehrt können Schüler, die OpenOffice nutzen, später im Berufsleben
problemlos mit Microsoft Office arbeiten.

Weil sie jedoch nicht ausschließlich auf Microsoft-Produkte fixiert
sind, sinkt ihre Hemmschwelle, bei ihrem späteren Arbeitgeber auch
Software anderer Firmen zu verwenden.

Der positive Effekt für die Münchner Wirtschaft: Sie sieht sich nicht
mehr gezwungen, ihren Mitarbeitern unbedingt Microsoft-Produkte
anzubieten und kann deshalb die Kosten- und Sicherheitsvorteile der
„Open Source Software" verstärkt wahrnehmen. Die Stadt München stellt
bekanntlich ohnehin auf Linux und OpenOffice um.

Die finanziellen Vorteile kostenloser Software sind offensichtlich und
sollten deshalb bei der Beschaffung neuer Schulcomputer genutzt werden.
Ebenso sollte man – gerade sozial schwächeren – Schülern die hohe
Geldausgabe für kommerzielle Produkte ersparen und ihnen als
Alternative eine kostenlose CD-ROM mit OpenOffice (in Versionen für
Linux und Windows) überlassen.

Man könnte sich überlegen, in die Verteilaktion die Mitarbeiter der
Münchner Verwaltung einzubeziehen auch mit dem Ziel, Vertrauen zu der
künftig verwendeten Software ihres Arbeitgebers herzustellen.

Nicht zuletzt würde eine Annahme dieses Antrags das Image der Stadt
München als Beispiel-gebende Innovationsstadt weiter verfestigen – München
wurde bereits bei seiner Entscheidung pro Linux sehr positiv in der
Weltpresse erwähnt.

Eine Übersicht über alle bisherigen "Linux-Anträge" finden Sie direkt auf
www.oedp-muenchen.de

Mit freundlichen Grüßen

Michael Sandweg
Stadtvorsitzender

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)
Stadtverband München
Carl-Orff-Bogen 89 × D-80939 München
Fon 089/37 15 91 03 × Fax 089/316 16 70
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